Schwarze Apfelbeere
Wächst das bei mir?
Schwarze Apfelbeere ist bis Zone 4 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.
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Steckbrief
- Familie
- Rosaceae
- Wuchsform
- Strauch
- Wuchshöhe
- 2,2 m
- Kronenbreite
- 2 m
- Wachstum
- schnell
- Lebensdauer
- 30 Jahre
- Erster Ertrag
- nach 3 Jahren
- Ertragsjahre
- 10 Jahre
- Ertrag pro Pflanze
- bis 8 kg im Jahr
- Ertrag im Anbau
- bis 15 t/ha
- Energieertrag
- 700 kcal pro m² und Jahr
- Winterhärte
- Zone 4–8
- Schattentoleranz
- Halbschatten
- Boden
- Sand, Schluff, Lehm
- Bodenfeuchte
- trocken – sehr feucht
- pH-Wert
- 5 – 8
- Synonyme
- Aronia, Aronia-Beere
Blüte & Ernte
| J | F | M | A | M | J | J | A | S | O | N | D | |
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| Blüte | ||||||||||||
| Fruchternte |
Sorten (3)
3 Sorten von Schwarze Apfelbeere sind im Permaplans-Sortenfinder hinterlegt — jede mit eigener Seite: Geschmack, Reifezeit, Resistenzen, Abstammung und Verwendung.
Nutzung
Essbar: Obst - gekocht. Die Frucht hat einen guten Geschmack, ist jedoch sehr adstringierend. Sie sollte vor dem Verzehr vollreif sein und ist am besten nach ein oder zwei Frösten. Die Frucht eignet sich gut zur Herstellung von Gelee, wenn Zucker hinzugefügt wird, und kann auch getrocknet werden, um Pemmikan herzustellen. Aufgrund des hohen Pektin-Gehalts kann die Frucht zur Herstellung von Marmeladen verwendet werden, um den Pektin-Gehalt zu erhöhen. Pektin soll den Körper auch vor Strahlung schützen. Die Frucht hat einen Durchmesser von etwa 9 mm.
Sonstige Nutzung: Der tiefdunkelrote Saft der Apfelbeere hat als natürlicher Lebensmittelfarbstoff einige Bedeutung: Schon ein Zusatz von 5 bis 7 Prozent färbt helle Säfte kräftig durch, und auch Schaumwein, Aperitifs, Liköre sowie Molkereiprodukte wie Joghurt und Sahnedesserts werden damit getönt. Ein Kilogramm Frischmasse enthält rund 32 g Anthocyanfarbstoffe, weshalb sich besonders die Pressrückstände zur Farbstoffgewinnung eignen. Daneben liefert die Frucht Pektin, das als Geliermittel für Konfitüren und im Labor als Nährmedium dient. Wegen der lang anhaltenden, leuchtend wein- bis dunkelroten Herbstfärbung und des dichten Wuchses wird die Art außerdem als Ziergehölz und für Feldhecken gepflanzt.
Anbau
Standortwahl: Die Apfelbeere bleibt mit 1,5 bis 2,5 m niedrig, treibt aber Ausläufer und schiebt sich über die Jahre in die Breite — wer sie in Schach halten will, plant Platz ein oder setzt eine Wurzelsperre. Ihr Saft färbt außerordentlich stark, ein Kilogramm Frischmasse enthält rund 32 g Anthocyane; heruntergefallene Früchte hinterlassen auf hellem Pflaster dauerhafte Flecken. Für Vögel ist sie eines der besseren Gehölze: Die Früchte hängen bis weit in den Winter, der dichte aufrechte Wuchs wird gern als Nist- und Anflugplatz genutzt. An den Maiblüten sammeln rund 29 Wildbienenarten. Als Lichtgehölz bringt sie in der Sonne deutlich mehr Ertrag als im Halbschatten. Pflege: Sie ist selbstfruchtbar, ein Strauch genügt für eine Ernte. Holz und Knospen sind ausgesprochen frosthart, Krankheiten und Schädlinge spielen kaum eine Rolle, und magere Böden trägt sie mit. Mineralische Düngung ist nur im Ausnahmefall nötig, zusätzliche Bewässerung wirkt sich dagegen spürbar günstig auf den Ertrag aus. Da überwiegend am einjährigen Trieb gefruchtet wird, schneidet man wie bei Johannisbeeren auf laufende Erneuerung der Fruchtruten, beginnend im vierten bis sechsten Standjahr. Im größeren Anbau stehen die Sträucher 1,5 bis 2 m in der Reihe bei 3 m Reihenabstand, was maschinelles Abernten erlaubt.
Vermehrung
Am zuverlässigsten vermehrt man die Apfelbeere über ihre Ausläufer: Die Art treibt aus den Wurzeln neue Sprosse, die sich in der Ruhezeit mitsamt Wurzelwerk abstechen und unmittelbar an den endgültigen Platz setzen lassen. Ebenso gut gelingen Stecklinge, denn halbreife, noch grüne Triebe bewurzeln sich im Sommer bereitwillig; ausgereifte Steckhölzer im Winter funktionieren ebenfalls. Absenker sind eine weitere einfache Möglichkeit. Eine Aussaat ist machbar, für den Garten aber selten sinnvoll, weil Sämlinge uneinheitlich ausfallen und die Samen einen Kältereiz zum Keimen brauchen: Sät man frisch geerntetes Saatgut gleich ins Freiland, übernehmen Herbst und Winter diese Aufgabe von selbst. Für einen kleinkronigen Hochstamm wird auf Eberesche veredelt.
