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Atlas-Zeder

Cedrus atlantica
Riese der Berge, grüner Himmelsturm
Heilwirkung5Sonstiger Nutzen5
Baum30×8 mZone 6–9leichter Schatten

Wächst das bei mir?

Atlas-Zeder ist bis Zone 6 winterhart. Das reicht für fast alle Lagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz; nur in rauen Höhenlagen (Alpen, Mittelgebirgskämme) ist Winterschutz sinnvoll.

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Winterhärte nach USDA-Zone, Sommerwärme nach Wärmesumme – dieselben Werte, mit denen die App und der Pflanzenfinder rechnen.

Steckbrief

Familie
Pinaceae
Wuchsform
Baum
Wuchshöhe
30 m
Kronenbreite
8 m
Wachstum
langsam
Lebensdauer
250 Jahre
Erster Ertrag
nach 25 Jahren
Winterhärte
Zone 6–9
Schattentoleranz
leichter Schatten
Boden
Sand, Schluff, Lehm
Bodenfeuchte
trocken – sehr feucht
pH-Wert
6 – 7,5
Synonyme
Atlaszeder
immergründuftend

Nutzung

Heilkunde5 von 10
Sonstige Nutzung5 von 10

Heilkunde: Ein ätherisches Öl, das aus den destillierten Zweigen gewonnen wird, ist ein gutes Antiseptikum und Fungizid, das das Kreislauf- und Atmungssystem stimuliert und auch die Nerven beruhigt. Das Öl ist auch adstringierend, harntreibend, schleimlösend und beruhigend. Verdünnt mit einem Trägeröl wie Mandelöl und in die Haut einmassiert, wird es zur Behandlung von Hautkrankheiten, Geschwüren, Brustinfektionen, Katarrh, Blasenentzündung und Schuppen verwendet. Es wird als Inhalationsmittel zur Behandlung von Bronchitis, Tuberkulose und nervöser Spannung verwendet. Ein Aufguss der Zweige kann ebenfalls verwendet werden.

Sonstige Nutzung: Ätherisches Öl aus destillierten Zweigen wird in der Parfümerie verwendet, insbesondere in Jasmin-duftenden Seifen. Es wirkt auch als Insektenschutzmittel. Pflanzen können als hohe Hecke angebaut werden. Holz - duftend und langlebig. Es wird für Tischlerei und Furnier geschätzt und wird auch im Bau verwendet. Es wird auch für die Herstellung von insektenabweisenden Artikeln zur Aufbewahrung von Textilien verwendet. Ätherisches Öl wird in der Parfümerie und als Insektenschutzmittel verwendet. Die Pflanzen können als hohe Hecke angebaut werden und das Holz ist duftend und langlebig. Es wird in der Tischlerei, beim Bau und zur Herstellung von insektenabweisenden Artikeln für die Aufbewahrung von Textilien geschätzt.

Anbau

Standortwahl: Die Atlas-Zeder wird in Mitteleuropa 25 bis 40 Meter hoch und im Alter ebenso breit, mit waagerecht abstehenden, schirmartig geschichteten Ästen. Das ist ein Baum für Parks, Alleen und große Grundstücke, nicht für den Hausgarten, und er braucht diesen Platz von Anfang an, weil er Bedrängung durch Nachbarbäume mit einseitiger Krone quittiert. Sie ist ausgesprochen hitze- und trockenheitstolerant und gilt deshalb als Hoffnungsträgerin für den Klimawandel, in Bayern und Baden-Württemberg laufen dazu Anbauversuche. Staunässe verträgt sie dagegen nicht, und auf schweren, verdichteten Böden bleibt sie kümmerlich. Als immergrüner Nadelbaum wirft sie ganzjährig tiefen Schatten, unter dem kaum etwas wächst. Pflege: In den ersten drei bis fünf Jahren ist sie deutlich frostempfindlicher als später und braucht in rauen Lagen Winterschutz am Stammfuß; die blaunadelige Form 'Glauca' gilt als die winterhärteste. Anfangs verankern, denn junge Zedern sind kopflastig. Geschnitten wird praktisch nicht: Wie alle Zedern treibt sie aus altem, nadellosem Holz nicht wieder aus, ein Rückschnitt hinterlässt dauerhafte Löcher. Der Leittrieb muss einer bleiben, Zwiesel früh entfernen. Die weit ausladenden waagerechten Äste sind schneebruchgefährdet, nach Nassschnee kontrollieren. Bei anhaltendem Klimastress reagiert sie mit Harzfluss und vorzeitigem Nadelfall, was in ihrem Heimatareal bereits großflächig dokumentiert ist.

Vermehrung

Die Atlas-Zeder wird aus Samen gezogen. Die aufrecht stehenden, tonnenförmigen Zapfen brauchen zwei bis drei Jahre bis zur Reife und zerfallen dann am Baum, statt als Ganzes abzufallen, so dass die geflügelten Samen einzeln herausrieseln; geerntet wird deshalb kurz vor dem Zerfall. Die Samen sind harzreich und verlieren schnell an Keimkraft, sie sollten im selben Winter ausgesät werden. Eine Kaltstratifikation von etwa drei bis vier Wochen im feuchten Sand genügt, danach keimen sie zügig und ohne Umstände. Die Sämlinge sind empfindlich gegen Umfallkrankheit und brauchen ein durchlässiges, mageres Substrat. Blühfähig wird der Baum erst mit 25 bis 30 Jahren. Gartenformen wie 'Glauca' und die Hängeform 'Glauca Pendula' fallen aus Samen nicht sortenecht und werden auf Sämlingsunterlagen veredelt.

