Permaplans
English
Alle Pflanzen

Kaki

Diospyros kaki
Essbarkeit9Heilwirkung6Sonstiger Nutzen3
Baum12×7 mZone 8–10leichter Schatten🍎 Essbar

Wächst das bei mir?

Kaki ist nur bis Zone 8 winterhart und gedeiht dauerhaft im Freien nur in den mildesten Lagen – Weinbauklima, Ober- und Niederrhein, Küsten, Bodensee, Tessin. Sonst als Kübelpflanze mit geschützter Überwinterung. Zusätzlich braucht sie warme Sommer, wie sie hierzulande nur im Weinbauklima, in Stadtlagen oder an geschützten Südwänden zusammenkommen.

Oder gleich hier für deinen Standort prüfen:

Winterhärte nach USDA-Zone, Sommerwärme nach Wärmesumme – dieselben Werte, mit denen die App und der Pflanzenfinder rechnen.

Steckbrief

Familie
Ebenaceae
Wuchsform
Baum
Wuchshöhe
12 m
Kronenbreite
7 m
Wachstum
langsam
Lebensdauer
80 Jahre
Erster Ertrag
nach 6 Jahren
Vollertrag
nach 25–50 Jahren
Ertragsjahre
300–600 Jahre
Winterhärte
Zone 8–10
Schattentoleranz
leichter Schatten
Boden
Sand, Schluff, Lehm
Bodenfeuchte
trocken – sehr feucht
pH-Wert
5,6 – 7,6

Blüte & Ernte

J F M A M J J A S O N D
Blüte
Fruchternte

Zeiten gelten für die Nordhalbkugel in gemäßigtem Klima und verschieben sich mit Höhenlage und Sorte.

Sorten (22)

22 Sorten von Kaki sind im Permaplans-Sortenfinder hinterlegt — jede mit eigener Seite: Geschmack, Reifezeit, Resistenzen, Abstammung und Verwendung.

Nutzung

Essbar9 von 10
Heilkunde6 von 10
Sonstige Nutzung3 von 10

Essbar: Die runde bis ovale, orange Frucht kann bis zu 500 Gramm schwer werden und schmeckt süß und fruchtig, wobei sich der Geschmack schwer mit anderem Obst vergleichen lässt. Entscheidend ist der Reifegrad: Unreife Früchte enthalten reichlich Gerbstoffe und schmecken pelzig-herb, erst mit voller Reife verschwindet dieser Eindruck. Klassische Kakisorten werden deshalb erst verzehrt, wenn das Fleisch gallertartig weich ist; die als Sharonfrucht gehandelten Auslesen sind gerbstoffarm und lassen sich bereits fest wie ein Apfel essen. Nachreifen gelingt bei Zimmertemperatur, beschleunigt durch Äpfel in derselben Schale. Verwendet werden die Früchte frisch, als Püree in Desserts und Backwaren, getrocknet nach ostasiatischer Art sowie zu Marmelade verarbeitet. Die meisten Handelsfrüchte sind kernlos.

Sonstige Nutzung: Die Kaki gehört zu den Ebenholzgewächsen, und das merkt man am Holz: hart, schwer und zäh, gut zu drechseln und lange als Material für Werkzeuggriffe, Intarsien und Golfschlägerköpfe geschätzt. In Japan hat der Baum darüber hinaus eine eigene Nutzungslinie hervorgebracht: Aus dem Saft unreifer, extrem gerbstoffreicher Früchte wird Kakishibu gewonnen, eine fermentierte Flüssigkeit, mit der traditionell Holz, Papier, Fischernetze und Textilien imprägniert und braun gefärbt werden — das Ergebnis ist wasserabweisend und haltbar. Für den mitteleuropäischen Garten zählt vor allem der Zierwert: Nach dem Laubfall steht der Baum wochenlang mit orangeroten Früchten am kahlen Holz, dazu kommt eine kräftige Herbstfärbung.

Anbau

Die Kaki ist in Mitteleuropa eine Grenzkultur. Sie ist deutlich frostempfindlich und friert in kalten Wintern so weit zurück, dass sie im Folgejahr keine Früchte ansetzt — nur in besonders warmen Lagen bleibt genug Holz erhalten. Hierzulande erreicht sie kaum zwei Meter, während sie in ihrer Heimat zehn Meter hoch wird. Die Früchte reifen nur nach langen, warmen Sommern vollständig aus. Sie braucht einen vollsonnigen, wind- und strahlungsgeschützten Platz; im Winter ist zusätzlicher Schutz vor Wintersonne und kaltem Wind angebracht. In den meisten Regionen ist die Kübelkultur mit frostfreier Überwinterung der sicherere Weg, zumal die Züchtung an kälteresistenteren Sorten arbeitet. Eine Bestäubung ist nicht nötig: Die Art neigt zur Jungfernfrüchtigkeit und setzt auch ohne Befruchtung kernlose Früchte an. Ausläufer treten bei der Art selbst nur vereinzelt und dicht am Stamm auf; treibt es weiter entfernt aus dem Boden, stammt der Trieb in aller Regel von der Unterlage und sollte entfernt werden.

