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Apfel – Malus domestica

Apfel

Malus domestica
(Ver-)Führer in die Anderswelt/Avalon
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Essbarkeit9Heilwirkung6Sonstiger Nutzen5
Baum9,5×8 mZone 3–8Halbschatten🍎 Essbar

Wächst das bei mir?

Apfel ist bis Zone 3 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.

Oder gleich hier für deinen Standort prüfen:

Winterhärte nach USDA-Zone, Sommerwärme nach Wärmesumme – dieselben Werte, mit denen die App und der Pflanzenfinder rechnen.

Steckbrief

Familie
Rosaceae
Wuchsform
Baum
Wuchshöhe
9,5 m
Kronenbreite
8 m
Wachstum
mittel
Lebensdauer
90 Jahre
Erster Ertrag
nach 5 Jahren
Ertrag pro Pflanze
bis 150 kg im Jahr
Ertrag im Anbau
bis 30 t/ha
Energieertrag
1500 kcal pro m² und Jahr
Winterhärte
Zone 3–8
Schattentoleranz
Halbschatten
Boden
Sand, Schluff, Lehm, Ton
Bodenfeuchte
halbfeucht – sehr nass
pH-Wert
5,5 – 7
Synonyme
Apfelbaum, Malus pumila
In Gärten geplant
40×
NektarquellePollenquelle

Blüte & Ernte

J F M A M J J A S O N D
Blüte
Fruchternte

Zeiten gelten für die Nordhalbkugel in gemäßigtem Klima und verschieben sich mit Höhenlage und Sorte.

Sorten (245)

245 Sorten von Apfel sind im Permaplans-Sortenfinder hinterlegt — jede mit eigener Seite: Geschmack, Reifezeit, Resistenzen, Abstammung und Verwendung.

Nutzung

Essbar9 von 10
Heilkunde6 von 10
Sonstige Nutzung5 von 10

Essbar: Äpfel können roh, gekocht oder getrocknet für die spätere Verwendung verzehrt werden. Es gibt eine Vielzahl von Apfelsorten mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und Texturen, die von sauer bis süß und von trocken und mehlig bis knackig und saftig reichen. Die Reifezeiten variieren ebenfalls, einige Sorten sind bereits Ende Juli erntereif, während andere erst im Spätherbst geerntet werden und bis zu 12 Monate oder länger gelagert werden können. Einige Apfelsorten sind reich an Pektin, das beim Eindicken von Marmelade oder anderen Fruchtkonserven hilfreich sein kann. Pektin soll auch den Körper vor Strahlung schützen. Aus den Apfelsamen kann Speiseöl gewonnen werden.

Heilkunde: Der reife rohe Apfel gilt als eine der bekömmlichsten Speisen überhaupt. Sein Saft bindet überschüssige Magensäure und wandelt sie in alkalische Karbonate um. Die Frucht wirkt gleichzeitig adstringierend und mild abführend und wird deshalb sowohl bei Durchfall als auch bei Verstopfung eingesetzt; beim Kauen reinigt sie zudem mechanisch Zähne und Zahnfleisch. Die Blätter enthalten Phloretin, einen antibakteriellen Wirkstoff, der bereits bei einer Konzentration von 30 ppm wirkt. Ein Aufguss aus der Rinde, vor allem aus der Wurzelrinde, wurde traditionell gegen wechselnde und gallige Fieber verwendet. Der Wurzelrinde werden darüber hinaus kühlende, schlaffördernde und wurmtreibende Eigenschaften zugeschrieben.

Sonstige Nutzung: Die Frucht des Apfels ist reich an Pektin, einem Verdickungsmittel, das in Marmeladen und anderen Lebensmitteln verwendet wird. Außerdem dient der Verzehr eines Apfels als natürliche Zahnreinigung, da die mechanische Wirkung dabei hilft, Zähne und Zahnfleisch zu reinigen. Das Öl aus den Samen wurde früher als Leuchtmittel genutzt. Das Holz des Apfelbaums ist hart, kompakt und feinkörnig und wird für verschiedene Zwecke wie Dreharbeiten, Werkzeuggriffe und Brennholz verwendet.

