Hundsrose
Wächst das bei mir?
Hundsrose ist bis Zone 3 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.
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Steckbrief
- Familie
- Rosaceae
- Wuchsform
- Strauch
- Wuchshöhe
- 3 m
- Kronenbreite
- 4 m
- Wachstum
- sehr schnell
- Lebensdauer
- 200 Jahre
- Erster Ertrag
- nach 3 Jahren
- Vollertrag
- nach 3 Jahren
- Ertrag pro Pflanze
- bis 3 kg im Jahr
- Ertrag im Anbau
- bis 10 t/ha
- Energieertrag
- 1620 kcal pro m² und Jahr
- Winterhärte
- Zone 3–7
- Schattentoleranz
- Halbschatten
- Boden
- Sand, Schluff, Lehm, Ton
- Bodenfeuchte
- trocken – sehr nass
- pH-Wert
- 5,5 – 7,5
Blüte & Ernte
| J | F | M | A | M | J | J | A | S | O | N | D | |
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| Blüte | ||||||||||||
| Fruchternte |
Nutzung
Essbar: Frucht: roh, nach Frost süß und weich, gekocht, getrocknet; Marmelade, Sirup, Nahrungsergänzung für Babys, Wein, Öl; 3-10 Tonnen pro Hektar, ca. 1000 Kalorien pro Quadratmeter. Samen: reich an Vitamin E, pulverisiert als Mehl oder Nahrungsergänzung; Samenhaare entfernen, um Juckpulver zu vermeiden. Blütenblätter: roh oder gekocht als Gemüse oder für Marmelade. Blätter: getrocknet als Teeersatz.
Heilkunde: Frucht reich an Vitaminen A, C (vor allem in der Schale), E, K, B1, B2, B6, Mineralien, Antioxidantien und essentiellen Fettsäuren. Diese Frucht ist immunstärkend, gut für den Magen und das Herz, entzündungshemmend, schmerzlindernd bei Arthrose und blutdrucksenkend. Sie kann bei Erkältungen, Grippe, Gastritis und Frühjahrsmüdigkeit helfen. Die feuchten Blütenblätter können auf die Augen gelegt werden, Bachblüten können die Lebenslust fördern, die Samen sind gut für Nieren und Blase, und das Öl kann die Haut regenerieren und bei Wunden und Falten helfen.
Sonstige Nutzung: Erosion und Bodenfestigung, windtolerante Schutzhecke, Nähr- und Nistplatz, Veredelungsunterlage für Rosen, Duftpflanze. Diese Pflanzen dienen als Erosionsschutz und Bodenfestiger, bieten Schutz vor Wind, dienen als Nahrungs- und Nistplatz, können als Veredelungsunterlage für Rosen verwendet werden und verbreiten einen angenehmen Duft.
Anbau
Standortwahl: Genügsam auf fast jedem durchlässigen Boden, sonnig bis licht schattig. Zwei Eigenschaften bestimmen den Pflanzort: Sie treibt kräftige Wurzelausläufer und wandert ohne Wurzelsperre durchs Beet — 40 cm Tiefe genügen knapp, 60 cm sind sicher; einzelne Kultursorten bilden keine Ausläufer. Und sie ist dicht bestachelt, was als undurchdringliche Schutzhecke erwünscht, an Wegen und Sitzplätzen lästig ist. Ökologisch ist sie eine der wertvollsten heimischen Arten: 51 Raupenarten leben an ihr, 27 Vogelarten nutzen die Hagebutten als Winterfutter, und das Dornengestrüpp schützt Nester vor Räubern. Pflege: Regelmäßiger Rückschnitt hält sie vital und verhindert, dass sie von innen verkahlt. Für Schnitt und Ernte sind lange Ärmel und feste Handschuhe angeraten. Wasser braucht sie nach dem Anwachsen kaum, gedüngt wird nicht — auf magerem Boden blüht und fruchtet sie besser. Hagebuttenwickler und Hagebuttenfliege können die Früchte befallen; befallene Butten werden beim Ernten aussortiert. Geerntet wird nach dem ersten Frost, wenn die Hagebutten weich und süß werden; ersatzweise legt man sie kurz ins Gefrierfach.
Vermehrung
Am einfachsten vermehrt sich die Hundsrose über ihre Wurzelausläufer: Bewurzelte Ausläufer lassen sich im Herbst oder zeitigen Frühjahr abstechen und versetzen. Auch Steckhölzer verholzter Triebe, im Spätherbst geschnitten und über Winter in den Boden gesteckt, wurzeln zuverlässig. Die Aussaat ist möglich, aber langwierig: Die Samen liegen in einer tiefen Keimruhe und brauchen eine Kaltphase über mindestens einen, oft zwei Winter, bevor sie auflaufen — sie werden deshalb am besten gleich nach der Ernte in ein Saatbeet im Freien gebracht. Sämlinge fallen nicht sortenecht. In der Rosenzucht dient die Hundsrose selbst als robuste Veredelungsunterlage für Edelrosen.