Vermehrung

Kakis lassen sich aus den Kernen ziehen, sofern gekaufte Früchte welche enthalten — die meisten Handelsfrüchte sind allerdings kernlos. Die Samen keimen nach einer Kaltphase, die Sämlinge fallen jedoch nicht sortenecht und brauchen viele Jahre bis zum ersten Fruchtansatz, weshalb sie in der Praxis vor allem als Unterlage dienen. Benannte Sorten werden veredelt, üblicherweise durch Pfropfen im späten Winter, wobei auch die verwandte Lotuspflaume als frostfestere Unterlage verwendet wird. Stecklinge bewurzeln schlecht. Für den Hausgarten ist der Kauf einer veredelten Pflanze in einer für das Klima geeigneten Sorte der einzig verlässliche Weg. Welche Unterlage verwendet wird, entscheidet mit darüber, wie stark der Baum später aus der Wurzel austreibt. Die Amerikanische Persimone bildet ausgeprägte Wurzelausläufer und wächst in ihrer Heimat zu ganzen Beständen zusammen; die Lotuspflaume treibt vor allem nach Wurzelverletzungen durch, die Kaki selbst nur gelegentlich und dann nahe am Stamm. Wer keine Ausläufer im Garten haben will, veredelt deshalb auf Sämlinge der eigenen Art und nimmt dafür etwas weniger Frosthärte in Kauf. Für die eigene Anzucht gilt dasselbe in Grün: Saatgut aus Beständen, in denen Lotuspflaume oder Amerikanische Persimone mitblühen, liefert Kreuzungen statt reiner Sämlinge.

Wert für Tiere

Für die mitteleuropäische Tierwelt spielt die Kaki kaum eine Rolle. Ihre gelben, etwa zweieinhalb Zentimeter großen Blüten werden zwar von Bienen besucht, doch die Art ist auf Bestäubung nicht angewiesen und setzt ihre Früchte jungfernfrüchtig an, sodass Insektenbesuch für den Ertrag ohne Belang bleibt. Als ostasiatische Kulturpflanze hat sie hier keine Raupen an sich gebunden, und in der verbreiteten Kübelkultur entfällt jeder Habitatwert ohnehin. In ihren Anbaugebieten sind die spät reifenden, lange am kahlen Baum hängenden Früchte dagegen eine wichtige Winternahrung für Vögel und Säugetiere — in Ostasien gehört das Bild des fruchtbehangenen, entlaubten Kakibaums samt fressender Vögel zum Spätherbst.

Besonderheiten

Besonderheiten: parthenokarp kernlose Früchte ohne Befruchtersorte und ohne Bestäuber; wirft das Laub ab, während die orangen Früchte hängen Fruchtschmuck bis in den Dezember, hoher Zierwert auch bei unsicherer Ernte; frosthart bis etwa -15°C, abhängig von Alter+Unterlage in Mitteleuropa nur Weinbaulage oder Kübel; hoher Wärmebedarf+später Herbstfrost zur Ausreifung nötig; frosthärtere Sorten wählen, Jungpflanzen die ersten Jahre konsequent schützen; unreife Früchte stark herb (Gerbstoffe) Nachreifen abwarten;

Herkunft & Lebensraum

Ostasien: China, Japan, Korea. In China wird sie seit mehr als zweitausend Jahren kultiviert; von dort gelangte sie nach Japan und Korea, die bis heute neben China die Hauptanbauländer stellen. Nach Europa kam sie im 19. Jahrhundert und fand im Mittelmeerraum günstige Bedingungen — Italien und Spanien sind die größten europäischen Erzeuger. Weitere bedeutende Anbaugebiete liegen in Israel, Brasilien und Kalifornien. In Mitteleuropa ist die Art nicht verbreitet: Sie gedeiht nur in ausgesprochen warmen Lagen, etwa am Oberrhein oder in Weinbauklimaten, und bleibt dort meist deutlich unter ihrer möglichen Größe. Verwildert tritt sie hier nicht auf.

