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Korallen-Ölweide – Elaeagnus umbellata

Korallen-Ölweide

Elaeagnus umbellata
der alleskönnende Support-Newcomer
💬 2 Erfahrungsberichte lesen
Essbarkeit7Heilwirkung5Sonstiger Nutzen7
Strauch4,5×5 mZone 3–8leichter Schatten🍎 Essbar

Wächst das bei mir?

Korallen-Ölweide ist bis Zone 3 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.

Oder gleich hier für deinen Standort prüfen:

Winterhärte nach USDA-Zone, Sommerwärme nach Wärmesumme – dieselben Werte, mit denen die App und der Pflanzenfinder rechnen.

Steckbrief

Familie
Elaeagnaceae
Wuchsform
Strauch
Wuchshöhe
4,5 m
Kronenbreite
5 m
Wachstum
schnell
Lebensdauer
120 Jahre
Erster Ertrag
nach 5 Jahren
Ertrag pro Pflanze
bis 10 kg im Jahr
Ertrag im Anbau
bis 5 t/ha
Energieertrag
450 kcal pro m² und Jahr
Winterhärte
Zone 3–8
Schattentoleranz
leichter Schatten
Boden
Sand, Schluff, Lehm
Bodenfeuchte
sehr trocken – sehr feucht
pH-Wert
5 – 7,5
Synonyme
Goumi, Ölweide
heckentauglichduftendNektarquellePollenquelle

Blüte & Ernte

J F M A M J J A S O N D
Blüte
Fruchternte

Zeiten gelten für die Nordhalbkugel in gemäßigtem Klima und verschieben sich mit Höhenlage und Sorte.

Sorten (6)

6 Sorten von Korallen-Ölweide sind im Permaplans-Sortenfinder hinterlegt — jede mit eigener Seite: Geschmack, Reifezeit, Resistenzen, Abstammung und Verwendung.

Nutzung

Essbar7 von 10
Heilkunde5 von 10
Sonstige Nutzung7 von 10

Essbar: Die Früchte sind rundliche, erbsengroße Steinfrüchte von fünf bis zehn Millimetern, bei Vollreife dunkelrot und von silbrigen Sternhaaren überzogen. Sie reifen ab September und bleiben bis November am Strauch; der Behang ist meist sehr reich, geerntet wird durch Pflücken oder durch Abrütteln geschnittener Zweige. Unreif schmecken sie herb und adstringierend, vollreif herb-säuerlich bis angenehm süß — die Sortenwahl entscheidet hier mehr als bei den meisten Wildobstarten. Je nach Herkunft und Reifegrad liegt der Zuckergehalt zwischen acht und zwölf Prozent, der Vitamin-C-Gehalt zwischen zwölf und zwanzig Milligramm je hundert Gramm. Bemerkenswert ist der Lycopingehalt: Mit dreißig bis siebzig Milligramm je hundert Gramm liegt er rund zehnmal so hoch wie bei roher Tomate. Verarbeitet ergeben die Früchte Mischfruchtmarmeladen, Säfte, Fruchtleder und Liköre, auch aus den Blüten lässt sich ein aromatischer Likör ansetzen. Einfrieren ist die schlechteste Art der Vorratshaltung: Nach dem Auftauen verlieren die Früchte einem Praxisbericht zufolge ihre Adstringenz und einen großen Teil der Säure und schmecken flach. Der Geschmack bleibt am besten erhalten, wenn das Fruchtleder ohne Kochen bereitet wird — die Beeren zerdrücken, höchstens fünf Millimeter dick ausstreichen und unterhalb von sechzig Grad dörren, bis das Gewicht nicht weiter abnimmt; aus einem Kilogramm werden etwa 240 Gramm. Die beim Passieren anfallenden Kerne enthalten Alpha-Linolensäure.

Heilkunde: Blüten: adstringierend, kardial und stimulierend Samen: hilfreich bei Husten, Öl für Lungenaffektionen Frucht: reich an Mineralien, Vitaminen (insbesondere ACE), Flavonoiden, bioaktiven Verbindungen und essentiellen Fettsäuren; stärkt das Herz, wirkt antikrebs Die Blüten haben adstringierende, kardiale und stimulierende Eigenschaften. Die Samen sind nützlich bei Husten und das Öl kann bei Lungenaffektionen helfen. Die Frucht ist reich an Mineralien, Vitaminen (insbesondere ACE), Flavonoiden, bioaktiven Verbindungen und essentiellen Fettsäuren. Sie stärkt das Herz und hat antikarzinogene Eigenschaften.

