Giersch
Wächst das bei mir?
Giersch ist bis Zone 5 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.
Oder gleich hier für deinen Standort prüfen:
Steckbrief
- Familie
- Apiaceae
- Wuchsform
- Staude
- Wuchshöhe
- 0,5 m
- Kronenbreite
- 0,4 m
- Wachstum
- sehr schnell
- Lebensdauer
- 20 Jahre
- Erster Ertrag
- nach 1 Jahr
- Winterhärte
- Zone 5–8
- Schattentoleranz
- Vollschatten
- Boden
- Sand, Schluff, Lehm
- Bodenfeuchte
- halbfeucht – sehr nass
- pH-Wert
- 5,6 – 7,6
Nutzung
Anbau
Gedeiht im Halbschatten und Schatten auf feuchten bis halbtrockenen, nährstoffreichen Böden und bildet dort über unterirdische Ausläufer schnell dichte, flächige Bestände. Gezielt gepflanzt wird er in der Praxis kaum, weil er sich danach nur schwer wieder begrenzen lässt. Wer ihn hat, reguliert ihn besser über die Nutzung als über das Jäten: regelmäßiges Abernten der Blätter schwächt den Bestand, das Mitausgraben der Wurzeln dünnt ihn aus. Aus der Praxis wird berichtet, dass ein Bestand in einer dicht bepflanzten Fläche allein durch die umliegenden Stauden über Jahre im Gleichgewicht blieb, während regelmäßig geerntet wurde. In Gärtnerkreisen dient seine Wuchskraft als Maßstab: Arten, die sich gegen ihn durchsetzen, gelten als ausgesprochen ausbreitungsfreudig.
Besonderheiten
Eines der ertragreichsten Wildgemüse überhaupt, weil es ohne Aussaat, Anbau und Pflege dauerhaft verfügbar ist und von Frühjahr bis Herbst immer wieder frisch nachtreibt: Was im Zierbeet als Problem gilt, ist im Küchengarten eine Dauerernte. Praktisch nutzbar ist er außerdem als Standortzeiger — wo er sich wohlfühlt, finden auch andere Arten des halbschattigen, sommerfeuchten Unterholzes ihre Bedingungen.
Herkunft & Lebensraum
Der größte Teil Europas, bis nach Westasien und Sibirien.
Hecken und Ackerland. Ein häufiges Gartenunkraut.
⚠️ Gefahren
Gehört zu den Doldenblütlern, einer Familie mit sehr giftigen und sehr essbaren Arten — beim Sammeln ist eine eindeutige Bestimmung Pflicht. Häufig wächst in direkter Nachbarschaft der Taumel-Kälberkropf (Chaerophyllum temulum), der schwere Vergiftungen auslösen kann. Zum Unterscheiden dienen das dreigliedrige Blatt, dessen obere Blattgruppe nochmals in drei Blätter geteilt ist, und der deutlich dreikantige Stängel; der Taumel-Kälberkropf ist feiner gefiedert, wirkt insgesamt weicher und hat einen runden, glatten Stängel.
Häufige Fragen
Giersch: Wie groß wird die Pflanze?
Giersch (Aegopodium podagraria) wächst als Staude und erreicht ausgewachsen etwa 0,5 m Höhe bei rund 0,4 m Breite. Das Wachstum ist sehr schnell.
Giersch: Welchen Standort braucht die Pflanze?
Giersch verträgt Vollschatten. Als Boden eignet sich Sand, Schluff, Lehm. Die Bodenfeuchte sollte im Bereich halbfeucht – sehr nass liegen. Der pH-Wert darf zwischen 5,6 und 7,6 liegen.
Giersch: Ist die Pflanze winterhart?
Giersch ist für die Winterhärte Zone 5–8 angegeben und übersteht dort normale Winter im Freien.
Giersch: Wächst die Pflanze in Deutschland?
Giersch ist bis Zone 5 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.
Giersch: Ist die Pflanze giftig?
Für Giersch ist keine Giftigkeit vermerkt. Verlass dich bei Wildpflanzen trotzdem nie allein auf eine Datenbank, sondern nur auf eine sichere Bestimmung.
Giersch: Wozu lässt sich die Pflanze nutzen?
Bewertet auf einer Skala bis 10: Essbar 6/10, Heilkunde 3/10, Sonstige Nutzung 1/10.
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