Warum ich Waldgärten anlege
Ein Waldgarten ist nicht nur auf allen Ebenen sinnvoll und die Zukunft, sondern strahlt auch Frieden und Heimat aus.
Wenn du im März unter schneeweißen, duftenden Kirschpflaumen mit Vogelkonzert gepicknickt hast, dich im Mai am ersten entspannten Schatten erfreust, dir im Juli den Mund mit saftigen Beeren und Früchten vollstopfst und zum Herbst hin das Farbenspiel der Bäume und Sträucher in Licht und Schatten genießt, dann weißt du, dass du zu Hause angekommen bist.
Und hier gibt es nicht mehr viel zu tun. Einmal angelegt, wächst alles. Du erntest hier und da, kürzt, entfernst mal einen Baum und hast dadurch Holz fürs Feuer oder für deine nächste Konstruktion. Und du hast etwas geschaffen, wofür dir noch deine Enkel dankbar sein werden: ein fruchtbares, vielfältiges und stabiles Ökosystem, das viele versorgt: mit Nahrung und mit Schönheit für alle Sinne. Ein Kunstwerk, das nicht verstaubt, sondern lebendig ist, mit jedem spricht und weiter gestaltet werden kann.
Es tut gut, an etwas zu arbeiten, das eindeutig richtig ist. Kein Abwägen, kein Kompromiss. Boden wird besser, Wasser bleibt da, Tiere kommen zurück, Menschen essen davon. Wer einmal in einem fünfzehn Jahre alten Waldgarten stand, versteht, warum Leute dabei bleiben.
Taro, Permakultur-Designer, Waldgärtner und Gründer von Permaplans — mehr über mich