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Chinesicher Fruchthartriegel – Cornus kousa

Chinesicher Fruchthartriegel

Cornus kousa
große Blüten+tropisch-leckere Früchtchen
Essbarkeit7Heilwirkung2Sonstiger Nutzen5
Baum9×6 mZone 5–8Halbschatten🍎 Essbar

Wächst das bei mir?

Chinesicher Fruchthartriegel ist bis Zone 5 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.

Oder gleich hier für deinen Standort prüfen:

Winterhärte nach USDA-Zone, Sommerwärme nach Wärmesumme – dieselben Werte, mit denen die App und der Pflanzenfinder rechnen.

Steckbrief

Familie
Cornaceae
Wuchsform
Baum
Wuchshöhe
9 m
Kronenbreite
6 m
Wachstum
langsam
Lebensdauer
90 Jahre
Erster Ertrag
nach 6 Jahren
Vollertrag
nach 30 Jahren
Ertrag pro Pflanze
bis 15 kg im Jahr
Ertrag im Anbau
bis 4 t/ha
Energieertrag
500 kcal pro m² und Jahr
Winterhärte
Zone 5–8
Schattentoleranz
Halbschatten
Boden
Sand, Schluff, Lehm, Ton
Bodenfeuchte
trocken – feucht
pH-Wert
5,5 – 7,5
Synonyme
Blumenhartriegel, Fruchthartriegel,
heckentauglich

Blüte & Ernte

J F M A M J J A S O N D
Blüte
Fruchternte

Zeiten gelten für die Nordhalbkugel in gemäßigtem Klima und verschieben sich mit Höhenlage und Sorte.

Sorten (1)

1 Sorten von Chinesicher Fruchthartriegel sind im Permaplans-Sortenfinder hinterlegt — jede mit eigener Seite: Geschmack, Reifezeit, Resistenzen, Abstammung und Verwendung.

Nutzung

Essbar7 von 10
Heilkunde2 von 10
Sonstige Nutzung5 von 10

Essbar: Obst - roh oder gekocht. Süß und saftig, ist es in kleinen Mengen sehr angenehm. Die Haut ist ziemlich zäh und unangenehm, aber das Fruchtfleisch ist köstlich mit einer puddingähnlichen Textur, es ist eine unserer beliebtesten Spätsommerfrüchte. Die Frucht hat einen Durchmesser von etwa 2 cm. Junge Blätter - gekocht.

Heilkunde: Für den Blumen-Hartriegel ist keine arzneiliche Verwendung belegt. Nicht zu verwechseln ist er mit der verwandten Cornus officinalis, deren getrocknetes Fruchtfleisch in der traditionellen chinesischen Medizin als Shan Zhu Yu geführt wird; diese Angaben gelten nicht für Cornus kousa.

Sonstige Nutzung: Das Holz des Blumen-Hartriegels ist außerordentlich hart, schwer und zäh, wie bei den Hartriegeln überhaupt. In Ostasien geht es in Schlägel, Werkzeugstiele, Keile und feine Drechselarbeiten; für Bauholz sind die Stämme zu kurz und zu krumm. Der größere Teil seines Nutzens liegt heute im Zierwert: Die weißen Hochblätter stehen von Mai bis in den Juli über dem Laub, im Herbst färbt sich das Blatt weinrot bis scharlach, und ältere Stämme lösen ihre Rinde in hell- und dunkelbraunen Platten ab, was dem Gehölz auch im Winter Struktur gibt. In Japan und China ist er ein traditioneller Tempel- und Gartenbaum. In Europa galt er lange als reine Zierpflanze, obwohl die Früchte gut essbar sind — ein Missverständnis, das erst die Wildobstszene aufzulösen beginnt.

