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Wintergrüne Ölweide – Elaeagnus x ebbingei

Wintergrüne Ölweide

Elaeagnus x ebbingei
neuer verpflegender Winterschutz
Essbarkeit5Heilwirkung5Sonstiger Nutzen9
Strauch4,5×5 mZone 6–9Vollschatten

Wächst das bei mir?

Wintergrüne Ölweide ist bis Zone 6 winterhart. Das reicht für fast alle Lagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz; nur in rauen Höhenlagen (Alpen, Mittelgebirgskämme) ist Winterschutz sinnvoll.

Oder gleich hier für deinen Standort prüfen:

Winterhärte nach USDA-Zone, Sommerwärme nach Wärmesumme – dieselben Werte, mit denen die App und der Pflanzenfinder rechnen.

Steckbrief

Familie
Elaeagnaceae
Wuchsform
Strauch
Wuchshöhe
4,5 m
Kronenbreite
5 m
Wachstum
mittel
Lebensdauer
40 Jahre
Erster Ertrag
nach 5 Jahren
Ertrag pro Pflanze
bis 5 kg im Jahr
Ertrag im Anbau
bis 0,5 t/ha
Winterhärte
Zone 6–9
Schattentoleranz
Vollschatten
Boden
Sand, Schluff, Lehm
Bodenfeuchte
sehr trocken – sehr feucht
pH-Wert
6 – 7,5
Synonyme
Winter-Ölweide
immergrünheckentauglichduftendNektarquellePollenquelle

Blüte & Ernte

J F M A M J J A S O N D
Blüte
Fruchternte

Zeiten gelten für die Nordhalbkugel in gemäßigtem Klima und verschieben sich mit Höhenlage und Sorte.

Sorten (1)

1 Sorten von Wintergrüne Ölweide sind im Permaplans-Sortenfinder hinterlegt — jede mit eigener Seite: Geschmack, Reifezeit, Resistenzen, Abstammung und Verwendung.

Nutzung

Essbar5 von 10
Heilkunde5 von 10
Sonstige Nutzung9 von 10

Essbar: Die Obstfrucht ist etwa 20 mm lang und 13 mm breit und hat einen großen Samen. Vollreife Früchte haben einen reichen Geschmack mit einer leichten Säure. Sie sollten tiefrot und sehr weich sein, um vollreif zu sein, sonst schmecken sie adstringierend. Der Geschmack verbessert sich, wenn die Früchte nach der Ernte ein bis zwei Tage gelagert werden. Die Frucht reift über einen Zeitraum von etwa 6 Wochen von Anfang bis Mitte April bis Mai. Die Samen können roh oder gekocht gegessen werden und erinnern vage an Erdnüsse.

Heilkunde: Die Frucht vieler Mitglieder dieser Gattung ist eine reiche Quelle an Vitaminen und Mineralstoffen, insbesondere an den Vitaminen A, C und E, Flavanoiden und anderen bioaktiven Verbindungen. Sie enthält auch essentielle Fettsäuren, was für eine Frucht ungewöhnlich ist. Studien zeigen, dass sie das Krebsrisiko reduzieren und das Wachstum von Krebszellen hemmen oder sogar umkehren kann.

Sonstige Nutzung: Pflanzen können als Hecke in exponierten Lagen angebaut werden und sind tolerant gegenüber maritimen Bedingungen. Sie bieten einen guten Windschutz, sind widerstandsfähig gegen Salzwinde und vertragen regelmäßiges Beschneiden. Aufgrund ihres starken Wachstums wachsen sie schneller als E. macrophylla. Da sie atmosphärischen Stickstoff binden, verbessern sie das Wachstum benachbarter Pflanzen. Sie können in eine bestehende Baumreihe gepflanzt werden, um leere Stellen zu füllen und die unteren Teile der Bäume zu bedecken.