Sonstige Nutzung: Der wichtigste Nebennutzen der Korallen-Ölweide ist ihre Bodenarbeit: Über die Symbiose mit stickstoffbindenden Strahlenpilzen reichert sie auch magere, sandige Rohböden an und macht sie für anspruchsvollere Nachbarn nutzbar — deshalb wird sie in Permakultur-Anlagen als Ammengehölz zwischen Obstbäume gesetzt und später zurückgenommen. Als anspruchsloses Pioniergehölz eignet sie sich für Abpflanzungen, freiwachsende Hecken, Böschungen und Straßenbegleitgrün; Trockenheits- und Salztoleranz machen sie für schwierige Standorte interessant. In größeren Gärten ist sie auch als Solitär brauchbar, mit intensiv duftender Blüte Ende April und silbrigem Laub. Ihr Holz ist nur mäßig dauerhaft und drehwüchsig, taugt aber für Drechslerarbeiten und liefert Brennstoff und Biomasse.

Anbau

Standortwahl: Volle Sonne bringt den besten Fruchtansatz, lichter Schatten wird noch toleriert. Fast jeder durchlässige Boden taugt; flachgründige kalkhaltige mag sie nicht. Ihre Besonderheit ist die Symbiose der Wurzeln mit stickstoffbindenden Strahlenpilzen: Sie gedeiht auf sehr nährstoffarmen Rohböden und wertet den Standort für Nachbarpflanzen auf — in der Permakultur wird sie genau dafür zwischen Obstgehölze gesetzt. Etablierte Pflanzen sind trockenheits- und salztolerant, also auch für Straßennähe brauchbar. Breit ausladender Strauch von etwa vier Metern, kaum bedornt und ohne Ausläufer, drei bis vier Meter Abstand. Zurückhaltung ist nahe wertvoller Magerrasen und Trockenbiotope angebracht: Vögel verschleppen die Samen weit, und die Stickstoffanreicherung verändert solche Standorte. Pflege: Ein Schnitt ist nicht nötig, ein kräftiger Rückschnitt wird aber vertragen; abgestorbene Äste entfernt man bei Gelegenheit. Gedüngt wird nicht — über die Knöllchensymbiose versorgt sie sich selbst. Krankheiten und Schädlinge sind nicht bekannt. Die Befruchtung ist keine Sortenfrage, sondern eine grundsätzliche: Die Art ist weitgehend selbstunfruchtbar, nur ein kleiner Teil der Individuen setzt auch mit eigenem Pollen an. Es braucht deshalb immer einen zweiten, zeitgleich blühenden Strauch — und zwar ein genetisch anderes Individuum. Zwei Pflanzen derselben Sorte sind Klone und bringen nichts; zwei verschiedene Sorten oder zwei Sämlinge dagegen schon. In Extremwintern kann es zu Frostschäden bis ins Holz kommen.

Vermehrung

Die Art lässt sich aus Samen vermehren: Die Steinkerne werden aus den reifen Früchten ausgewaschen, stratifiziert und anschließend in einem geschützten Freilandbeet oder ungeheizten Frühbeet ausgesät. Sämlinge fallen uneinheitlich aus, was für Hecken und Pionierpflanzungen unerheblich ist. Wer eine bestimmte Fruchtqualität erhalten will, vermehrt vegetativ: Grünstecklinge im Juni oder Juli bewurzeln zuverlässig, Steckholz im Winter ist die einfachere Alternative. Wichtig ist die Befruchtungsfrage: Die Art ist weitgehend selbstunfruchtbar, es braucht also zwei genetisch verschiedene, zeitgleich blühende Sträucher — zwei Exemplare derselben Sorte sind Klone und helfen nicht weiter. Das gilt auch für die eigene Stecklingsvermehrung: Wer eine Sorte vermehrt, hat am Ende einen Klonbestand und muss eine zweite Herkunft dazusetzen. Einjährige Sämlinge erwiesen sich in der Praxis als frosthart, anders als die immergrünen Verwandten.

Wert für Tiere

Die Korallen-Ölweide stammt aus Ostasien und ist in Mitteleuropa nicht heimisch; belastbare Artenzahlen zu ihrem Wert für heimische Insekten liegen deshalb nicht vor. Belegt ist, dass ihre Blüten reichlich Nektar führen und von Honig- wie Wildbienen beflogen werden — sie gilt als ergiebige Bienenweide. Die zahlreichen roten Früchte nehmen Vögel gern an, was ihre Ausbreitung fördert und in Nordamerika zu erheblichen Verwilderungsproblemen geführt hat. Über Wurzelknöllchen lebt sie in Symbiose mit dem Strahlenpilz Frankia und bindet Luftstickstoff, wovon benachbarte Pflanzen mitprofitieren.