Anbau

Standortwahl: Der entscheidende Punkt ist der Kalk — der Blumen-Hartriegel verträgt ihn nicht. Kalkschotter im Untergrund, Bauschutt an der Hauswand, Mörtelreste oder hartes Leitungswasser führen zu Eisenmangel-Chlorose mit hellen Blättern und grünen Blattadern. Gebraucht wird ein humoser, gleichmäßig frischer, saurer bis schwach saurer Boden in Sonne bis lichtem Halbschatten. Er wird drei bis sechs Meter hoch und breit, in guten Lagen mehr, und wächst langsam; der Endabstand sollte trotzdem großzügig sein, weil er Rückschnitt schlecht verträgt. Die Früchte fallen im September und Oktober und zerdrücken auf Pflaster und Terrasse zu klebrigen roten Flecken — nicht über Sitzplatz oder Gehweg pflanzen. Wer ernten will, wählt eine warme Lage: In kühlen Regionen reifen die Früchte oft nicht aus. Pflege: Am besten wird gar nicht geschnitten. Der Blumen-Hartriegel blüht am mehrjährigen Holz, baut seine etagenartige Krone über Jahre auf und reagiert auf starken Rückschnitt mit kahlen Partien; entfernt werden nur Totholz und einwachsende Triebe. Er wurzelt flach, deshalb wird der Wurzelbereich nicht gehackt, sondern mit Laub, Rindenhumus oder Nadelstreu gemulcht, was zugleich den pH-Wert niedrig hält. In Trockenperioden gleichmäßig wässern, möglichst mit Regenwasser; Trockenstress zeigt sich an braunen Blatträndern. Gedüngt wird nur mit sauer wirkenden Mitteln. Gegen die Anthraknose, die den Blumen-Hartriegel kaum trifft, während sie Cornus florida schwer schädigt, ist nichts zu tun. Jungpflanzen bekommen in den ersten Wintern eine Mulchschicht über dem Wurzelballen, ältere Sträucher sind bis etwa -28 Grad winterhart. Vögel ernten reife Früchte mit.

Vermehrung

Aus Samen ist der Blumen-Hartriegel gut, aber langsam zu vermehren. Reife Früchte werden im Oktober gesammelt, das Fruchtfleisch sorgfältig abgerieben und ausgewaschen, weil es Keimhemmer enthält. Die Samen kommen anschließend entweder sofort in ein geschütztes Freilandbeet oder nach vier bis fünf Monaten Kaltstratifikation bei etwa fünf Grad in Töpfe; nicht selten laufen sie erst im zweiten Frühjahr auf, das Saatbeet sollte also stehen bleiben. Sämlinge blühen erst nach sechs bis zehn Jahren und fallen in Fruchtgröße und Geschmack unterschiedlich aus. Benannte Sorten und Fruchtauslesen werden deshalb veredelt, üblicherweise als Winterhandveredlung auf Sämlingsunterlagen derselben Art. Halbreife Stecklinge im Juli unter Sprühnebel bewurzeln brauchbar, müssen aber noch im selben Jahr durchtreiben, sonst überstehen sie den Winter schlecht. Tief angesetzte Zweige lassen sich absenken.

Wert für Tiere

Der Blumen-Hartriegel ist ein Neophyt aus Ostasien mit begrenztem, aber nicht zu vernachlässigendem Wert. Was wie eine große weiße Blüte aussieht, sind vier Hochblätter; die eigentlichen Blüten sitzen als unscheinbares grünliches Köpfchen in der Mitte und geben nur wenig Nektar und Pollen. Entsprechend nüchtern fällt die Bilanz aus: Für Mitteleuropa sind etwa drei Wildbienenarten als Besucher dokumentiert, darunter Gelbbeinige Kielsandbiene und Glänzende Düstersandbiene, keine davon spezialisiert. Deutlich stärker ist die Leistung als Struktur- und Nährgehölz. Die dichte, etagige Verzweigung trägt Nester, und die weichen roten Sammelfrüchte reifen im September und Oktober, wenn Amseln und Drosseln Zugreserven anlegen. Wer im selben Garten Kornelkirsche oder Blutroten Hartriegel ergänzt, holt sich die heimische Insektenseite dazu.

Besonderheiten

Besonderheiten: Empfindlich gegenüber langer Trockenheit (s. flachwurzelnd); Zurückschneiden am besten in der Blütezeit. Geschmack variert von Sorte, bekannt sind: 'Milky Way', 'China Girl', 'Big Apple', 'Norman Hadden'. Letzter ist eine Kreuzung mit Cornus capitata (größere Früchte, aber weniger frosthart). Cornus kousa ist meist weniger fruchtend.