Anbau

Standortwahl: Die Wintergrüne Ölweide ist zuerst ein Heckengehölz — immergrün, zweieinhalb bis drei Meter hoch und breit, dicht verzweigt und ausgesprochen schnittverträglich. Salz und Wind machen ihr nichts aus, was sie an Straßen, in Küstennähe und in windigen Ecken brauchbar macht, wo andere Immergrüne verbrennen. Sie bindet über Wurzelknöllchen Luftstickstoff und ist deshalb ein guter Nachbar für Beerensträucher und Obstgehölze. Zwei Eigenheiten gehören in die Planung: Die Blüten öffnen sich im Oktober und November und duften ausgesprochen intensiv süßlich — unmittelbar unter einem Schlafzimmerfenster empfinden das manche als aufdringlich. Und die Früchte reifen im April und Mai und zerdrücken auf Pflaster. Die Winterhärte reicht nur bis etwa minus fünfzehn Grad; heikler als die Kälte ist die Kombination aus Frost im Boden und Wintersonne auf dem immergrünen Laub, weshalb eine vollsonnige Ost- oder Südostlage in rauen Gegenden ungünstig ist. Pflege: Geschnitten wird zweimal im Jahr — einmal nach der Blüte im Spätwinter, einmal nach dem Johannistrieb im Hochsommer; die Hecke verträgt auch einen Rückschnitt ins alte Holz. Bei den panaschierten Sorten wie Gilt Edge oder Limelight treiben regelmäßig rein grüne Triebe durch; sie wachsen kräftiger als der Rest und müssen sofort am Ansatz entfernt werden, sonst übernehmen sie die Pflanze in wenigen Jahren. Gedüngt wird nicht, Stickstoff bringt sie selbst mit. Der größte Verlustgrund in Mitteleuropa ist Wintertrockenheit: An frostfreien Tagen im Februar und März wird gewässert, junge Pflanzen bekommen in den ersten Wintern ein Vlies oder ein Schattiernetz gegen die tiefstehende Sonne. Krankheiten sind selten; auf schweren, nassen Böden treten Blattflecken auf, dagegen hilft nur ein besser durchlässiger Standort. Geerntet wird im Mai, wenn die Früchte tiefrot und weich sind.

Vermehrung

Aus Samen lässt sich die Wintergrüne Ölweide nicht sortenecht vermehren: Sie ist eine Hybride, ihre Sämlinge fallen ungleichmäßig aus und verlieren Wuchsform und Blattzeichnung der Sorte. Der übliche Weg sind deshalb Stecklinge. Halbreife Stecklinge werden im August und September geschnitten, die Blätter halbiert, um die Verdunstung zu senken, und unter Folie oder Sprühnebel mit Bodenwärme gesteckt; verholzte Stecklinge im Spätherbst gelingen ebenfalls, brauchen aber Geduld — die Bewurzelung zieht sich über Monate. Bodennahe Triebe lassen sich im Frühjahr absenken und nach einem Jahr abtrennen, was ohne Technik auskommt und bei Einzelpflanzen der einfachste Weg ist. Wer dennoch aussäen möchte, befreit die Samen vom Fruchtfleisch und gibt ihnen rund drei Monate Kaltstratifikation, bei hartschaligem Saatgut eine warme Phase davor; die Keimung verläuft ungleichmäßig und zieht sich über mehr als ein Jahr.

Wert für Tiere

Der ökologische Wert der Wintergrünen Ölweide liegt fast vollständig in ihrem Zeitplan. Sie blüht im Oktober und November, wenn im Garten kaum noch etwas offen ist, und ihre kleinen, stark duftenden Röhrenblüten werden an milden Herbsttagen von Honigbienen, späten Hummelköniginnen, Schwebfliegen und Fliegen angenommen — eine Nektarquelle in einer Lücke, die sonst schwer zu füllen ist. Die Früchte reifen im April und Mai, also ebenfalls zu einer Zeit ohne Konkurrenz, und werden von Amseln und Drosseln genommen. Dazu kommt die Struktur: Als dichtes immergrünes Gehölz gibt sie im Winter Deckung vor Wind und Greifvögeln und trägt im Frühjahr früh die ersten Nester von Amsel, Heckenbraunelle und Zaunkönig. Belastbare Zahlen zu Wildbienen- oder Raupenarten gibt es für sie nicht; als nicht heimische Gartenhybride hat sie keine spezialisierten Begleiter. Über die Stickstoffbindung verbessert sie außerdem den Boden für ihre Nachbarn. Sie ersetzt keine heimische Blühhecke, füllt aber deren Randzeiten.

