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Kornelkirsche – Cornus mas

Kornelkirsche

Cornus mas
Winter-erleuchtender OlivenGeist
Strauch5,5×5 mZone 4–8Halbschatten🍎 Essbar

Steckbrief

Familie
Cornaceae
Wuchsform
Strauch
Wuchshöhe
5,5 m
Kronenbreite
5 m
Wachstum
mittel
Lebensdauer
100 Jahre
Erster Ertrag
nach 10 Jahren
Winterhärte
Zone 4–8
Schattentoleranz
Halbschatten
Boden
Sand, Schluff, Lehm, Ton
Bodenfeuchte
trocken – sehr feucht
pH-Wert
6,5 – 7,5
In Gärten geplant
heckentauglichNektarquelle

Blüte & Ernte

J F M A M J J A S O N D
Blüte
Fruchternte

Zeiten gelten für die Nordhalbkugel in gemäßigtem Klima und verschieben sich mit Höhenlage und Sorte.

Nutzung

Essbar7 von 10
Heilkunde6 von 10
Sonstige Nutzung8 von 10

Essbar: Obst - roh, getrocknet oder in Konserven verwendet. Die Frucht ist saftig und hat einen angenehmen Säuregeschmack. Vollreife Früchte haben ein pflaumenartiges Aroma und eine weiche Textur, während unreife Früchte eher adstringierend sind. Die Frucht ist arm an Pektin und wird daher oft mit anderen Früchten zur Herstellung von Marmelade kombiniert. Früher wurde die Frucht in Salzlake eingelegt und ähnlich wie Oliven verwendet. Sie hat eine angemessene Größe von bis zu 15 mm und enthält einen großen Samen. Aus den Samen kann eine kleine Menge Speiseöl gewonnen werden. Geröstete und gemahlene Samen werden als Kaffeeersatz verwendet.

Heilkunde: Die Blätter sind schmerzlindernd, antiphlogistisch, fiebersenkend, reinigend, Packung und Wurmkur. Die Blätter haben schmerzlindernde, entzündungshemmende und fiebersenkende Eigenschaften. Sie können auch zur Reinigung des Körpers und als Wurmkur verwendet werden.

Sonstige Nutzung: Aus dem Samen der Pflanze wird Öl gewonnen. Die Rinde liefert einen Farbstoff. Es wird angenommen, dass auch die Pflanze selbst einen roten Farbstoff produziert, jedoch wird nicht spezifiziert, aus welchem Teil der Pflanze dieser gewonnen wird. Die Blätter enthalten Tannine. Das Holz der Pflanze ist sehr hart und wird von Drechslern geschätzt. Es ist schwerer als Wasser und sinkt. Das Holz wird für Werkzeuge, Maschinenteile und andere Anwendungen verwendet.

Anbau

Ein leicht anzubauendes Gewächs, das in jedem Boden gut oder mäßig fruchtbar gedeiht, von sauer bis flach kalkhaltig. Es wächst gut in schweren Tonböden und bevorzugt einen feuchten Boden und eine sonnige Lage, kann aber auch im Halbschatten gedeihen. Die Pflanzen sind ziemlich windresistent und wachsen und tragen gut in Töpfen. Die Kornelkirsche ist eine sehr winterharte Pflanze, die Temperaturen bis etwa -25°C toleriert. Früher wurde die Kornelkirsche häufig wegen ihrer essbaren Früchte angebaut, ist aber in den meisten Gebieten als Obstkultur weitgehend in Vergessenheit geraten. Sie wird jedoch noch in Teilen von Mitteleuropa kultiviert und es gibt einige benannte Sorten. 'Macrocarpa' hat größere Früchte als die Art. 'Nana' ist eine Zwergform, die von einem gelbfruchtigen Klon abstammt. 'Variegata' wurde mehrmals mit sehr großen Fruchterträgen gesehen, auch in Jahren, in denen die Art nicht gut fruchtete. 'Jolico' hat gut schmeckende Früchte, die dreimal größer sind als die der Art. Es gibt auch eine Reihe von Sorten mit gelben, weißen und purpurfarbenen Früchten. Sämlinge können bis zu 20 Jahre brauchen, um Früchte zu tragen. Pflanzen, die aus Stecklingen gezogen werden, tragen deutlich früher Früchte, leben aber nicht so lange wie die Sämlinge. Die Kornelkirsche ist eine sehr dekorative Pflanze, die recht früh im Jahr blüht und eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen darstellt. Pflanzen dieser Gattung sind bemerkenswert widerstandsfähig gegen den Hallimaschpilz.

Vermehrung

Samen sollten am besten sofort nach der Reife in einem Kalthaus oder im Freien ausgesät werden, wenn ausreichend Samen vorhanden sind. Die Samen müssen von dem Fruchtfleisch getrennt werden, da dieses Keimungsinhibitoren enthält. Gelagerte Samen sollten für 3-4 Monate kalt stratifiziert und so früh wie möglich im Jahr ausgesät werden. Eine Vorbehandlung durch Aufrauhen der Samenoberfläche kann ebenfalls hilfreich sein, ebenso wie eine Phase der warmen Stratifikation vor der kalten Stratifikation. Die Keimung, insbesondere von gelagerten Samen, kann sehr langsam sein und 18 Monate oder länger dauern. Die Sämlinge, die aus im Kalthaus ausgesäten Samen stammen, sollten so bald wie möglich in einzelne Töpfe umgetopft werden und im ersten Winter in einem Gewächshaus wachsen, bevor sie im Frühling nach den letzten erwarteten Frösten ausgepflanzt werden. Stecklinge von halbreifen Seitentrieben, im Juli/August in einem Frühbeet. Stecklinge von ausgereiftem Holz des aktuellen Jahres, idealerweise mit einem Abschnitt, im Herbst in einem Kalthaus. Hohe Erfolgsquote. Schichtung von neuem Wachstum im Juni/Juli. Dauert 9 Monate.

Besonderheiten

Besonderheiten: Schadstoff+Schnitt+Windresistent+gegen Bodenerosion; Befruchtung ist viel besser mit Fremdbefruchter. Alternanz nicht bei allen Sorten. Die LWK Niedersachsen gibt bis zu 80kg Ertrag für manchen Baum an. Gut für städtische Kleingärten+für heimische Tierwelt als Nahrung; Sämlinge können 20 Jahre brauchen bis sie das 1.mal fruchten.

Herkunft & Lebensraum

Europa.

In Wäldern, insbesondere in kalkhaltigen Böden

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