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Feijoa – Acca sellowiana

Feijoa

Acca sellowiana
fürs Tropenfeeling auf Helgoland
Essbarkeit9Heilwirkung3Sonstiger Nutzen3
Strauch3,5×4 mZone 9–12volle Sonne🍎 Essbar

Wächst das bei mir?

Feijoa ist in Mitteleuropa nicht winterhart (Zone 9). Im Freien nur von Frühjahr bis Herbst, sonst als Kübelpflanze mit frostfreier Überwinterung. Zusätzlich braucht sie warme Sommer, wie sie hierzulande nur im Weinbauklima, in Stadtlagen oder an geschützten Südwänden zusammenkommen.

Oder gleich hier für deinen Standort prüfen:

Winterhärte nach USDA-Zone, Sommerwärme nach Wärmesumme – dieselben Werte, mit denen die App und der Pflanzenfinder rechnen.

Steckbrief

Familie
Myrtaceae
Wuchsform
Strauch
Wuchshöhe
3,5 m
Kronenbreite
4 m
Wachstum
langsam
Lebensdauer
70 Jahre
Erster Ertrag
nach 4 Jahren
Vollertrag
nach 12 Jahren
Ertragsjahre
20 Jahre
Ertrag pro Pflanze
bis 30 kg im Jahr
Ertrag im Anbau
bis 12 t/ha
Energieertrag
400 kcal pro m² und Jahr
Winterhärte
Zone 9–12
Schattentoleranz
volle Sonne
Boden
Sand, Schluff, Lehm
Bodenfeuchte
halbfeucht – sehr feucht
pH-Wert
6 – 7
Synonyme
Acca sellowiana, Orthostemon sellowianus, Brasilianische Guave, Feijoa, Ananasguave
In Gärten geplant
3×
immergrünheckentauglich

Blüte & Ernte

J F M A M J J A S O N D
Blüte
Fruchternte

Zeiten gelten für die Nordhalbkugel in gemäßigtem Klima und verschieben sich mit Höhenlage und Sorte.

Sorten (14)

14 Sorten von Feijoa sind im Permaplans-Sortenfinder hinterlegt — jede mit eigener Seite: Geschmack, Reifezeit, Resistenzen, Abstammung und Verwendung.

Nutzung

Essbar9 von 10
Heilkunde3 von 10
Sonstige Nutzung3 von 10

Essbar: Obst - roh oder gekocht. Die Frucht hat einen köstlichen aromatischen Geschmack, der an eine Kreuzung zwischen Ananas und Erdbeere erinnert. Am besten wird sie roh gegessen, kann aber auch zu Pasteten, Kuchen, Puddings, Marmeladen, Gelees usw. verarbeitet werden. Die Frucht kann durch Herbstfröste Schaden nehmen, obwohl sich der Geschmack bei niedrigen Temperaturen besser entwickelt. Sie kann bis zu 7,5 cm lang werden. Blumen - roh. Die Blütenblätter sind süß, knackig und köstlich und schmecken eher nach einer Frucht als nach vielen Früchten. Sie sollten geerntet werden, sobald sie anfangen weich zu werden.

Sonstige Nutzung: Über die Frucht hinaus ist die Feijoa als Gehölz brauchbar. Sie ist immergrün, dichtbuschig und schnittverträglich und lässt sich deshalb als Hecke oder Windschutz ziehen — in ausreichend milden Lagen und in Küstennähe, wo sie salzhaltige Luft aushält. Ihr Zierwert ist beträchtlich: Die Blüten tragen fleischige, weiß-rosa Kronblätter um ein Bündel karminroter Staubfäden, und diese Kronblätter sind süß und essbar; sie lassen sich abzupfen, ohne dass die Fruchtbildung leidet, weil die Bestäubung nicht an ihnen hängt. Die Blätter sind oberseits dunkelgrün, unterseits silbrig filzig, was den Strauch bei Wind lebendig wirken lässt. In Mitteleuropa ist die Kübelkultur der Normalfall: draußen von Mai bis zum ersten Frost, danach hell und kühl überwintert.

