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Mostgummi-Eukalyptus – Eucalyptus gunnii

Mostgummi-Eukalyptus

Eucalyptus gunnii
Schneiden und anzapfen für Öl und Saft
Baum30×6 mZone 8–10leichter Schatten

Steckbrief

Familie
Myrtaceae
Wuchsform
Baum
Wuchshöhe
30 m
Kronenbreite
6 m
Wachstum
schnell
Lebensdauer
150 Jahre
Erster Ertrag
nach 4 Jahren
Winterhärte
Zone 8–10
Schattentoleranz
leichter Schatten
Boden
Sand, Schluff, Lehm
Bodenfeuchte
sehr trocken – am Wasser
pH-Wert
5,5 – 7,5
immergrünheckentauglichduftendNektarquellePollenquelle

Nutzung

Essbar4 von 10
Heilkunde7 von 10
Sonstige Nutzung7 von 10

Sonstige Nutzung: Laub (Floristik 5-12 t/ha), 1 % ätherisches Öl (antimykotisch); Holz (stark, dicht) (+Brennstoff (muss >12 Monate getrocknet sein); Zierholz; zum Austrocknen nasser Böden Mücken, Bodenschutz;

Anbau

Bevorzugt einen sonnigen Standort in einem mäßig fruchtbaren, gut durchlässigen, feuchtigkeitsspeichernden und neutralen Boden. Verträgt keine Lehm- oder Kalkböden, gedeiht aber in den meisten anderen Böden. Toleriert nährstoffarme Böden, insbesondere solche mit geringem Mineralgehalt. Verträgt keinen Schatten. Nach dem Anwachsen toleriert er trockene Böden und auch Trockenheit. Als eine der winterhärtesten Eukalyptusarten ist er sehr frostbeständig und verträgt längere Perioden bis zu -14 °C und kurze Perioden bis zu -18 °C. Eukalyptusarten sind nicht laubabwerfend und wachsen so lange, bis es zu kalt dafür ist. Dadurch sind sie anfälliger für Schäden durch plötzliche Kälteeinbrüche. Bei allmählicheren Temperaturschwankungen, wie beispielsweise in einem Wald, haben die Pflanzen die Möglichkeit, ihr Wachstum einzustellen und in eine Winterruhe zu gehen, wodurch sie kälteresistenter werden. Eine dicke Mulchschicht um die Wurzeln schützt den Boden vor Frost und hilft den Bäumen ebenfalls, Kälteperioden zu überstehen. Die Mitglieder dieser Gattung sind bemerkenswert anpassungsfähig. Die Winterhärte nachfolgender Generationen kann sich jedoch durch die Vermehrung überlebender Pflanzen in gemäßigten Zonen deutlich erhöhen. Dieser sehr dekorative Baum wächst in jungen Jahren sehr schnell und benötigt Schutz vor starkem Wind, um nicht zu windgeformt zu werden. Er verträgt salzhaltige Winde. Das Laub junger Bäume unterscheidet sich deutlich von dem der ausgewachsenen Exemplare. Die Blätter duften, besonders wenn sie verletzt werden, intensiv. Die Pflanzen vertragen Stockausschlag gut. In Südwesteuropa wird er häufig als Nutzholzbaum, aber auch als Windschutz, zur Bodenerhaltung und zur Malariabekämpfung angepflanzt, da er feuchte Böden austrocknet, die Mücken als Brutstätte dienen. Die Pflanzen sind Flachwurzler und sollten, insbesondere in windigen Gebieten, in jungen Jahren an ihren endgültigen Standort gepflanzt werden, um Windbruch zu vermeiden. Sie reagieren empfindlich auf Wurzelstörungen und sollten daher vor dem Auspflanzen im Topf vorgezogen werden. Eukalyptus-Monokulturen sind eine Umweltkatastrophe. Sie sind unersättlich, schädigen die Umwelt und fördern ein äußerst ungünstiges Verhältnis zu Landnutzung und Naturschutz. Die Blüten sind reich an Nektar und eine gute Nahrungsquelle für Bienen.

Vermehrung

Aussaat – Aussaat im Februar/März an einem sonnigen Standort im Gewächshaus. Arten aus höheren Lagen profitieren von einer 6- bis 8-wöchigen Kältebehandlung bei 2 °C. Sobald sich das zweite Keimblattpaar entwickelt hat, sollten die Sämlinge in einzelne Töpfe umgepflanzt werden. Andernfalls kann das Umpflanzen schwierig werden. Im Frühsommer werden die Pflanzen an ihren endgültigen Standort gesetzt und im ersten Winter vor Kälte geschützt. Alternativ kann die Aussaat auch im Juni erfolgen; die Jungbäume werden dann im späten Frühjahr des Folgejahres an ihren endgültigen Standort gepflanzt. Die Samen sind lange keimfähig.

Herkunft & Lebensraum

Alpine Gebiete auf felsigen, gut durchlässigen Böden, die gelegentlich auch auf sumpfigen Böden vorkommen.

⚠️ Gefahren

Giftigkeit: leicht giftig

Citronellal, ein ätherisches Öl, das in den meisten Eukalyptusarten vorkommt, gilt als mutagen, wenn es isoliert verwendet wird. In großen Mengen hat Eukalyptusöl, wie viele ätherische Öle, tödliche Vergiftungen durch Darmreizungen verursacht. Todesfälle wurden nach der Einnahme von 4 bis 24 ml ätherischer Öle gemeldet, aber es gibt auch Berichte über Genesungen nach der gleichen Menge. Zu den Symptomen gehören brennende gastrointestinale Reizungen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Sauerstoffmangel, Schwäche, Schwindel, Benommenheit, erschwerte Atmung, Delirium, Lähmungen, Krämpfe und Tod, meist durch Atemversagen.

Diese Angabe ersetzt keine fachkundige Bestimmung. Im Zweifel nichts essen.

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