Anbau

Wächst am besten an sonnigen Standorten, toleriert aber auch Halbschatten, wobei die Fruchtbildung dort geringer ausfällt. Bevorzugt nährstoffreiche, humose, gut durchlässige Böden mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 7,0. Verträgt auch schwere Lehmböden, sofern diese gut entwässert sind. Benötigt eine gleichmäßige Wasserversorgung, ohne Staunässe. Pflanzabstände variieren je nach Wuchsform und Unterlage, üblicherweise zwischen 3 und 5 Metern. Regelmäßiger Schnitt fördert die Fruchtqualität und erleichtert die Ernte, dabei werden vor allem alte, kranke oder sich kreuzende Äste entfernt. Düngung sollte ausgewogen erfolgen, abgestimmt auf Bodenanalyse und Pflanzentwicklung. Winterhart bis etwa -15 °C, wobei junge Bäume bei starkem Frost geschützt werden sollten. Apfelbäume bilden häufig Wurzelausläufer, die bei Bedarf entfernt werden sollten, um Konkurrenz zu vermeiden. Anfällig für: Apfelschorf (Pilzflecken auf Blättern und Früchten), Mehltau (weißer Pilzbelag), Feuerbrand (bakterielle Infektion), Blattläuse (Saugen Pflanzensaft), Apfelwickler (Larven fressen Früchte), Apfelblütenstecher (befällt Blüten), Hallimasch (Wurzelfäule).

Vermehrung

Vermehrung erfolgt überwiegend vegetativ durch Veredelung auf geeignete Unterlagen, um Wuchshöhe und Fruchtqualität zu steuern. Aussaat ist möglich, führt aber zu genetisch unterschiedlichen Nachkommen, die meist nicht sortenecht sind. Saatgut wird im Herbst frisch ausgesät oder nach dreimonatiger Kaltstratifizierung im Frühjahr. Keimdauer kann mehrere Monate betragen. Stecklinge aus reifem Holz sind weniger gebräuchlich, können aber im November in einem geschützten Rahmen bewurzelt werden.

Wert für Tiere

Blüten bieten reichlich Nektar und Pollen, was besonders Honigbienen und Wildbienen anzieht. Die Blütezeit im Mai ist eine wichtige Trachtquelle. Äpfel dienen Vögeln als Nahrungsquelle, insbesondere wenn sie überreif oder fallengelassen sind. Die dichte Krone bietet Vögeln und Kleintieren Schutz und Nistmöglichkeiten. Wildverbiss kann an jungen Bäumen vorkommen, besonders durch Rehe und Hasen.

Besonderheiten

Besonderheiten: Das meistangebauteste Obst im gemäßigten Klima Unzählige Varianten in Hoch-Halb- und Zwergstamm Gute Nachbarn: (Schnitt-)lauch, Kapuzinerkresse, Fingerhut, Ahornblätter (+Lagerung), Löwenzahn (Ethylen→früher reif); Schlechte Nachbarn (Lagerung): Kartoffeln, Möhren;

Herkunft & Lebensraum

Ursprünglich aus Zentralasien, insbesondere dem Gebiet um die Tian-Shan-Berge in Kasachstan, Kirgisistan und angrenzenden Regionen. Kultiviert weltweit in gemäßigten Klimazonen, in Mitteleuropa seit mehreren Jahrhunderten verbreitet. Wildvorkommen des Vorfahren Malus sieversii in Zentralasien.

Der Kulturapfel ist eine Zuchtform ohne eigenen Naturstandort — er wächst nirgends wild, sondern immer dort, wo Menschen ihn gepflanzt haben. Sein ökologischer Rahmen ist deshalb die Kulturlandschaft: Streuobstwiesen, Hausgärten, Feldraine und Erwerbsanlagen auf tiefgründigen, frischen und nährstoffreichen Böden in sommerwarmer, wintermilder Lage. Der Lebensraum seiner Stammart Malus sieversii sind dagegen die Wildobstwälder des Tian Shan in Kasachstan und Kirgisistan, wo Äpfel zwischen 800 und 2000 m geschlossene Bestände bilden — Apfelwälder, wie es sie sonst nirgends gibt. Unter den Kulturbiotopen ist die alte Streuobstwiese das wertvollste: hochstämmige Bäume über extensiv genutztem Grünland gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas.

