Weißtanne
Steckbrief
- Familie
- Pinaceae
- Wuchsform
- Baum
- Wuchshöhe
- 50 m
- Kronenbreite
- 14 m
- Wachstum
- sehr schnell
- Lebensdauer
- 600 Jahre
- Erster Ertrag
- nach 30 Jahren
- Winterhärte
- Zone 5–8
- Schattentoleranz
- Vollschatten
- Boden
- Sand, Schluff, Lehm, Ton
- Bodenfeuchte
- halbfeucht – sehr nass
- pH-Wert
- 4 – 5,5
- Synonyme
- Tanne
Blüte & Ernte
| J | F | M | A | M | J | J | A | S | O | N | D | |
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| Blüte | ||||||||||||
| Fruchternte |
Nutzung
Essbar: Innere Rinde wird gekocht und anschließend getrocknet. Danach wird sie zu einem Pulver gemahlen und als Verdickungsmittel in Suppen oder beim Brotbacken mit Getreide vermischt.
Heilkunde: Die Knospen sind antibiotisch, antiseptisch und balsamisch. Die Rinde ist antiseptisch und adstringierend. Es kann ganzjährig nach Bedarf geerntet werden. Die Blätter sind schleimlösend und ein Beruhigungsmittel für die Bronchien. Sie werden am besten im Frühjahr geerntet und können für die spätere Verwendung getrocknet werden. Das Harz ist antiseptisch, balsamisch, harntreibend, eupeptisch, schleimlösend, vasokonstriktorisch und wundheilend. Sowohl die Blätter als auch das Harz sind häufige Bestandteile von Heilmitteln gegen Erkältungen und Husten, die entweder innerlich eingenommen oder als Inhalationsmittel verwendet werden. Die Blätter und/oder das Harz werden in der Volksmedizin zur Behandlung von Bronchitis, Blasenentzündung, Fluor, Geschwüren und Blähungskoliken eingesetzt. Das Harz wird auch äußerlich in Badeextrakten, Massageölen usw. zur Behandlung von rheumatischen Schmerzen und Neuralgien verwendet. Terpentinöl, das aus dem Stamm des Baumes gewonnen wird, wird gelegentlich anstelle der Blätter oder des Harzes verwendet. Das Öl ist auch rötend und kann äußerlich bei der Behandlung von Neuralgie angewendet werden.
Sonstige Nutzung: Aus blasenartigen Verdickungen in der Rinde wird ein Oleoharz gewonnen. Dieses Harz wird im Sommer geerntet und frisch, getrocknet oder destilliert verwendet. Es wird in der Parfümerie, Medizin und zum Abdichten von Schiffen eingesetzt. Bekannt ist es auch als „Straßburger Terpentin“. Terpentinöl ist ein wichtiges Lösungsmittel in der Lackindustrie. Der Rückstand, bekannt als „Kolophoniumöl“, wird zur Herstellung von Lacken, Farben und Ruß verwendet. Das Harz wird im Frühjahr von etwa 60-80 Jahre alten Bäumen abgezapft und für die Öldestillation genutzt. Aus den Blättern wird ein ätherisches Öl gewonnen, das als Desinfektionsmittel sowie in der Medizin und Parfümerie Verwendung findet. Es ist eine häufige Zutat in Badeprodukten und verleiht diesen ihren charakteristischen Pinienduft. Die Rinde ist eine Quelle für Tannine. Das Holz dieses Baumes ist leicht, weich, strapazierfähig und elastisch. Es wird aufgrund seiner Leichtigkeit für Konstruktionen, Möbel, Kisten, Zellstoff und vieles mehr verwendet.
Anbau
Die WeißTanne bevorzugt einen feuchten, aber nicht wassergesättigten Boden und toleriert die meisten Bodenarten außer unfruchtbaren Sand- und Torfböden. Er gedeiht gut in schweren Lehmböden und bevorzugt einen leicht sauren Boden mit einem pH-Wert von etwa 5. Die Pflanze ist sehr schattenverträglich und wird oft zur Unterpflanzung in Wäldern verwendet, wobei das Wachstum in dichtem Schatten langsamer ist. Windige Standorte werden nicht vertragen. Die Silber-Tanne ist sehr winterhart, aber im Frühling, wenn sie austreibt, ist sie anfällig für Spätfrost und Blattläuse. Die Pflanze ist anfällig für Blattlaus-Befall und Pilzinfektionen. Sie wächst langsam in den ersten Jahren, beschleunigt dann aber ab etwa 6 Jahren und kann bis zu einem Meter pro Jahr an Höhe zunehmen. Die beste Wuchsbedingungen für die Silber-Tanne sind feuchte Täler in Schottland und Südwestengland. Die Pflanze gedeiht auch in Ostanglien. Sie wird in Nord- und Westeuropa als Nutzholzbaum angebaut und häufig als Weihnachtsbaum verwendet. Die Silber-Tanne ist besonders widerstandsfähig gegenüber Wurzelfäule. Es wird empfohlen, die Bäume in ihren endgültigen Positionen zu pflanzen, wenn sie noch recht klein sind, vorzugsweise zwischen 30 und 90 cm Höhe. Größere Bäume werden stark zurückgeschnitten und wachsen in den folgenden Jahren kaum. Die Pflanzen können auch aus dem Stock heraus wieder austreiben. Die Silber-Tanne kann mit anderen Arten dieser Gattung frei hybridisieren. Die Sorte 'Pendula' wurde früher weit verbreitet für Zier-, Schutz- und Nutzzwecke gepflanzt, ist aber aufgrund von Schäden durch die Nordmann-Tannenlaus heute selten geworden. Es wird nach widerstandsfähigen Herkünften geforscht.
Besonderheiten
Besonderheiten: mag kühl-feuchtes spätfrostgeschütztes Klima+anfangs langsam im Schatten wachsen; Später dann schnelles Wachstum; Wurzelt 10m tief; Nach 60 Jahren Beginn der HarzErnte. Sehr beliebt bei Schalenwild! empfindlich gegenüber Luftverschmutzung; Honigtau für Bienen; ~1,6% am deutschen Wald; 1400KWh/rm; 4,4KWh/kg
Herkunft & Lebensraum
Süd-Mitte Europa
Bergwälder 1000 – 1600 m
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