Besonderheiten

Besonderheiten: dürre+(meeres)wind+schnittverträglich sehr aromatische Blüten, die sehr beliebt sind bei (Wild+)Bienen&Schmetterlingen verbessert den Boden und erhöht die Erträge umliegender Pflanzen um 10%, bevorzugt sandigere, basische nährstoffarme Böden; Eine Quelle gibt bis zu 40kg Früchte pro Busch an. Lycopingehalt 30-70mg/100g ca. 10x rohe Tomate;

Herkunft & Lebensraum

Ostasien: Japan, Nordost-China, Korea und Himalaya. Dort besiedelt die Korallen-Ölweide lichte Wälder, Waldränder und Hügelland. Nach Nordamerika wurde sie im 19. und 20. Jahrhundert zur Rekultivierung von Bergbauflächen und als Erosionsschutz eingeführt und ist in weiten Teilen der östlichen und mittleren USA verwildert; dort gilt sie als invasiv, weil sie über Vogelverbreitung und Stickstoffbindung offene Magerstandorte rasch überwächst und deren Nährstoffhaushalt verändert. In Mitteleuropa wird sie als Frucht- und Pioniergehölz gepflanzt und verwildert bislang nur vereinzelt; auf der EU-Unionsliste invasiver Arten steht sie nicht.

In ihrer Heimat wächst die Korallen-Ölweide in lichten bis dichteren Wäldern und an Waldrändern der Niederungen und Hügelländer. Als Pioniergehölz ist sie auf offene, gestörte Standorte eingestellt: Ihre Wurzeln leben in Symbiose mit stickstoffbindenden Strahlenpilzen (Actinomyceten), sichtbar als kleine braune Knöllchen, weshalb sie auch auf sehr nährstoffarmen Rohböden gedeiht und den Standort für Nachbarpflanzen aufwertet. Sie ist lichthungrig, toleriert lichten Schatten, verträgt viel Trockenheit und Salz und kommt auf lockeren, sandigen Böden besonders gut zurecht. Nasse Böden und flachgründig kalkhaltige Standorte meidet sie.

Häufige Fragen

Korallen-Ölweide: Wie groß wird die Pflanze?

Korallen-Ölweide (Elaeagnus umbellata) wächst als Strauch und erreicht ausgewachsen etwa 4,5 m Höhe bei rund 5 m Breite. Das Wachstum ist schnell.

Korallen-Ölweide: Welchen Standort braucht die Pflanze?

Korallen-Ölweide verträgt leichter Schatten. Als Boden eignet sich Sand, Schluff, Lehm. Die Bodenfeuchte sollte im Bereich sehr trocken – sehr feucht liegen. Der pH-Wert darf zwischen 5 und 7,5 liegen.

Korallen-Ölweide: Ist die Pflanze winterhart?

Korallen-Ölweide ist für die Winterhärte Zone 3–8 angegeben und übersteht dort normale Winter im Freien.

Korallen-Ölweide: Wächst die Pflanze in Deutschland?

Korallen-Ölweide ist bis Zone 3 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.

Korallen-Ölweide: Wann ist die Blütezeit?

Die Blüte liegt in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im Mai.

Korallen-Ölweide: Wann kann man ernten?

Die Früchte reifen in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im September.

Korallen-Ölweide: Ab wann trägt die Pflanze und wie viel?

Korallen-Ölweide trägt erstmals nach 5 Jahren. Eine ausgewachsene Pflanze liefert bis zu 10 kg im Jahr, im Anbau bis 5 t pro Hektar. Die Werte gelten für gute Standorte; Sorte, Boden und Klima verschieben sie deutlich.

Korallen-Ölweide: Ist die Pflanze giftig?

Für Korallen-Ölweide ist keine Giftigkeit vermerkt. Verlass dich bei Wildpflanzen trotzdem nie allein auf eine Datenbank, sondern nur auf eine sichere Bestimmung.

Korallen-Ölweide: Wozu lässt sich die Pflanze nutzen?

Bewertet auf einer Skala bis 10: Essbar 7/10, Heilkunde 5/10, Sonstige Nutzung 7/10.

Welche Sorten von Korallen-Ölweide gibt es?

Im Permaplans-Sortenfinder sind 6 Sorten von Korallen-Ölweide hinterlegt, darunter Amber, Brilliant Rose, Fortunella, Garnet, Newgate, Ruby. Jede Sorte hat eine eigene Seite mit Geschmack, Reifezeit, Resistenzen und Abstammung.

Erfahrungen aus der Community

Was Permaplans-Nutzer zu dieser Pflanze geschrieben haben – unverändert aus der App übernommen. 2 Beiträge.

RamblyAnn 17. August 2026

This was recommended through the app, and it looked good, but unfortunately it classified as invasive in the US.

Taro · Antwort 26. August 2026

Thank you for your hint. That's interesting. I am often questioning invasive markers whether a plant is bad for ecosystems or it is just changing the old-known picture. This one here feeds at least bees and birds and humans and it isn't dominating the land area as much as corn fields.. so which one is more invasive :D however it is good to be aware of your impact by planting. :)

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