Kultur-Heidelbeere
Wächst das bei mir?
Kultur-Heidelbeere ist bis Zone 3 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.
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Steckbrief
- Familie
- Ericaceae
- Wuchsform
- Strauch
- Wuchshöhe
- 2 m
- Kronenbreite
- 1,5 m
- Wachstum
- langsam
- Lebensdauer
- 50 Jahre
- Erster Ertrag
- nach 3 Jahren
- Vollertrag
- nach 8 Jahren
- Ertrag pro Pflanze
- bis 7 kg im Jahr
- Ertrag im Anbau
- bis 7 t/ha
- Energieertrag
- 300 kcal pro m² und Jahr
- Winterhärte
- Zone 3–8
- Schattentoleranz
- Halbschatten
- Boden
- Sand, Schluff
- Bodenfeuchte
- halbfeucht – sehr feucht
- pH-Wert
- 3,5 – 5
- Synonyme
- Heidelbeere
- In Gärten geplant
- 6×
Blüte & Ernte
| J | F | M | A | M | J | J | A | S | O | N | D | |
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| Blüte | ||||||||||||
| Fruchternte |
Sorten (26)
26 Sorten von Kultur-Heidelbeere sind im Permaplans-Sortenfinder hinterlegt — jede mit eigener Seite: Geschmack, Reifezeit, Resistenzen, Abstammung und Verwendung.
- Aurora Die spaeteste moderne Erwerbssorte, verlaengert die Ernte am weitesten in den Herbst.
- Berkeley Klassische, robuste Sorte mit großen, hellblauen Früchten und mildem Aroma.
- Bluecrop Die weltweite Standard-Kulturheidelbeere: robust, ertragreich und zuverlaessig in fast jedem Klima.
- Bluegold Kompakte, sehr winterharte Sorte mit hohem Ertrag kleiner, aromatischer Beeren.
- BlueromaSelbstfruchtbare Sorte mit großen, süß-aromatischen Beeren und roter Herbstfärbung.
- Blues Brothers Kompakte, extrem tragfreudige Sorte für Balkon und Kübel.
- Bluetta Eine der fruehesten Sorten fuer den ersten Heidelbeergenuss der Saison.
- Brigitta Australische Spaetsorte mit grossen, sehr festen Beeren und ausgezeichneter Lagerfaehigkeit.
- Chandler
- Coville Klassische spaete Grossfruchtsorte mit kraeftig-herbem Aroma, benannt nach dem Begruender der Heidelbeerzucht.
- Draper Moderne Erwerbssorte mit sehr fester, knackiger Beere und ausgezeichneter Haltbarkeit.
- Duke Zuverlässige frühe Sorte mit festen, gleichmäßigen Beeren und konstant hohem Ertrag.
- Elizabeth Grossfruchtige Liebhabersorte mit dem vielleicht besten Geschmack aller Kulturheidelbeeren.
- Elliott Die klassische Spaetsorte: verlaengert die Ernte bis in den September und ist top lagerfaehig.
- Goldtraube 71 Bewaehrte deutsche Standardsorte fuer den Hausgarten mit aromatischen Beeren und langer Ernte.
- HardyblueBesonders winterharte, spätreifende Sorte mit sehr süßen Beeren.
- Legacy Aromatische, halb-immergruene Sorte mit hervorragendem Geschmack und breiter Klima-Anpassung.
- Liberty Spaete Qualitaetssorte mit suessen, festen Beeren und guter Lagerfaehigkeit.
- Nelson Grossfruchtige, suesse Sorte mit hoher Winterhaerte und langer Erntedauer.
- Northland Extrem winterharte Halbhoch-Sorte mit wildbeerartigem, suessem Aroma fuer raue Lagen.
- Patriot Extrem winterharte Frueh-Sorte mit grossen Beeren und Toleranz gegen feuchtere Boeden.
- Pink Lemonade Neuheit mit rosa-pinken, suessen Beeren und dekorativem Wuchs, ein Blickfang im Garten.
- Reka Sehr wüchsige, anpassungsfähige Frühsorte, auch für schwere und feuchte Böden.
- Spartan Fruehe Sorte mit besonders grossen, aromatischen Beeren und ausgezeichnetem Geschmack.
- Sunshine Blue Zwergsorte fuer Kuebel und milde Klimate, selbstfruchtbar und mit geringem Kaeltebedarf.
- Toro Zierende Sorte mit rosa Bluete und grossen, gleichmaessig reifenden Beeren.
Nutzung
Essbar: Obst - roh oder gekocht. Es ist normalerweise süß und saftig, obwohl der Geschmack unterschiedlich sein kann. Es kann in Pasteten, Gebäck, Müsli, Gelees usw. verwendet werden. Die Früchte können auch getrocknet und wie Rosinen verwendet werden. Die Frucht ist reich an Vitamin C. Die Frucht hat einen Durchmesser von etwa 15 mm. Aus den Blättern und getrockneten Früchten wird ein Tee zubereitet.
