Russian comfrey
Will it grow where I live?
Russian comfrey is hardy to zone 6, which covers nearly all of Central Europe and the British Isles; only harsh upland sites (Alps, high ridges) call for winter protection.
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Profile
- Family
- Boraginaceae
- Habit
- perennial
- Height
- 2 m
- Spread
- 1.8 m
- Growth
- very fast
- Lifespan
- 20 years
- First yield
- after 2 years
- Hardiness
- zone 6–8
- Shade tolerance
- partial shade
- Soil
- Sand, Silt, Loam, Clay
- Soil moisture
- moist – very wet
- pH
- 6 – 7.5
Varieties (2)
2 varieties of Russian comfrey are listed in the Permaplans variety finder — each with its own page: taste, ripening time, disease resistance, parentage and use.
Uses
Edible: Die Sorte Bocking Nr. 4 wurde gezielt auf Eiweißgehalt und Geschmack ausgelesen und gilt deshalb als die kulinarische der beiden verbreiteten Sorten. Junge Blätter und Triebe werden verwendet wie beim Echten Beinwell: fein geschnitten in Salate, gekocht als Spinatersatz, die blanchierten Stiele als Spargelersatz. Das volle, borretschartige Aroma stellt sich der Sortenbeschreibung zufolge nur auf feuchtem Standort ein. Vor der Küchenverwendung steht allerdings eine Einschränkung, die schwerer wiegt als beim Echten Beinwell: Der Hybrid enthält Echimidin und einen hohen Anteil der stärker wirksamen Diester-Pyrrolizidinalkaloide und gilt toxikologisch als der ungünstigere der beiden. Regelmäßiger Verzehr größerer Mengen ist deshalb nicht ratsam, unabhängig von der Sorte.
Other uses: Der Hauptnutzen liegt im Aufwuchs. Die tief reichende Wurzel erschließt Nährstoffe aus Schichten, die flach wurzelnde Kulturen nicht erreichen, und gibt sie über das Schnittgut wieder ab: Das Material wird als Mulch direkt auf die Beete gelegt, in Kartoffelgräben eingelegt oder zu einer kaliumreichen Jauche angesetzt, die sich besonders für stark zehrende Fruchtgemüse eignet; auch auf dem Komposthaufen ist es eine wertvolle Zugabe. Als Futterpflanze wurde der Hybrid ursprünglich gezüchtet und wird an Geflügel und anderes Kleinvieh verfüttert. Die dritte, in Permakulturanlagen erprobte Verwendung ist die lebende Rhizomsperre gegen ausläuferbildende Gräser.
Growing
Standortwahl: Sonne bis Halbschatten auf nährstoffreichem, frischem bis feuchtem Boden; Trockenheit bremst vor allem den Nachwuchs nach dem Schnitt. Der Hybrid wird breit und hoch — auf feuchten, nährstoffreichen Standorten sind anderthalb Meter Höhe und Durchmesser keine Seltenheit —, deshalb großzügig Abstand lassen. Seine eigenständige Rolle im Gartenbau ist die einer lebenden Rhizomsperre: einreihig zwischen Beet und Wiese gepflanzt, hält der dichte Wurzelfilz ausläuferbildende Gräser wie Quecke auf. Wo in einer solchen Reihe Lücken bleiben, wandert das Gras nach Beobachtungen aus der Praxis prompt in die Fläche ein; die Reihe muss also geschlossen sein und wird über die Jahre nachgepflanzt. Pflege: Zwei- bis viermal im Jahr schneiden, sobald die Stauden hoch stehen oder nach der ersten Blüte umfallen; das Material bleibt als Mulch liegen oder wird zu Jauche angesetzt. Wie oft geschnitten werden kann, hängt stark vom Standort ab — für dieselbe Sorte reichen die Praxisangaben von einem bis zu vier Durchgängen im Jahr. Gedüngt wird nicht. Ein Rückbau ist mühsam, weil jedes im Boden verbliebene Wurzelstück wieder austreibt; der Standort will deshalb von Anfang an überlegt sein. Anfällig für: Nacktschnecken (fressen bei Neupflanzungen und frisch gesteckten Wurzelstecklingen das Herz, sodass die Pflanze gar nicht erst anwächst), Beinwellrost (befällt die Blätter im Sommer; die Sorte Bocking Nr. 14 gilt als widerstandsfähig).