Anbau

Standortwahl: Die Feijoa braucht volle Sonne und Windschutz. Nördlich der Weinbaulagen ist sie eine Kübelpflanze; ausgepflanzt gelingt sie nur im Weinbauklima mit Winterschutz, denn sie ist bis etwa minus acht Grad frosthart und übersteht tiefere Werte nur in Ausnahmefällen und kurzzeitig. Wichtiger als der Winter ist der Herbst: Die Früchte brauchen einen langen, milden Herbst zum Ausreifen, und wo der Frost früh kommt, bleibt die Ernte aus. Die Befruchtung ist die zweite Entscheidung vor dem Kauf — viele Sorten sind selbstunfruchtbar und brauchen einen zweiten Strauch, während Coolidge als vollständig selbstfruchtbar gilt und Mammoth und Triumph teilweise. Reife Früchte fallen ab und werden vom Boden aufgesammelt; über Pflaster oder Rasen ist das unpraktisch, eine Mulchfläche darunter erleichtert die Ernte. Pflege: Sie will leicht sauren, durchlässigen Boden und verträgt kalkhaltiges Gießwasser schlecht — im Kübel Regenwasser verwenden und sauer gedüngte Erde. Während Blüte und Fruchtentwicklung gleichmäßig feucht halten, Trockenstress in dieser Phase kostet Früchte. Überwintert wird hell bei fünf bis zehn Grad, deutlich kühler als im Wohnraum, und dabei sparsam gegossen. Geschnitten wird nach der Ernte: Die Blüten erscheinen am diesjährigen Holz, ein starker Frühjahrsschnitt nimmt also nicht die Ernte, ein zu später Sommerschnitt dagegen schon. Im Winterquartier auf Schild- und Wollläuse achten. Ausgepflanzte Exemplare im ersten Standjahr mit Vlies und Mulchdecke über den Wurzelbereich schützen.

Vermehrung

Aus Samen geht es am einfachsten, aber nicht sortenecht. Die Samen werden aus vollreifen Früchten gewonnen, vom Fruchtmus gewaschen und frisch ausgesät; bei zwanzig bis fünfundzwanzig Grad keimen sie in zwei bis vier Wochen. Sämlinge brauchen allerdings vier bis sechs Jahre bis zur ersten Blüte und fallen im Geschmack und in der Selbstfruchtbarkeit unberechenbar aus — für einen verlässlichen Ertrag ist das der falsche Weg. Sortenechte Pflanzen entstehen aus halbverholzten Stecklingen: im Spätsommer geschnitten, unten entblättert, mit Bewurzelungshormon behandelt und bei zwanzig bis fünfundzwanzig Grad Bodenwärme unter Folie oder Nebel gehalten, wurzeln sie in acht bis zwölf Wochen, wenn auch nicht zuverlässig. Einfacher ist der Absenker: Ein bodennaher Trieb wird niedergelegt, angeritzt, beschwert und nach einem Jahr abgetrennt. Im Erwerbsanbau wird zudem auf Sämlingsunterlagen veredelt.

Wert für Tiere

In ihrer südamerikanischen Heimat wird die Feijoa von Vögeln bestäubt, und die Bauweise der Blüte zeigt das noch: Die fleischigen, süßen Kronblätter sind die eigentliche Belohnung — Vögel fressen sie und streifen dabei die karminroten Staubfäden. In Kultur übernehmen überwiegend Bienen die Bestäubung, in Mitteleuropa Honigbienen und Hummeln, die den reichlich gebildeten Pollen der auffälligen Blüte im Juni abholen. Für einen mitteleuropäischen Garten bleibt der Wildtierwert dennoch begrenzt: Die Art hat hier keine Begleitfauna, dient keiner Raupe als Futter, und im Kübel steht sie einen guten Teil des Jahres im Winterquartier. Ausgepflanzt und ausgewachsen trägt sie immerhin etwas bei — ein immergrüner, dichter Strauch gibt Deckung und Nistgelegenheit zu einer Zeit, in der die Laubgehölze kahl stehen, und nicht geerntetes Fallobst wird von Amseln, Wespen und Igeln verwertet.