Heilkunde: Adstringierend, pectoral. Übersetze den übrigen Text ins Deutsche und formuliere ihn um, sodass er strukturierter und einfach lesbar ist. Wenn immer Großbritannien erwähnt wird, lass diese Bemerkung weg. Straffend, Brustbereich betreffend.
Sonstige Nutzung: Über die Frucht hinaus wird die Kultur-Heidelbeere vor allem als Ziergehölz genutzt: Das sommergrüne Laub färbt sich im Herbst gelb bis leuchtend orangerot, und der straff aufrechte, dicht verzweigte Wuchs macht sie für kleine Gruppen am Rand größerer Gehölzpflanzungen brauchbar. In Heidegärten steht sie als Einzelstrauch zwischen anderen schwachwüchsigen Kleinsträuchern und Rhododendren, mit denen sie den Anspruch an sauren Boden teilt. Unterpflanzen lässt sie sich gut mit Waldheidelbeere, Preiselbeere oder Moosbeere, die dieselben Bodenverhältnisse verlangen. Der hohe Anthocyangehalt der Früchte von 85 bis 270 mg je 100 g macht den Saft zudem zu einem kräftigen natürlichen Farbstoff.
Anbau
Standortwahl: Die Kultur-Heidelbeere ist eine Moorbeetpflanze und steht und fällt mit dem Boden: sauer, humos, locker, kalkfrei. Das entscheidet über den Platz, denn in normale Gartenerde gesetzt kümmert sie. Gute Nachbarn sind Rhododendron, Preiselbeere und Waldheidelbeere, die denselben Anspruch haben. Ihr feines Wurzelwerk reicht kaum 40 cm tief und verträgt keine Bodenbearbeitung — Hacken in Stammnähe schadet mehr als Unkraut. Sie ist blütenfrostgefährdet, Spätfrostlagen sind also ungeeignet. Vögel ernten mit, oft schon im unreifen Zustand, und Rehe und Hasen verbeißen junge Triebe; in Wildlagen gehört ein Verbissschutz dazu. Pflege: Üblich ist eine 30 cm tiefe Bodenverbesserung mit ungedüngtem Rohtorf, Kiefernrinde oder verrottetem Rindenkompost, darüber Rindenmulch. Weder Staunässe noch Austrocknung werden vertragen; gegossen wird mit kalkarmem Wasser, denn hartes Leitungswasser hebt den pH-Wert an und macht die Pflanzen chlorotisch. Die Art ist selbstfruchtbar, ihre Blüten bestäuben sich aber nicht allein, sondern brauchen Insekten, vor allem Hummeln; ein zweiter, genetisch anderer Strauch steigert Ertrag und Fruchtgröße. Geschnitten wird in der Winterruhe: Totholz heraus, alte Triebe ab dem dritten Jahr bodennah weg. Die Kirschessigfliege kann die reifenden Beeren befallen.
Vermehrung
Im Hausgarten ist der Absenker der einfachste Weg: Ein bodennaher Trieb wird niedergelegt, angehäufelt und bewurzelt sich im Lauf der folgenden Saison. Erwerbsgärtnerisch arbeitet man mit Grünstecklingen aus halbreifem Holz im Frühsommer und mit Steckhölzern aus ausgereiften Trieben, die im Winter geschnitten werden; beide brauchen ein saures, torfhaltiges und gleichmäßig feuchtes Substrat, um überhaupt Wurzeln zu bilden. Bei Neuzüchtungen hat die Meristemvermehrung im Labor erhebliche Bedeutung, weil sie große Stückzahlen sortenecht liefert. Eine Aussaat ist möglich, die Samen verlangen dafür einen mehrwöchigen Kältereiz, führt aber zu uneinheitlichen Sämlingen und spielt außerhalb der Züchtung keine Rolle. Wurzelstörungen nimmt die Art übel, deshalb pflanzt man sie aus dem Topf.
Wert für Tiere
Die Kultur-Heidelbeere blüht mit hellrosa Glockenblüten, an denen rund neun Wildbienenarten Nektar und Pollen sammeln; spezialisiert ist keine davon. Als nordamerikanische Züchtung hat sie in Mitteleuropa keine eigene Raupengesellschaft an sich gebunden, wer Heidelbeeren gezielt für Insekten pflanzt, erreicht mit der heimischen Waldheidelbeere deutlich mehr. Ihr sicherster ökologischer Beitrag liegt bei den Vögeln: Die Früchte werden stark angenommen, oft schon im unreifen Zustand, was im Erwerbsanbau als Ernteverlust zählt, im Garten aber ein verlässliches Nahrungsangebot im Hochsommer bedeutet. Der dicht verzweigte Wuchs bietet zusätzlich Deckung. Rehe und Hasen verbeißen gelegentlich junge Triebe.
