Apfel
Steckbrief
- Familie
- Rosaceae
- Wuchsform
- Baum
- Wuchshöhe
- 9,5 m
- Kronenbreite
- 8 m
- Wachstum
- mittel
- Lebensdauer
- 90 Jahre
- Erster Ertrag
- nach 5 Jahren
- Winterhärte
- Zone 3–8
- Schattentoleranz
- Halbschatten
- Boden
- Sand, Schluff, Lehm, Ton
- Bodenfeuchte
- halbfeucht – sehr nass
- pH-Wert
- 5,5 – 7
- Synonyme
- Apfelbaum, Malus pumila
- In Gärten geplant
- 40×
Blüte & Ernte
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| Blüte | ||||||||||||
| Fruchternte |
Nutzung
Essbar: Äpfel können roh, gekocht oder getrocknet für die spätere Verwendung verzehrt werden. Es gibt eine Vielzahl von Apfelsorten mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und Texturen, die von sauer bis süß und von trocken und mehlig bis knackig und saftig reichen. Die Reifezeiten variieren ebenfalls, einige Sorten sind bereits Ende Juli erntereif, während andere erst im Spätherbst geerntet werden und bis zu 12 Monate oder länger gelagert werden können. Einige Apfelsorten sind reich an Pektin, das beim Eindicken von Marmelade oder anderen Fruchtkonserven hilfreich sein kann. Pektin soll auch den Körper vor Strahlung schützen. Aus den Apfelsamen kann Speiseöl gewonnen werden.
Heilkunde: Der reife rohe Apfel gilt als eine der bekömmlichsten Speisen überhaupt. Sein Saft bindet überschüssige Magensäure und wandelt sie in alkalische Karbonate um. Die Frucht wirkt gleichzeitig adstringierend und mild abführend und wird deshalb sowohl bei Durchfall als auch bei Verstopfung eingesetzt; beim Kauen reinigt sie zudem mechanisch Zähne und Zahnfleisch. Die Blätter enthalten Phloretin, einen antibakteriellen Wirkstoff, der bereits bei einer Konzentration von 30 ppm wirkt. Ein Aufguss aus der Rinde, vor allem aus der Wurzelrinde, wurde traditionell gegen wechselnde und gallige Fieber verwendet. Der Wurzelrinde werden darüber hinaus kühlende, schlaffördernde und wurmtreibende Eigenschaften zugeschrieben.
Sonstige Nutzung: Die Frucht des Apfels ist reich an Pektin, einem Verdickungsmittel, das in Marmeladen und anderen Lebensmitteln verwendet wird. Außerdem dient der Verzehr eines Apfels als natürliche Zahnreinigung, da die mechanische Wirkung dabei hilft, Zähne und Zahnfleisch zu reinigen. Das Öl aus den Samen wurde früher als Leuchtmittel genutzt. Das Holz des Apfelbaums ist hart, kompakt und feinkörnig und wird für verschiedene Zwecke wie Dreharbeiten, Werkzeuggriffe und Brennholz verwendet.
Anbau
Wächst am besten an sonnigen Standorten, toleriert aber auch Halbschatten, wobei die Fruchtbildung dort geringer ausfällt. Bevorzugt nährstoffreiche, humose, gut durchlässige Böden mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 7,0. Verträgt auch schwere Lehmböden, sofern diese gut entwässert sind. Benötigt eine gleichmäßige Wasserversorgung, ohne Staunässe. Pflanzabstände variieren je nach Wuchsform und Unterlage, üblicherweise zwischen 3 und 5 Metern. Regelmäßiger Schnitt fördert die Fruchtqualität und erleichtert die Ernte, dabei werden vor allem alte, kranke oder sich kreuzende Äste entfernt. Düngung sollte ausgewogen erfolgen, abgestimmt auf Bodenanalyse und Pflanzentwicklung. Winterhart bis etwa -15 °C, wobei junge Bäume bei starkem Frost geschützt werden sollten. Apfelbäume bilden häufig Wurzelausläufer, die bei Bedarf entfernt werden sollten, um Konkurrenz zu vermeiden. Anfällig für: Apfelschorf (Pilzflecken auf Blättern und Früchten), Mehltau (weißer Pilzbelag), Feuerbrand (bakterielle Infektion), Blattläuse (Saugen Pflanzensaft), Apfelwickler (Larven fressen Früchte), Apfelblütenstecher (befällt Blüten), Hallimasch (Wurzelfäule).
Vermehrung
Vermehrung erfolgt überwiegend vegetativ durch Veredelung auf geeignete Unterlagen, um Wuchshöhe und Fruchtqualität zu steuern. Aussaat ist möglich, führt aber zu genetisch unterschiedlichen Nachkommen, die meist nicht sortenecht sind. Saatgut wird im Herbst frisch ausgesät oder nach dreimonatiger Kaltstratifizierung im Frühjahr. Keimdauer kann mehrere Monate betragen. Stecklinge aus reifem Holz sind weniger gebräuchlich, können aber im November in einem geschützten Rahmen bewurzelt werden.
Wert für Tiere
Blüten bieten reichlich Nektar und Pollen, was besonders Honigbienen und Wildbienen anzieht. Die Blütezeit im Mai ist eine wichtige Trachtquelle. Äpfel dienen Vögeln als Nahrungsquelle, insbesondere wenn sie überreif oder fallengelassen sind. Die dichte Krone bietet Vögeln und Kleintieren Schutz und Nistmöglichkeiten. Wildverbiss kann an jungen Bäumen vorkommen, besonders durch Rehe und Hasen.
Besonderheiten
Besonderheiten: Das meistangebauteste Obst im gemäßigten Klima Unzählige Varianten in Hoch-Halb- und Zwergstamm Gute Nachbarn: (Schnitt-)lauch, Kapuzinerkresse, Fingerhut, Ahornblätter (+Lagerung), Löwenzahn (Ethylen→früher reif); Schlechte Nachbarn (Lagerung): Kartoffeln, Möhren;
Herkunft & Lebensraum
Ursprünglich aus Zentralasien, insbesondere dem Gebiet um die Tian-Shan-Berge in Kasachstan, Kirgisistan und angrenzenden Regionen. Kultiviert weltweit in gemäßigten Klimazonen, in Mitteleuropa seit mehreren Jahrhunderten verbreitet. Wildvorkommen des Vorfahren Malus sieversii in Zentralasien.
⚠️ Gefahren
Giftigkeit: leicht giftig
Alle Mitglieder dieses Genus enthalten das Giftstoff Cyanwasserstoff in ihren Samen und möglicherweise auch in ihren Blättern, jedoch nicht in ihren Früchten. Cyanwasserstoff ist die Substanz, die Mandeln ihren charakteristischen Geschmack verleiht, sollte aber nur in sehr kleinen Mengen konsumiert werden. Apfelsamen enthalten normalerweise nicht sehr hohe Mengen an Cyanwasserstoff, sollten aber dennoch nicht in großen Mengen konsumiert werden. In kleinen Mengen wurde gezeigt, dass Cyanwasserstoff die Atmung anregt und die Verdauung verbessert, es wird auch behauptet, dass es bei der Behandlung von Krebs von Vorteil ist. In übermäßigen Mengen kann es jedoch zu Atemversagen und sogar zum Tod führen.
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