Herkunft & Lebensraum

Ostasien: Japan, Korea und China. Der Blumen-Hartriegel besiedelt die Bergwälder Japans von Honshu bis Kyushu sowie die koreanische Halbinsel; die großfrüchtige Varietät var. chinensis stammt vom chinesischen Festland und ist dort von Sichuan über Hubei bis Zhejiang verbreitet, wo sie bis in Höhen um 2200 Meter steigt. Im 19. Jahrhundert kam die Art als Ziergehölz nach Europa und Nordamerika. In China gilt sie seit langem auch als Obstgehölz, in Europa wurde sie fast ausschließlich der Blüte wegen gepflanzt. Verwildert ist sie in Mitteleuropa nicht; sie bleibt an Gärten, Parks und Baumschulsortimente gebunden.

In seiner Heimat ist der Blumen-Hartriegel ein Gehölz der zweiten Baumschicht und der Waldränder in Bergwäldern. Er wächst in Tälern, an schattigen Hängen, entlang von Bächen und Waldwegen, sowohl in lichten als auch in dichten Misch- und Laubwäldern, in China zwischen etwa 400 und 2200 Metern Höhe. Die Böden dort sind humos, gleichmäßig frisch und sauer bis schwach sauer — der Blumen-Hartriegel ist ausgesprochen kalkmeidend und fehlt auf flachgründigem Kalkgestein. Halbschatten erträgt er gut und blüht dort noch zuverlässig, weshalb er unter lichten Kronen anderer Bäume seinen typischen Platz hat. Staunässe und sommerliche Austrocknung begrenzen sein Vorkommen.

Häufige Fragen

Chinesicher Fruchthartriegel: Wie groß wird die Pflanze?

Chinesicher Fruchthartriegel (Cornus kousa) wächst als Baum und erreicht ausgewachsen etwa 9 m Höhe bei rund 6 m Breite. Das Wachstum ist langsam.

Chinesicher Fruchthartriegel: Welchen Standort braucht die Pflanze?

Chinesicher Fruchthartriegel verträgt Halbschatten. Als Boden eignet sich Sand, Schluff, Lehm, Ton. Die Bodenfeuchte sollte im Bereich trocken – feucht liegen. Der pH-Wert darf zwischen 5,5 und 7,5 liegen.

Chinesicher Fruchthartriegel: Ist die Pflanze winterhart?

Chinesicher Fruchthartriegel ist für die Winterhärte Zone 5–8 angegeben und übersteht dort normale Winter im Freien.

Chinesicher Fruchthartriegel: Wächst die Pflanze in Deutschland?

Chinesicher Fruchthartriegel ist bis Zone 5 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.

Chinesicher Fruchthartriegel: Wann ist die Blütezeit?

Die Blüte liegt in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im Juni.

Chinesicher Fruchthartriegel: Wann kann man ernten?

Die Früchte reifen in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im Oktober.

Chinesicher Fruchthartriegel: Ab wann trägt die Pflanze und wie viel?

Chinesicher Fruchthartriegel trägt erstmals nach 6 Jahren. Den Vollertrag erreicht sie nach 30 Jahren. Eine ausgewachsene Pflanze liefert bis zu 15 kg im Jahr, im Anbau bis 4 t pro Hektar. Die Werte gelten für gute Standorte; Sorte, Boden und Klima verschieben sie deutlich.

Chinesicher Fruchthartriegel: Ist die Pflanze giftig?

Für Chinesicher Fruchthartriegel ist keine Giftigkeit vermerkt. Verlass dich bei Wildpflanzen trotzdem nie allein auf eine Datenbank, sondern nur auf eine sichere Bestimmung.

Chinesicher Fruchthartriegel: Wozu lässt sich die Pflanze nutzen?

Bewertet auf einer Skala bis 10: Essbar 7/10, Heilkunde 2/10, Sonstige Nutzung 5/10.

Welche Sorten von Chinesicher Fruchthartriegel gibt es?

Im Permaplans-Sortenfinder sind 1 Sorten von Chinesicher Fruchthartriegel hinterlegt, darunter Satomi. Jede Sorte hat eine eigene Seite mit Geschmack, Reifezeit, Resistenzen und Abstammung.

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