Besonderheiten
Besonderheiten: bevorzugt sauren Boden, braucht Windschutz; wächst nicht gut zusammen mit Brom-/Himbeeren; unzählige Sorten: 'Duke', 'Bluecrop', .. ältere/3jährige Triebe werden entfernt: Verjüngung; Pflanzloch 30cm tief mit Rohtorf/ Kiefernabfällen (Rinde, Nadeln,..) ausstatten; beliebt bei Vögeln; bis 10kg Ertrag pro Strauch gemessen; siehe auch gewöhnliche Heidelbeere V. myrtillus (<60cm hoch)
Herkunft & Lebensraum
Östliches Nordamerika. Die Wildform der Kultur-Heidelbeere ist im östlichen Nordamerika verbreitet, von Nova Scotia und Quebec südwärts bis Florida. Ihre Laufbahn als Kulturpflanze begann erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als Elizabeth Coleman White, die Tochter eines Cranberry-Farmers in New Jersey, wild wachsende Heidelbeeren im elterlichen Betrieb auspflanzen ließ und damit die Züchtungsarbeit anstieß. Heute wird die Art weltweit angebaut: Die Anbaufläche stieg von 40.000 auf rund 70.000 Hektar, die Produktion erreichte 2007 etwa 280.000 Tonnen. Plantagen bestehen unter anderem in Deutschland, Frankreich, Spanien, den Niederlanden, Polen, Österreich, Neuseeland und Chile. In Mitteleuropa tritt die Art als Neophyt auf.
Am Naturstandort im östlichen Nordamerika wächst die Art auf durchgehend sauren Böden in Sümpfen, Mooren und lichten Wäldern, also dort, wo saure Rohhumusauflagen und ein hoher, aber nicht stagnierender Wasserstand zusammentreffen. Der Boden ist typischerweise humusreich, locker und nährstoffarm. Das feine, flache Wurzelwerk reicht kaum 40 cm tief und ist eng mit Mykorrhizapilzen vergesellschaftet, die der Pflanze die Nährstoffaufnahme auf diesen armen Substraten überhaupt erst ermöglichen. Kalk verträgt sie nicht. Häufig findet man sie im Unterwuchs lichter Kiefernbestände, wo die langsam verrottende Nadelstreu den Boden dauerhaft sauer hält.
Häufige Fragen
Kultur-Heidelbeere: Wie groß wird die Pflanze?
Kultur-Heidelbeere (Vaccinium corymbosum) wächst als Strauch und erreicht ausgewachsen etwa 2 m Höhe bei rund 1,5 m Breite. Das Wachstum ist langsam.
Kultur-Heidelbeere: Welchen Standort braucht die Pflanze?
Kultur-Heidelbeere verträgt Halbschatten. Als Boden eignet sich Sand, Schluff. Die Bodenfeuchte sollte im Bereich halbfeucht – sehr feucht liegen. Der pH-Wert darf zwischen 3,5 und 5 liegen.
Kultur-Heidelbeere: Ist die Pflanze winterhart?
Kultur-Heidelbeere ist für die Winterhärte Zone 3–8 angegeben und übersteht dort normale Winter im Freien.
Kultur-Heidelbeere: Wächst die Pflanze in Deutschland?
Kultur-Heidelbeere ist bis Zone 3 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.
Kultur-Heidelbeere: Wann ist die Blütezeit?
Die Blüte liegt in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im Mai.
Kultur-Heidelbeere: Wann kann man ernten?
Die Früchte reifen in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im August.
Kultur-Heidelbeere: Ab wann trägt die Pflanze und wie viel?
Kultur-Heidelbeere trägt erstmals nach 3 Jahren. Den Vollertrag erreicht sie nach 8 Jahren. Eine ausgewachsene Pflanze liefert bis zu 7 kg im Jahr, im Anbau bis 7 t pro Hektar. Die Werte gelten für gute Standorte; Sorte, Boden und Klima verschieben sie deutlich.
Kultur-Heidelbeere: Ist die Pflanze giftig?
Für Kultur-Heidelbeere ist keine Giftigkeit vermerkt. Verlass dich bei Wildpflanzen trotzdem nie allein auf eine Datenbank, sondern nur auf eine sichere Bestimmung.
Kultur-Heidelbeere: Wozu lässt sich die Pflanze nutzen?
Bewertet auf einer Skala bis 10: Essbar 9/10, Heilkunde 5/10, Sonstige Nutzung 1/10.
Welche Sorten von Kultur-Heidelbeere gibt es?
Im Permaplans-Sortenfinder sind 26 Sorten von Kultur-Heidelbeere hinterlegt, darunter Aurora, Berkeley, Bluecrop, Bluegold, Blueroma, Blues Brothers, Bluetta, Brigitta, Chandler, Coville, Draper, Duke und 14 weitere. Jede Sorte hat eine eigene Seite mit Geschmack, Reifezeit, Resistenzen und Abstammung.
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