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Haselnuss – Corylus avellana

Haselnuss

Corylus avellana
für Wünsche, Glück & Fruchtbarkeit
Essbarkeit7Heilwirkung4Sonstiger Nutzen9
Strauch6×6 mZone 4–8Vollschatten🍎 Essbar

Wächst das bei mir?

Haselnuss ist bis Zone 4 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.

Oder gleich hier für deinen Standort prüfen:

Winterhärte nach USDA-Zone, Sommerwärme nach Wärmesumme – dieselben Werte, mit denen die App und der Pflanzenfinder rechnen.

Steckbrief

Familie
Betulaceae
Wuchsform
Strauch
Wuchshöhe
6 m
Kronenbreite
6 m
Wachstum
schnell
Lebensdauer
80 Jahre
Erster Ertrag
nach 4 Jahren
Vollertrag
nach 12 Jahren
Ertrag pro Pflanze
bis 10 kg im Jahr
Ertrag im Anbau
bis 1,5 t/ha
Energieertrag
850 kcal pro m² und Jahr
Winterhärte
Zone 4–8
Schattentoleranz
Vollschatten
Boden
Sand, Schluff, Lehm
Bodenfeuchte
halbfeucht – sehr feucht
pH-Wert
6 – 7,5
Synonyme
Hasel
heckentauglich

Blüte & Ernte

J F M A M J J A S O N D
Blüte
Fruchternte

Zeiten gelten für die Nordhalbkugel in gemäßigtem Klima und verschieben sich mit Höhenlage und Sorte.

Sorten (29)

29 Sorten von Haselnuss sind im Permaplans-Sortenfinder hinterlegt — jede mit eigener Seite: Geschmack, Reifezeit, Resistenzen, Abstammung und Verwendung.

Nutzung

Essbar7 von 10
Heilkunde4 von 10
Sonstige Nutzung9 von 10

Essbar: Der Kern macht etwa 40 Prozent der Nuss aus und ist mit rund 60 Prozent Fett und 14 Prozent Eiweiß eine der gehaltvollsten heimischen Früchte; dazu kommen 14 Prozent Kohlenhydrate, Kalium, Calcium, Phosphor und Eisen. Geerntet wird je nach Sorte von August bis Oktober, sobald sich die Nüsse aus den Fruchtbechern lösen. Gut getrocknet und ungeschält halten sie sich ein Jahr, unter günstigen Bedingungen drei bis vier. Roh sind sie ein vollwertiges Nahrungsmittel, geröstet gewinnen sie an Aroma; vermahlen ergeben sie Mus und Nougat, aufgeschlämmt eine sämige Pflanzenmilch. In der Backstube gehen sie in Lebkuchen, Makronen und Gebäck. Kalt gepresst liefert der Kern ein hellgelbes, feines Speiseöl für Salate und die kalte Küche.

Sonstige Nutzung: Der Samen enthält bis zu 65 % eines nicht trocknenden Öls, das in Farben, Kosmetika und anderen Produkten verwendet wird. Der ganze Samen kann zum Polieren und Ölen von Holz verwendet werden. Es ist einfach aufzutragen und erzeugt ein schönes Finish. Fein gemahlene Samen werden als Inhaltsstoff von Gesichtsmasken in der Kosmetik verwendet. Pflanzen können als hohe Hecke angebaut werden und sollten unbeschnitten bleiben oder nur leicht beschnitten werden, wenn Saat benötigt wird. Rinde und Blätter sind eine Quelle für Tannine. Das Holz ist weich, leicht zu spalten und wird für Einlegearbeiten, kleine Möbelstücke, Hürden, Flechtarbeiten, Korbwaren, Erbsenstäbchen und mehr verwendet. Die Zweige werden von Wassersuchern als Wünschelruten verwendet. Das Holz ergibt auch hochwertige Holzkohle, die von Künstlern genutzt wird.

Anbau

Wächst am besten an sonnigen bis halbschattigen Standorten auf durchlässigen, humosen Böden mit neutralem bis leicht alkalischem pH-Wert. Verträgt mäßig feuchte Bedingungen, Staunässe sollte vermieden werden. Die Pflanze bildet starke Ausläufer und sollte mit einem Pflanzabstand von etwa 4 bis 6 Metern gesetzt werden, um ausreichend Raum zur Ausbreitung zu bieten. Ein regelmäßiger Schnitt fördert die Bildung kräftiger Triebe und erleichtert die Ernte. Im Winter ist die Hasel gut frosthart und benötigt keinen besonderen Winterschutz. Für eine gute Bestäubung empfiehlt sich die Pflanzung mehrerer Sorten, da die Hasel meist Fremdbestäubung benötigt. Die Düngung erfolgt am besten mit organischem Material im Frühjahr, um das Wachstum zu unterstützen. Anfällig für: Haselnuss-Gallmilbe (verformte Knospen), Haselnussbohrer (frisst Samen), Echter Mehltau.

Vermehrung

Der einfachste Weg ist die Aussaat: Die Nüsse werden kurz vor der Vollreife geerntet und sofort ausgesät, damit sie nicht austrocknen; sie keimen im folgenden Frühjahr. Sämlinge fallen allerdings nicht sortenecht und taugen eher für Hecke und Windschutz als für die Nussernte. Fruchtsorten vermehrt man vegetativ. Für einzelne Pflanzen genügt es, im Winter bewurzelte Wurzelausläufer abzustechen. Üblich sind Absenken und Anhäufeln: Die Triebe werden niedergelegt oder der Stockausschlag angehäufelt und die bewurzelten Abrisse nach ein bis zwei Jahren abgetrennt. So gewonnene Pflanzen neigen lebenslang zu Wurzelbrut, die entfernt werden muss. Veredelt wird im Winter unter Glas, gern auf Baumhasel, deren Unterlage keinen Durchtrieb bildet. Stecklinge bewurzeln nur unter Profibedingungen.

