Italienische Erle
Steckbrief
- Familie
- Betulaceae
- Wuchsform
- Baum
- Wuchshöhe
- 25 m
- Kronenbreite
- 8 m
- Wachstum
- sehr schnell
- Lebensdauer
- 100 Jahre
- Erster Ertrag
- nach 6 Jahren
- Winterhärte
- Zone 6–9
- Schattentoleranz
- Halbschatten
- Boden
- Schluff, Lehm, Ton
- Bodenfeuchte
- trocken – am Wasser
- pH-Wert
- 5,6 – 7,6
- Synonyme
- A. cordifolia.
Nutzung
Sonstige Nutzung: Als hervorragender Windschutz in Küstenregionen wächst die Erle recht schnell und etabliert sich auch an sehr windigen Standorten gut. Fünf Jahre alte, aus Samen gezogene Bäume haben an einem exponierten Standort in Cornwall eine Höhe von vier Metern erreicht und zeigen keinerlei Anzeichen von Windverformung. Die Erle eignet sich hervorragend als Pionierbaumart zur Wiederaufforstung von Brachflächen, schwierigen Standorten usw. Durch ihr schnelles Wachstum schafft sie rasch geschützte Bereiche, in denen sich später weitere, dauerhaftere Baumarten ansiedeln können. Bakterien an den Wurzeln binden zudem Stickstoff aus der Luft. Dies ermöglicht der Erle nicht nur ein gutes Wachstum auf nährstoffarmen Böden, sondern stellt auch anderen Pflanzen in der Nähe Stickstoff zur Verfügung. Erlen besitzen außerdem eine dichte Laubkrone, deren Laub im Herbst zur Humusbildung im Boden beiträgt. Erlensämlinge können sich im Schatten nicht gut durchsetzen und sterben daher mit der Etablierung anderer Baumarten allmählich ab.
Anbau
Gedeiht auf kargen und eher trockenen Böden, sogar auf Kalkböden, bevorzugt aber die Nähe zu Wasser. Bevorzugt schwere Böden und feuchte Standorte. Wächst gut auf schweren Lehmböden. Verträgt sehr unfruchtbare Standorte. Diese Art lebt in Symbiose mit bestimmten Bodenmikroorganismen. Diese bilden Knöllchen an den Wurzeln der Pflanzen und binden atmosphärischen Stickstoff. Ein Teil dieses Stickstoffs wird von der wachsenden Pflanze genutzt, ein anderer Teil steht benachbarten Pflanzen zur Verfügung. Dieser sehr dekorative Baum wächst sehr schnell und erreicht in einem exponierten Küstenstandort in Rosewarne in Nord-Cornwall innerhalb von 20 Jahren eine Höhe von 12 Metern. Er ist sehr tolerant gegenüber salzhaltigen Winden und etabliert sich schnell an exponierten Standorten. Laut „World Economic Plants“ ist der korrekte Autor dieser Art (Loisel.)Loisel und nicht Desf., wie wir hier angegeben haben. Da jedoch alle unsere anderen Quellen Desf. zitieren, haben wir uns entschieden, dies zum jetzigen Zeitpunkt (1999) nicht zu ändern.
Vermehrung
Samen – am besten im Frühbeet aussäen, sobald sie reif sind, und nur leicht mit Erde bedecken. Im Frühjahr ausgesäte Samen keimen ebenfalls gut, solange sie nicht bedeckt werden. Die Keimung erfolgt im Frühjahr mit steigenden Temperaturen. Sobald die Sämlinge groß genug sind, werden sie in einzelne Töpfe pikiert. Bei ausreichendem Wachstum können sie im Sommer an ihren endgültigen Standort gepflanzt werden. Andernfalls bleiben sie in Töpfen im Freien und werden im Frühjahr ausgepflanzt. Wenn Sie genügend Samen haben, können Sie diese im Frühjahr dünn in ein Freilandbeet aussäen. Die Sämlinge können entweder im Herbst/Winter an ihren endgültigen Standort gepflanzt oder im Beet noch eine weitere Saison weiterwachsen gelassen werden. Stecklinge von ausgewachsenem Holz, die im Herbst nach dem Laubfall im Freien in sandigen Boden geschnitten werden, eignen sich ebenfalls zur Vermehrung.
Herkunft & Lebensraum
Wächst natürlich in Gebirgsregionen mit mediterranem Klima, vor allem an Flussufern und feuchten Hängen. Bevorzugt tiefgründige, mäßig trockene bis feuchte Böden mit neutralem bis leicht saurem pH-Wert. Kommt in lichten Laubwäldern und an Waldrändern vor, oft in Höhenlagen bis etwa 1000 Meter.
⚠️ Gefahren
Giftigkeit: leicht giftig
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