Wert für Tiere
Die Apfelbeere blüht im Mai mit weißen Doldenrispen, die von rund 29 Wildbienenarten angeflogen werden — Sand-, Schmal- und Mauerbienen ebenso wie Wiesenhummeln —, wobei Nektar- und Pollenwert eher mäßig ausfallen und keine Art auf sie spezialisiert ist. Als nordamerikanischer Neophyt hat sie in Mitteleuropa nur wenige Raupen an sich gebunden. Deutlich größer ist ihr Wert für Vögel: Die dunklen Früchte hängen bis weit in den Winter hinein und werden dann, wenn das Nahrungsangebot knapp wird, gern angenommen; der dichte, aufrechte Strauch eignet sich zudem gut als Nist- und Anflugplatz. Wer vorrangig Insekten fördern will, ist mit heimischem Wildapfel oder Weißdorn dennoch besser beraten.
Besonderheiten
Besonderheiten: bildet Ausläufer, dürretolerant, bevorzugt feuchten Torfboden; von Nordamerika über Russland nach Europa gekommen; gibt Hybridkreuzung A. x prunifolia mit vielen Sorten: 'Aron', 'Nero', 'Viking', 'Königshof',.. gibt Aussagen bis zu 17kg Früchte pro Busch; pflegeleicht; veredelbar auf Eberesche; Schnittmaßnahmen ab 4.-6. Standjahr;
Herkunft & Lebensraum
Östliches Nordamerika. Die Schwarze Apfelbeere ist im östlichen Nordamerika heimisch und reicht dort von Neufundland westwärts bis Ontario und Minnesota sowie südwärts bis Arkansas, Alabama und Georgia. Um 1900 gelangte sie über die Baumschule Späth aus Deutschland zu Züchtungszwecken nach Russland, wo der ernährungsphysiologische Wert der Früchte erkannt und untersucht wurde; die in Europa verbreiteten Kultursorten gehen wahrscheinlich auf die Kreuzungsarbeiten von Iwan Mitschurin zurück. Nach 1945 entstanden große Plantagen in Sibirien sowie in Ost-, Nord- und Mitteleuropa und in einigen Balkanländern. In den 1950er Jahren erreichte die Art über den Balkan Mitteleuropa, wo sie heute unter anderem in Sachsen und Niederbayern angebaut wird und als Neophyt verwildert vorkommt.
In ihrer nordamerikanischen Heimat wächst die Schwarze Apfelbeere bevorzugt auf feuchten, sauren Böden in Landschaften mit 1.000 bis 2.000 mm Jahresniederschlag, etwa an Moorrändern, in sumpfigen Senken und in lichten Vorwäldern. In Kultur erweist sie sich als deutlich anpassungsfähiger: Sie gedeiht auch auf marginalen sandigen bis lehmigen Böden, auf grundwassernahen Flächen ebenso wie an steinigen Hanglagen, und kommt dort mit frischen bis trockenen Verhältnissen zurecht. Kalkreiche Standorte meidet sie eher, dort fällt die Herbstfärbung rot bis gelb statt weinrot aus. Als Lichtgehölz braucht sie Sonne bis Halbschatten; Wind und Salz im Boden machen ihr wenig aus.
Häufige Fragen
Schwarze Apfelbeere: Wie groß wird die Pflanze?
Schwarze Apfelbeere (Aronia melanocarpa) wächst als Strauch und erreicht ausgewachsen etwa 2,2 m Höhe bei rund 2 m Breite. Das Wachstum ist schnell.
Schwarze Apfelbeere: Welchen Standort braucht die Pflanze?
Schwarze Apfelbeere verträgt Halbschatten. Als Boden eignet sich Sand, Schluff, Lehm. Die Bodenfeuchte sollte im Bereich trocken – sehr feucht liegen. Der pH-Wert darf zwischen 5 und 8 liegen.
Schwarze Apfelbeere: Ist die Pflanze winterhart?
Schwarze Apfelbeere ist für die Winterhärte Zone 4–8 angegeben und übersteht dort normale Winter im Freien.
Schwarze Apfelbeere: Wächst die Pflanze in Deutschland?
Schwarze Apfelbeere ist bis Zone 4 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.
Schwarze Apfelbeere: Wann ist die Blütezeit?
Die Blüte liegt in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im Mai.
Schwarze Apfelbeere: Wann kann man ernten?
Die Früchte reifen in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im August.
Schwarze Apfelbeere: Ab wann trägt die Pflanze und wie viel?
Schwarze Apfelbeere trägt erstmals nach 3 Jahren. Eine ausgewachsene Pflanze liefert bis zu 8 kg im Jahr, im Anbau bis 15 t pro Hektar. Die Ertragsphase dauert etwa 10 Jahre, bei einer Lebensdauer von rund 30 Jahren. Die Werte gelten für gute Standorte; Sorte, Boden und Klima verschieben sie deutlich.
Schwarze Apfelbeere: Ist die Pflanze giftig?
Für Schwarze Apfelbeere ist keine Giftigkeit vermerkt. Verlass dich bei Wildpflanzen trotzdem nie allein auf eine Datenbank, sondern nur auf eine sichere Bestimmung.
Schwarze Apfelbeere: Wozu lässt sich die Pflanze nutzen?
Bewertet auf einer Skala bis 10: Essbar 7/10, Heilkunde 8/10, Sonstige Nutzung 3/10.
Welche Sorten von Schwarze Apfelbeere gibt es?
Im Permaplans-Sortenfinder sind 3 Sorten von Schwarze Apfelbeere hinterlegt, darunter Hugin, Nero, Viking. Jede Sorte hat eine eigene Seite mit Geschmack, Reifezeit, Resistenzen und Abstammung.
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