⚠️ Gefahren

Alle Mitglieder dieses Genus enthalten das Giftstoff Cyanwasserstoff in ihren Samen und möglicherweise auch in ihren Blättern, jedoch nicht in ihren Früchten. Cyanwasserstoff ist die Substanz, die Mandeln ihren charakteristischen Geschmack verleiht, sollte aber nur in sehr kleinen Mengen konsumiert werden. Apfelsamen enthalten normalerweise nicht sehr hohe Mengen an Cyanwasserstoff, sollten aber dennoch nicht in großen Mengen konsumiert werden. In übermäßigen Mengen kann es jedoch zu Atemversagen und sogar zum Tod führen.

Diese Angabe ersetzt keine fachkundige Bestimmung. Im Zweifel nichts essen.

Häufige Fragen

Apfel: Wie groß wird die Pflanze?

Apfel (Malus domestica) wächst als Baum und erreicht ausgewachsen etwa 9,5 m Höhe bei rund 8 m Breite. Das Wachstum ist mittel.

Apfel: Welchen Standort braucht die Pflanze?

Apfel verträgt Halbschatten. Als Boden eignet sich Sand, Schluff, Lehm, Ton. Die Bodenfeuchte sollte im Bereich halbfeucht – sehr nass liegen. Der pH-Wert darf zwischen 5,5 und 7 liegen.

Apfel: Ist die Pflanze winterhart?

Apfel ist für die Winterhärte Zone 3–8 angegeben und übersteht dort normale Winter im Freien.

Apfel: Wächst die Pflanze in Deutschland?

Apfel ist bis Zone 3 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.

Apfel: Wann ist die Blütezeit?

Die Blüte liegt in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im Mai.

Apfel: Wann kann man ernten?

Die Früchte reifen in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel von Juli bis November.

Apfel: Ab wann trägt die Pflanze und wie viel?

Apfel trägt erstmals nach 5 Jahren. Eine ausgewachsene Pflanze liefert bis zu 150 kg im Jahr, im Anbau bis 30 t pro Hektar. Die Werte gelten für gute Standorte; Sorte, Boden und Klima verschieben sie deutlich.

Apfel: Ist die Pflanze giftig?

Für Apfel sind einzelne Pflanzenteile als leicht bedenklich vermerkt — die Pflanze gilt nicht als giftig. Verlass dich bei Wildpflanzen nie allein auf eine Datenbank, sondern nur auf eine sichere Bestimmung.

Apfel: Wozu lässt sich die Pflanze nutzen?

Bewertet auf einer Skala bis 10: Essbar 9/10, Heilkunde 6/10, Sonstige Nutzung 5/10.

Welche Sorten von Apfel gibt es?

Im Permaplans-Sortenfinder sind 245 Sorten von Apfel hinterlegt, darunter Adersleber Kalvill, Akane, Akerö, Alkmene, Allington Pepping, Altländer Pfannkuchenapfel, Ambrosia, Ananasrenette, Apfel aus Croncel, Apollo, Auralia, Ausbacher Roter und 233 weitere. Jede Sorte hat eine eigene Seite mit Geschmack, Reifezeit, Resistenzen und Abstammung.

Erfahrungen aus der Community

Was Permaplans-Nutzer zu dieser Pflanze geschrieben haben – unverändert aus der App übernommen. 1 Beitrag.

Samuel 6. September 2025

sehr wichtig ist zu beachten ob man einen Wildapfel aus Sämling veredelt oder eine Pflanze in einer Baumschule oder einem Gartencenter kauft, denn die Lebensdauer und Nutzungsdauer der Pflanze hängt davon ab. ein großer alter Apfelbaum der 100 Jahre früchte trägt ist nur auf Hochstamm Unterlagen Beispielsweise wild aufgegangenen aus Samen gewachsenen Bäumen. wer darauf veredelt oder darauf veredelten Baum kauft wird den großen und lang (aber auch spät) tragenden Apfelbaum erhalten. der auch wettvolles Holz im Alter schenken kann. mittelstamm Unterlagen wie sie meist verkauft werden produzieren meist früher aber nicht ewig Äpfel!!(durchschnittlich etwa 30 Jahre- kann auch mehr?!)

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