Wert für Tiere
Die Hundsrose gehört zu den wertvollsten heimischen Wildsträuchern. Ihre Blüten sind reine Pollenblumen ohne Nektar: Der Farbkontrast der gelben Staubblätter zu den blassrosa Kronblättern lockt die Besucher an, die dort ausschließlich Pollen sammeln. Rund 40 Wildbienenarten sind belegt, keine davon spezialisiert. Ungleich schwerer wiegt ihre Rolle als Raupenfutter: 51 Schmetterlingsarten entwickeln sich an ihr, fünf davon ausschließlich an Rosen. Dazu kommen drei Käfer- und drei Schwebfliegenarten. Die Hagebutten reifen spät und hängen häufig bis ins Frühjahr — 27 Vogelarten nutzen sie als Winternahrung und verbreiten die Nüsschen über Verdauung und angelegte Verstecke. Das dornige Gestrüpp trägt Nester und schützt Singvögel wirksam vor Nesträubern.
Besonderheiten
Besonderheiten: erneuert sich fortwährend durch Wurzeltriebe; erklettert mithilfe seiner Dornen: Bsp: 1000jähriger Rosenstock in Hildesheim auf 10m; Bei Kelten Räucherwerk (Liebe, Weiblichkeit, Intuition, Sexualität); Früchte an sonnigen Tagen für besten Vitamingehalt ernten; Nur die Blütenblätter abzupfen = weiterhin Früchtbildung; es gibt über 200 Wildrosenarten, weitere Kultivierte sind: Kartoffel-, Vitamin-, Apfel-, Alpen- &Damaszener-Rose;
Herkunft & Lebensraum
Europa, Nordwestafrika und Vorderasien. Die Hundsrose besiedelt nahezu ganz Europa und fehlt nur im äußersten Norden: In Island und Finnland kommt sie nicht vor, in Norwegen reicht sie bis etwa zum 62. Breitengrad. Nach Osten zieht sich das Areal vom Ladogasee zur Wolga, mit vorgeschobenen Einzelvorkommen bis zum Ural; nach Süden schließen Nordwestafrika und Vorderasien an. In den Alpen steigt sie bis 1680 m auf, im Kaukasusraum wächst sie in Höhenlagen bis etwa 1300 m. In Nordamerika ist sie als Neophyt eingebürgert, in Teilen Australiens und Neuseelands gilt sie als Problempflanze des Weidelands.
Die Hundsrose ist ein Gehölz der Säume und Übergänge: Sie wächst in Hecken und Gebüschen, an Waldrändern und in lichten Wäldern, an Weg- und Straßenrändern, auf Weiden und Böschungen. Pflanzensoziologisch gilt sie als Charakterart der Schlehen-Gebüsche (Prunetalia). Sie bevorzugt mäßig trockene bis frische, basenreiche und mäßig saure bis milde Böden und verträgt volle Sonne ebenso wie lichten Schatten. Als wärmeliebendes Pioniergehölz besiedelt sie auch Rohböden, Strandwälle und frische Böschungen, wo sie über Wurzelausläufer rasch Fläche deckt und den Boden festigt. Sie wurzelt tief, übersteht Trockenheit gut und ist mit etwa -28 °C ausgesprochen frosthart.
⚠️ Gefahren
Es gibt eine Schicht von Haaren um die Samen direkt unter dem Fruchtfleisch der Frucht. Diese Haare können bei Einnahme Reizungen im Mund und im Verdauungstrakt verursachen.
Häufige Fragen
Hundsrose: Wie groß wird die Pflanze?
Hundsrose (Rosa canina) wächst als Strauch und erreicht ausgewachsen etwa 3 m Höhe bei rund 4 m Breite. Das Wachstum ist sehr schnell.
Hundsrose: Welchen Standort braucht die Pflanze?
Hundsrose verträgt Halbschatten. Als Boden eignet sich Sand, Schluff, Lehm, Ton. Die Bodenfeuchte sollte im Bereich trocken – sehr nass liegen. Der pH-Wert darf zwischen 5,5 und 7,5 liegen.
Hundsrose: Ist die Pflanze winterhart?
Hundsrose ist für die Winterhärte Zone 3–7 angegeben und übersteht dort normale Winter im Freien.
Hundsrose: Wächst die Pflanze in Deutschland?
Hundsrose ist bis Zone 3 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.
Hundsrose: Wann ist die Blütezeit?
Die Blüte liegt in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im Juni.
Hundsrose: Wann kann man ernten?
Die Früchte reifen in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel von Oktober bis November.
Hundsrose: Ab wann trägt die Pflanze und wie viel?
Hundsrose trägt erstmals nach 3 Jahren. Den Vollertrag erreicht sie nach 3 Jahren. Eine ausgewachsene Pflanze liefert bis zu 3 kg im Jahr, im Anbau bis 10 t pro Hektar. Die Werte gelten für gute Standorte; Sorte, Boden und Klima verschieben sie deutlich.
Hundsrose: Ist die Pflanze giftig?
Für Hundsrose ist keine Giftigkeit vermerkt. Verlass dich bei Wildpflanzen trotzdem nie allein auf eine Datenbank, sondern nur auf eine sichere Bestimmung.
Hundsrose: Wozu lässt sich die Pflanze nutzen?
Bewertet auf einer Skala bis 10: Essbar 6/10, Heilkunde 6/10, Sonstige Nutzung 8/10.
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