Besonderheiten

Besonderheiten: dürre+(meeres)wind+schnitt+schattenverträglich eine Kreuzung aus E. pungens x E. macrophylla; Gute Sorten: 'Limelight' & 'Gilt Edge'; E. cordifolia soll laut PFAF besser fruchten, aber wird nirgends verkauft; verbessert den Boden+erhöht die Erträge umlie.Pflanzen um 10%, braucht genetisch unterschiedlichen Partner zur Befruchtung

Herkunft & Lebensraum

Gartenhybride ohne natürliches Areal. Die Wintergrüne Ölweide entstand 1929 in Den Haag, als Simon Doorenbos, Leiter der dortigen Stadtgärtnerei, Samen nebeneinander stehender Ölweiden aussäte; die Kreuzung aus Elaeagnus macrophylla und Elaeagnus pungens benannte er nach dem Baumschuler J. W. E. Ebbinge. Botanisch korrekt heißt sie heute Elaeagnus x submacrophylla, weil dieser Name bereits 1909 vergeben worden war — im Handel hält sich E. x ebbingei hartnäckig. Die Elternarten stammen aus Ostasien: E. macrophylla von den Küsten Koreas und Japans, E. pungens aus Japan und China. Gepflanzt wird die Hybride heute in ganz West- und Mitteleuropa; in milden Küstenregionen verwildert sie gelegentlich aus Anpflanzungen.

Ein natürliches Ökosystem hat die Wintergrüne Ölweide nicht — sie ist in einer Gärtnerei entstanden und kommt nirgends wild vor. Ihre Ansprüche erbt sie von den Elternarten, und das sind Gehölze küstennaher Gebüsche und lichter Wälder Ostasiens: Elaeagnus macrophylla wächst an Klippen, in Dünengebüschen und Küstenwäldern Koreas und Japans, Elaeagnus pungens in Gebüschen, an Waldrändern und auf Brachen Japans und Chinas. Von dort stammen die Eigenschaften, die sie im Garten auszeichnen: Salzverträglichkeit, Windfestigkeit, Genügsamkeit auf armen, durchlässigen Böden und die Fähigkeit, über Wurzelknöllchen mit Frankia-Strahlenpilzen Luftstickstoff zu binden. In Mitteleuropa bleibt sie an Gärten, Parks und Straßenbegleitgrün gebunden.

Häufige Fragen

Wintergrüne Ölweide: Wie groß wird die Pflanze?

Wintergrüne Ölweide (Elaeagnus x ebbingei) wächst als Strauch und erreicht ausgewachsen etwa 4,5 m Höhe bei rund 5 m Breite. Das Wachstum ist mittel.

Wintergrüne Ölweide: Welchen Standort braucht die Pflanze?

Wintergrüne Ölweide verträgt Vollschatten. Als Boden eignet sich Sand, Schluff, Lehm. Die Bodenfeuchte sollte im Bereich sehr trocken – sehr feucht liegen. Der pH-Wert darf zwischen 6 und 7,5 liegen.

Wintergrüne Ölweide: Ist die Pflanze winterhart?

Wintergrüne Ölweide ist für die Winterhärte Zone 6–9 angegeben und übersteht dort normale Winter im Freien.

Wintergrüne Ölweide: Wächst die Pflanze in Deutschland?

Wintergrüne Ölweide ist bis Zone 6 winterhart. Das reicht für fast alle Lagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz; nur in rauen Höhenlagen (Alpen, Mittelgebirgskämme) ist Winterschutz sinnvoll.

Wintergrüne Ölweide: Wann ist die Blütezeit?

Die Blüte liegt in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im November.

Wintergrüne Ölweide: Wann kann man ernten?

Die Früchte reifen in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im Mai.

Wintergrüne Ölweide: Ab wann trägt die Pflanze und wie viel?

Wintergrüne Ölweide trägt erstmals nach 5 Jahren. Eine ausgewachsene Pflanze liefert bis zu 5 kg im Jahr, im Anbau bis 0,5 t pro Hektar. Die Werte gelten für gute Standorte; Sorte, Boden und Klima verschieben sie deutlich.

Wintergrüne Ölweide: Ist die Pflanze giftig?

Für Wintergrüne Ölweide ist keine Giftigkeit vermerkt. Verlass dich bei Wildpflanzen trotzdem nie allein auf eine Datenbank, sondern nur auf eine sichere Bestimmung.

Wintergrüne Ölweide: Wozu lässt sich die Pflanze nutzen?

Bewertet auf einer Skala bis 10: Essbar 5/10, Heilkunde 5/10, Sonstige Nutzung 9/10.

Welche Sorten von Wintergrüne Ölweide gibt es?

Im Permaplans-Sortenfinder sind 1 Sorten von Wintergrüne Ölweide hinterlegt, darunter Gilt Edge. Jede Sorte hat eine eigene Seite mit Geschmack, Reifezeit, Resistenzen und Abstammung.

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