Wert für Tiere

Die Atlas-Zeder ist windblütig und liefert weder Nektar noch eine nennenswerte Bienentracht; ungewöhnlich ist, dass sie im Herbst blüht, während die meisten Nadelbäume im Frühjahr stäuben. Spezialisierte Insekten hat sie in Mitteleuropa als Fremdart nicht. Ihr Wert liegt in der Struktur: Als immergrüner Großbaum mit dichten, waagerechten Astetagen bietet sie ganzjährig Deckung, Windschutz und Sitzwarten und trägt Nester in einer Zeit, in der Laubbäume kahl stehen; Ringeltauben, Krähen und Greifvögel nutzen solche Kronen regelmäßig. Die harzreichen Samen werden von Kernbeißern und Meisen aufgenommen. In ihrem Heimatareal im marokkanischen Mittleren Atlas bilden die Zedernwälder den wichtigsten Lebensraum des Berberaffen. Als Blütenangebot ist sie wertlos, als Struktur und Winterquartier ist sie es nicht.

Besonderheiten

Besonderheiten: Blüht im Herbst statt im Frühjahr, ungewöhnlich für Nadelbäume; Zapfen stehen aufrecht wie Tönnchen und zerfallen am Baum, statt abzufallen; blühfähig erst mit 25-30 Jahren; Zedernholzöl aus Zweigen für Parfümerie; im Mittleren Atlas Lebensraum des Berberaffen; 2013 auf die Rote Liste gesetzt; in Bayern+BW als Klimawandel-Alternativbaumart im Anbauversuch; bis 40m/Ø2m.

Herkunft & Lebensraum

Nordafrika: Marokko und Algerien. Die Atlas-Zeder ist auf die Hochgebirge des nordwestlichen Afrika beschränkt: auf den Mittleren und Hohen Atlas sowie das Rif-Gebirge in Marokko und auf den Tell-Atlas und die Aurès in Algerien. Sie wächst dort in Höhen zwischen etwa 1000 und 2200 Metern, mit dem Schwerpunkt zwischen 1400 und 1800 Metern. Ihr Gesamtareal umfasst nur noch wenige hunderttausend Hektar und schrumpft weiter; seit 2013 steht die Art auf der Roten Liste. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird sie in Südeuropa angebaut und ist heute in ganz Mittel- und Westeuropa als Park- und Alleebaum gepflanzt; in Bayern und Baden-Württemberg laufen forstliche Anbauversuche.

Die Atlas-Zeder bildet in den Hochlagen des Atlas lichte Bergwälder, teils als Reinbestand, teils gemischt mit der Numidischen Tanne, Kiefernarten und Steineiche. Das Klima dort ist mediterran-montan geprägt: nasse, kalte Winter mit Schnee und heiße, regenlose Sommer, bei Jahresniederschlägen zwischen 800 und 1500 Millimetern. An den Boden stellt sie geringe Ansprüche und wächst auf Kalk wie auf Silikat, solange der Untergrund tiefgründig genug ist und kein Wasser staut; entscheidend ist eher, dass ihre Wurzeln Klüfte finden, in denen Feuchte gespeichert bleibt. Durch Überweidung, Holznutzung und zunehmende Sommertrockenheit gehen die Bestände zurück, dokumentiert sind großflächiger Harzfluss und vorzeitiger Nadelfall.

Häufige Fragen

Atlas-Zeder: Wie groß wird die Pflanze?

Atlas-Zeder (Cedrus atlantica) wächst als Baum und erreicht ausgewachsen etwa 30 m Höhe bei rund 8 m Breite. Das Wachstum ist langsam.

Atlas-Zeder: Welchen Standort braucht die Pflanze?

Atlas-Zeder verträgt leichter Schatten. Als Boden eignet sich Sand, Schluff, Lehm. Die Bodenfeuchte sollte im Bereich trocken – sehr feucht liegen. Der pH-Wert darf zwischen 6 und 7,5 liegen.

Atlas-Zeder: Ist die Pflanze winterhart?

Atlas-Zeder ist für die Winterhärte Zone 6–9 angegeben und übersteht dort normale Winter im Freien.

Atlas-Zeder: Wächst die Pflanze in Deutschland?

Atlas-Zeder ist bis Zone 6 winterhart. Das reicht für fast alle Lagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz; nur in rauen Höhenlagen (Alpen, Mittelgebirgskämme) ist Winterschutz sinnvoll.

Atlas-Zeder: Ist die Pflanze giftig?

Für Atlas-Zeder ist keine Giftigkeit vermerkt. Verlass dich bei Wildpflanzen trotzdem nie allein auf eine Datenbank, sondern nur auf eine sichere Bestimmung.

Atlas-Zeder: Wozu lässt sich die Pflanze nutzen?

Bewertet auf einer Skala bis 10: Heilkunde 5/10, Sonstige Nutzung 5/10.

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