Besonderheiten

Besonderheiten: dürre+salzwind-tolerant; optimaler Niederschlag 750-1000mm; frosthart bis -8°C, selten überlebt es -15°C; Es gibt selbstfruchtbarere Sorten: Mammoth', 'Coolidge' (100% selbstfruchtbar), und 'Triumph'; Früchte schmecken in kalten Gegenden besser, als in warmen;

Herkunft & Lebensraum

Südamerika: Südbrasilien, Uruguay, Nordostargentinien und Ostparaguay. Die Feijoa stammt aus dem subtropischen Hochland dieser Region, vor allem aus den Bergländern von Rio Grande do Sul, Santa Catarina und Paraná sowie aus den Serras Uruguays. Von dort kam sie um 1890 nach Europa und gelangte über Frankreich weiter nach Kalifornien, in den Kaukasus und schließlich nach Neuseeland, wo der kommerzielle Anbau seinen Schwerpunkt fand. Heute wird sie außerdem in Kolumbien, Georgien, Aserbaidschan, Israel und im Mittelmeerraum angebaut. In Mitteleuropa bleibt sie eine Kübel- oder Weinbauklima-Pflanze mit Winterschutz.

In ihrer Heimat wächst die Feijoa im subtropischen Bergland, überwiegend zwischen fünfhundert und zweitausend Metern: an Waldrändern und in Galeriewäldern entlang der Flüsse, in der Übergangszone zwischen Araukarienwald und offener Campos-Graslandschaft. Diese Herkunft erklärt ihre Ansprüche gut — sie ist an Jahresniederschläge um siebenhundertfünfzig bis tausend Millimeter gewöhnt, verträgt Wind und salzhaltige Luft, braucht aber im Sommer keine große Hitze. Im Gegenteil: In kühleren Lagen schmecken die Früchte ausgeprägter als in warmen. Sie verlangt durchlässigen, leicht sauren Boden und verträgt Frost bis etwa minus acht Grad, in Ausnahmefällen etwas mehr.

Häufige Fragen

Feijoa: Wie groß wird die Pflanze?

Feijoa (Acca sellowiana) wächst als Strauch und erreicht ausgewachsen etwa 3,5 m Höhe bei rund 4 m Breite. Das Wachstum ist langsam.

Feijoa: Welchen Standort braucht die Pflanze?

Feijoa verträgt volle Sonne. Als Boden eignet sich Sand, Schluff, Lehm. Die Bodenfeuchte sollte im Bereich halbfeucht – sehr feucht liegen. Der pH-Wert darf zwischen 6 und 7 liegen.

Feijoa: Ist die Pflanze winterhart?

Feijoa ist für die Winterhärte Zone 9–12 angegeben und übersteht dort normale Winter im Freien.

Feijoa: Wächst die Pflanze in Deutschland?

Feijoa ist in Mitteleuropa nicht winterhart (Zone 9). Im Freien nur von Frühjahr bis Herbst, sonst als Kübelpflanze mit frostfreier Überwinterung. Zusätzlich braucht sie warme Sommer, wie sie hierzulande nur im Weinbauklima, in Stadtlagen oder an geschützten Südwänden zusammenkommen.

Feijoa: Wann ist die Blütezeit?

Die Blüte liegt in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel von Mai bis Juni.

Feijoa: Wann kann man ernten?

Die Früchte reifen in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im November.

Feijoa: Ab wann trägt die Pflanze und wie viel?

Feijoa trägt erstmals nach 4 Jahren. Den Vollertrag erreicht sie nach 12 Jahren. Eine ausgewachsene Pflanze liefert bis zu 30 kg im Jahr, im Anbau bis 12 t pro Hektar. Die Ertragsphase dauert etwa 20 Jahre, bei einer Lebensdauer von rund 70 Jahren. Die Werte gelten für gute Standorte; Sorte, Boden und Klima verschieben sie deutlich.

Feijoa: Ist die Pflanze giftig?

Für Feijoa ist keine Giftigkeit vermerkt. Verlass dich bei Wildpflanzen trotzdem nie allein auf eine Datenbank, sondern nur auf eine sichere Bestimmung.

Feijoa: Wozu lässt sich die Pflanze nutzen?

Bewertet auf einer Skala bis 10: Essbar 9/10, Heilkunde 3/10, Sonstige Nutzung 3/10.

Welche Sorten von Feijoa gibt es?

Im Permaplans-Sortenfinder sind 14 Sorten von Feijoa hinterlegt, darunter Anatoki, Apollo, Coolidge, Den's Choice, Gemini, Kaiteri, Mammoth, Marion, Nazemetz, Pounamu, Trask, Triumph und 2 weitere. Jede Sorte hat eine eigene Seite mit Geschmack, Reifezeit, Resistenzen und Abstammung.

Erfahrungen aus der Community

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