Propagation
Beide gängigen Sorten sind steril und setzen keinen Samen an; die Vermehrung läuft deshalb ausschließlich vegetativ — in der Praxis ein Vorteil, weil der Bestand dort bleibt, wo er gepflanzt wurde. Am einfachsten sind Wurzelstecklinge: Etwa fünf Zentimeter lange Stücke des Wurzelstocks genügen, sie kommen flach in feuchte Erde und treiben zuverlässig aus. Auf feuchten Standorten wachsen sie sogar an, wenn man sie direkt in die Wiese zwischen Brennnesseln und Disteln steckt; die Vorkultur im Topf funktioniert ebenfalls, verlangt dann aber zuverlässiges Gießen. Daneben lassen sich Kopfstecklinge verwenden. Eine Pflanze, die ein Jahr am Platz stand, liefert bereits Material für die nächste Runde, und eine große Staude lässt sich ausgraben und in viele Einzelpflanzen teilen. Gepflanzt wird im Frühjahr oder im Herbst.
Notable
Besonderheiten: Kreuzung aus Echtem und Rauem Beinwell, in den 1950er Jahren im englischen Bocking zu Futter- und Düngersorten ausgelesen; die Sorten Bocking Nr. 4 und Nr. 14 sind steril und setzen keinen Samen an breiten sich nur dort aus, wo man sie pflanzt; Vermehrung ausschliesslich über Wurzel- und Kopfstecklinge; dient als lebende Rhizomsperre gegen Quecke; mehrere Schnitte pro Jahr Mulch+Jauche; Nr. 14 kaliumreich Dünger, Nr. 4 eiweissreicher Futter+Küche;
⚠️ Hazards
Alle Pflanzenteile enthalten leberschädigende Pyrrolizidinalkaloide. Anders als beim Echten Beinwell, dessen Alkaloide zu 85 bis 97 Prozent als Monoester vorliegen, kommen hier Echimidin und ein hoher Anteil der stärker wirksamen Diester hinzu — der Hybrid gilt damit als der toxischere der beiden. Die innerliche Anwendung wird nicht empfohlen; bei äußerlicher Anwendung werden nur geringe Mengen über die Haut aufgenommen. Beim Verfüttern gilt dieselbe Zurückhaltung: Für Rinder und Pferde sind akute Leber- und Lungenschäden durch größere Mengen dokumentiert. Eine Ausnahme ist die Sorte 'Harras', in deren oberirdischen Teilen sich keine Pyrrolizidinalkaloide mehr nachweisen ließen (Nachweisgrenze 0,01 ppm).
Frequently asked questions
Russian comfrey: how big does it get?
Russian comfrey (Symphytum x uplandicum) grows as a perennial and reaches roughly 2 m in height when mature, with a spread of about 1.8 m. Growth is very fast.
Russian comfrey: what site does it need?
Russian comfrey tolerates partial shade. Suitable soils are Sand, Silt, Loam, Clay. Soil moisture should be in the range moist – very wet. The pH may lie between 6 and 7.5.
Russian comfrey: is it hardy?
Russian comfrey is listed as hardy in zone 6–8 and survives normal winters outdoors there.
Russian comfrey: will it grow in Central Europe?
Russian comfrey is hardy to zone 6, which covers nearly all of Central Europe and the British Isles; only harsh upland sites (Alps, high ridges) call for winter protection.
Russian comfrey: is it poisonous?
No toxicity is recorded for Russian comfrey. With wild plants, never rely on a database alone — only on a confident identification.
Russian comfrey: what is it used for?
Rated on a scale up to 10: Medicinal 9/10.
Which Russian comfrey varieties are there?
The Permaplans variety finder lists 2 varieties of Russian comfrey, including Bocking 14, Bocking 4. Each variety has its own page with taste, ripening time, disease resistance and parentage.
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