Wert für Tiere

Die Hasel bietet zahlreichen Insekten Nahrung, darunter Pollen und Blätter für verschiedene Schmetterlingsraupen und Zikadenarten. Ihre Nüsse dienen als wichtige Nahrungsquelle für Kleinsäuger wie Eichhörnchen und verschiedene Vogelarten wie Kleiber und Häher, die zugleich zur Verbreitung der Samen beitragen. Die Pflanze bietet Vögeln und anderen Tieren Deckung und Nistmöglichkeiten. Die Blütezeit im Februar und März macht sie zu einem frühen Pollenlieferanten für Bienen.

Besonderheiten

Besonderheiten: +windtolerant. Es fruchten nur die 1-jährigen, schwachen Triebe. Blüten vertragen Fröste bis –8 °C. Erträge (s.o.) liefern vor allem veredelte Varianten, oft Hybride mit oder insbesondere Corylus maxima (Lambertshasel) in Sonne! Werden auch auf Baumhasel veredelt → kein Stockauschlag; Sagen+Zauberumwobener Waldbildner & Naturverbinder;

Herkunft & Lebensraum

Europa, Kleinasien und Kaukasus. Die Hasel besiedelt den Kontinent von Mittelnorwegen und Südschweden bis zur Iberischen Halbinsel und Sizilien, ostwärts über die Türkei und den Kaukasus bis Nordiran; im nordafrikanischen Atlas gibt es versprengte Vorkommen. Sie war einer der ersten Sträucher, die nach der letzten Eiszeit nach Mitteleuropa zurückkehrten, und prägte die nacheiszeitliche Vegetation so stark, dass eine ganze Pollenzone nach ihr benannt ist. In den Alpen steigt sie bis etwa 1500 Meter. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie flächendeckend verbreitet und gehört zu den häufigsten Gehölzen in Feldhecken, an Waldrändern und in Auwäldern.

Die Hasel wächst bevorzugt in ozeanischem und subozeanischem Klima in sommerwarmen Lagen: in lichten Wäldern, an Waldrändern und in Feldhecken. Sie ist eine Lichtpflanze, verträgt aber mäßigen Schatten, und ist nach Ellenberg gegenüber Feuchte, Bodenreaktion und Stickstoff indifferent — daher ihre große Standortbreite. Ihr Optimum liegt auf feuchten, gut durchlüfteten, warmen Böden mit hohem Humusgehalt und neutraler bis alkalischer Reaktion; auf nährstoffarmen Sanden und auf sauren, vernässten Standorten gedeiht sie nicht. Pflanzensoziologisch tritt sie in Mitteleuropa vor allem in Eichen-Hainbuchenwäldern und Auenwäldern auf, ihr eigentliches Optimum hat sie in älteren Schlehengebüschen auf potentiellen Buchenwaldstandorten. Auf offenem Blockschutt bildet sie eigene Hasel-Buschwälder.

⚠️ Gefahren

Allergische Reaktionen auf Haselnüsse sind möglich, insbesondere bei Personen mit Nussallergien.

Diese Angabe ersetzt keine fachkundige Bestimmung. Im Zweifel nichts essen.

Häufige Fragen

Haselnuss: Wie groß wird die Pflanze?

Haselnuss (Corylus avellana) wächst als Strauch und erreicht ausgewachsen etwa 6 m Höhe bei rund 6 m Breite. Das Wachstum ist schnell.

Haselnuss: Welchen Standort braucht die Pflanze?

Haselnuss verträgt Vollschatten. Als Boden eignet sich Sand, Schluff, Lehm. Die Bodenfeuchte sollte im Bereich halbfeucht – sehr feucht liegen. Der pH-Wert darf zwischen 6 und 7,5 liegen.

Haselnuss: Ist die Pflanze winterhart?

Haselnuss ist für die Winterhärte Zone 4–8 angegeben und übersteht dort normale Winter im Freien.

Haselnuss: Wächst die Pflanze in Deutschland?

Haselnuss ist bis Zone 4 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.

Haselnuss: Wann ist die Blütezeit?

Die Blüte liegt in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im März.

Haselnuss: Wann kann man ernten?

Die Früchte reifen in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im Oktober.

Haselnuss: Ab wann trägt die Pflanze und wie viel?

Haselnuss trägt erstmals nach 4 Jahren. Den Vollertrag erreicht sie nach 12 Jahren. Eine ausgewachsene Pflanze liefert bis zu 10 kg im Jahr, im Anbau bis 1,5 t pro Hektar. Die Werte gelten für gute Standorte; Sorte, Boden und Klima verschieben sie deutlich.

Haselnuss: Ist die Pflanze giftig?

Für Haselnuss ist keine Giftigkeit vermerkt. Verlass dich bei Wildpflanzen trotzdem nie allein auf eine Datenbank, sondern nur auf eine sichere Bestimmung.

Haselnuss: Wozu lässt sich die Pflanze nutzen?

Bewertet auf einer Skala bis 10: Essbar 7/10, Heilkunde 4/10, Sonstige Nutzung 9/10.

Welche Sorten von Haselnuss gibt es?

Im Permaplans-Sortenfinder sind 29 Sorten von Haselnuss hinterlegt, darunter Barcelona, Bergers Zellernuss, Butler, Corabel, Cosford, Daviana, Emoa 1, Englische Zeller, Ennis, Fuscorubra, Gubener Zellernuss, Gunslebert und 17 weitere. Jede Sorte hat eine eigene Seite mit Geschmack, Reifezeit, Resistenzen und Abstammung.

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