Eine wirkliche Wildpopulation der Kaki ist nicht mehr fassbar — sie wird in China seit über zweitausend Jahren kultiviert, und die Vorkommen in Laubmischwäldern und an Berghängen Zentral- und Ostchinas gelten überwiegend als verwilderte Kulturformen. Das Klima dieser Herkunftsgebiete beschreibt ihre Ansprüche gut: warme, feuchte Sommer, ein langer, milder Herbst, in dem die Früchte ausreifen können, und eine ausgeprägte Winterruhe ohne tiefe Kahlfröste. In Mitteleuropa findet sie solche Bedingungen nur in Weinbaulagen und Stadtklima: geschützt, sonnig, vor kalten Ostwinden abgeschirmt, auf tiefgründigem, durchlässigem Boden ohne Staunässe. Die Holzfrosthärte von etwa minus 15 Grad ist selten das begrenzende Element; häufiger scheitert die Ernte an Frühherbstfrösten, die vor der Reife zuschlagen.

Häufige Fragen

Kaki: Wie groß wird die Pflanze?

Kaki (Diospyros kaki) wächst als Baum und erreicht ausgewachsen etwa 12 m Höhe bei rund 7 m Breite. Das Wachstum ist langsam.

Kaki: Welchen Standort braucht die Pflanze?

Kaki verträgt leichter Schatten. Als Boden eignet sich Sand, Schluff, Lehm. Die Bodenfeuchte sollte im Bereich trocken – sehr feucht liegen. Der pH-Wert darf zwischen 5,6 und 7,6 liegen.

Kaki: Ist die Pflanze winterhart?

Kaki ist für die Winterhärte Zone 8–10 angegeben und übersteht dort normale Winter im Freien.

Kaki: Wächst die Pflanze in Deutschland?

Kaki ist nur bis Zone 8 winterhart und gedeiht dauerhaft im Freien nur in den mildesten Lagen – Weinbauklima, Ober- und Niederrhein, Küsten, Bodensee, Tessin. Sonst als Kübelpflanze mit geschützter Überwinterung. Zusätzlich braucht sie warme Sommer, wie sie hierzulande nur im Weinbauklima, in Stadtlagen oder an geschützten Südwänden zusammenkommen.

Kaki: Wann ist die Blütezeit?

Die Blüte liegt in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel von Mai bis Juni.

Kaki: Wann kann man ernten?

Die Früchte reifen in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im November.

Kaki: Ab wann trägt die Pflanze und wie viel?

Kaki trägt erstmals nach 6 Jahren. Den Vollertrag erreicht sie nach 25–50 Jahren. Die Ertragsphase dauert etwa 300–600 Jahre. Die Werte gelten für gute Standorte; Sorte, Boden und Klima verschieben sie deutlich.

Kaki: Ist die Pflanze giftig?

Für Kaki sind einzelne Pflanzenteile als leicht bedenklich vermerkt — die Pflanze gilt nicht als giftig. Verlass dich bei Wildpflanzen nie allein auf eine Datenbank, sondern nur auf eine sichere Bestimmung.

Kaki: Wozu lässt sich die Pflanze nutzen?

Bewertet auf einer Skala bis 10: Essbar 9/10, Heilkunde 6/10, Sonstige Nutzung 3/10.

Welche Sorten von Kaki gibt es?

Im Permaplans-Sortenfinder sind 22 Sorten von Kaki hinterlegt, darunter Cioccolato, Fuyu, Gift of Sofiyivka, Hachiya, Hana Fuyu, Izu, Jiro, Kaki Tipo, Kasandra, Lotuspflaume | Diospyros lotus, Maekawa Jiro, Nikitas Gift und 10 weitere. Jede Sorte hat eine eigene Seite mit Geschmack, Reifezeit, Resistenzen und Abstammung.

Erfahrungen aus der Community

Noch keine Erfahrungsberichte zu dieser Pflanze.

Hast du sie im Garten? Schreib in der App, was bei dir funktioniert – dein Beitrag erscheint hier.

💬 App laden und mitschreiben

Diese Pflanze in den eigenen Garten planen

Permaplans plant deinen Garten maßstabsgetreu auf der Karte — mit Standortcheck, Ernteplan und über 1.000 Pflanzen. Kostenlos für iPhone, Android, Mac, Windows & Linux.

Wächst diese Pflanze bei dir? → Standort prüfen

Angaben ohne Gewähr. Standortdaten und Texte aus der Permaplans-Datenbank.

Leg deinen Garten an

Kostenlos ausprobieren — im Browser sofort, ohne Anmeldung.

Im Browser startenApp laden