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Blauschotenstrauch – Decaisnea fargesii

Blauschotenstrauch

Decaisnea fargesii
aus den Bergwäldern Chinas
Essbarkeit6Sonstiger Nutzen3
Strauch4,5×4 mZone 5–8Halbschatten🍎 Essbar

Wächst das bei mir?

Blauschotenstrauch ist bis Zone 5 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.

Oder gleich hier für deinen Standort prüfen:

Winterhärte nach USDA-Zone, Sommerwärme nach Wärmesumme – dieselben Werte, mit denen die App und der Pflanzenfinder rechnen.

Steckbrief

Familie
Lardizabalaceae
Wuchsform
Strauch
Wuchshöhe
4,5 m
Kronenbreite
4 m
Wachstum
mittel
Lebensdauer
50 Jahre
Erster Ertrag
nach 5 Jahren
Ertrag pro Pflanze
bis 5 kg im Jahr
Winterhärte
Zone 5–8
Schattentoleranz
Halbschatten
Boden
Sand, Schluff, Lehm
Bodenfeuchte
halbfeucht – sehr nass
pH-Wert
6 – 7,5
Synonyme
Blaugurke, Blaugurkenbaum, Blauschotenbaum

Blüte & Ernte

J F M A M J J A S O N D
Blüte
Fruchternte

Zeiten gelten für die Nordhalbkugel in gemäßigtem Klima und verschieben sich mit Höhenlage und Sorte.

Nutzung

Essbar6 von 10
Sonstige Nutzung3 von 10

Essbar: Die kobaltblauen, weißlich bereiften Balgfrüchte enthalten ein durchscheinendes, gallertartiges Fruchtfleisch, in das zahlreiche schwarze Samen eingebettet sind. Gegessen wird allein das Fleisch: Die Schote wird aufgebrochen und die Masse ausgesaugt, Samen und die dicke, lederige Hülle bleiben übrig. In der chinesischen Heimat werden die Früchte gesammelt und roh verzehrt. Der Geschmack ist mild, süßlich und wenig ausgeprägt; die Fachliteratur lässt ausdrücklich offen, ob er europäischen Erwartungen an Obst entspricht. Für den Frischverzehr in kleiner Menge taugt die Frucht, für die Verarbeitung zu Saft, Mus oder Konserve fehlen ihr Säure und Aroma. Reif ist sie von September bis Oktober, also spät im Jahr, und sie hält sich am Strauch einige Wochen.

Sonstige Nutzung: Der eigentliche Wert des Blauschotenstrauchs liegt im Auffallenden: Kaum ein anderes winterhartes Gehölz trägt kobaltblaue Früchte. Die bis zehn Zentimeter langen, daumendicken Balgfrüchte hängen im September und Oktober in Gruppen an den Trieben und sind so ungewöhnlich gefärbt, dass die Art fast ausschließlich als Ziergehölz gepflanzt wird. Dazu kommt das Laub: Die bis achtzig Zentimeter langen, gefiederten Blätter mit ihren dreizehn bis fünfundzwanzig Fiederblättchen geben dem Strauch eine beinahe tropische Erscheinung und machen ihn zum Strukturgehölz für halbschattige Pflanzungen. Der chinesische Name spielt derb auf Form und Farbe der Früchte an. Eine handwerkliche oder technische Nutzung ist nicht bekannt; die Triebe sind wenig verzweigt und markreich und eignen sich weder für Flechtwerk noch für Drechselarbeiten.

Anbau

Eine leicht anzubauende Pflanze, die in den meisten Böden gedeiht, aber einen bevorzugt reichen, feuchten Lehmboden und eine sonnige Position, geschützt vor kalten Winden, bevorzugt. Sie gedeiht auch im Halbschatten. Die Pflanze ist sehr winterhart, aber die Blüten und das junge Wachstum im Frühling können durch späte Fröste beschädigt werden. Die Blüten erscheinen im Frühling an den Spitzen der neuen aufrechten Triebe. Die Pflanzen benötigen einige Jahre, um Früchte zu tragen. Sie sind sehr dekorativ und wachsen relativ schnell, sehen aber im Winter dürr und offen aus. In der Regel benötigen sie keinen Schnitt. In einigen neuen Floren wird diese Art nur noch als Synonym für D. insignis angesehen.

Wert für Tiere

Zum Wildtierwert des Blauschotenstrauchs liegen für Mitteleuropa keine Erhebungen vor — die Art wird hier so selten gepflanzt, dass sie in den einschlägigen Datensammlungen nicht auftaucht. Was sich sagen lässt, ergibt sich aus dem Bau der Pflanze. Die zwittrigen, grünlich gelben Glöckchenblüten hängen im Mai und Juni in Trauben; sie sind unscheinbar, aber offen zugänglich und dürften daher vor allem kurzrüsseligen Insekten wie Fliegen und kleinen Wildbienen zugutekommen. Spezialisierte Bestäuber sind nicht bekannt, eine Bindung mitteleuropäischer Falterraupen besteht nicht. Die bis zehn Zentimeter langen, kobaltblauen Balgfrüchte mit gallertartigem Fleisch reifen von September bis Oktober. Der sichere Wert im Garten liegt in der Struktur: Die bis fünf Meter hohen, wenig verzweigten Triebe mit bis zu 80 Zentimeter langen Fiederblättern werfen dichten Schatten und geben Deckung.

Besonderheiten

Besonderheiten: einziger Strauch in der Pflanzenfamilie; windgeschützt pflanzen; wächst natürlich in China in feuchten Schluchten in 900-3600m Höhe; leicht durch Samen zu vermehren; Befruchter sind Fliegen & Hautflügler Sicherlich dient der Strauch/Frucht für mehr, nur ist dies noch unbekannt.... Vermehrung: Wurzelschnittlinge;

Herkunft & Lebensraum

Der Blauschotenstrauch stammt aus den Bergwäldern Westchinas und steigt dort bis etwa 3000 Meter Seehöhe. Das sind luftfeuchte, sommerkühle Lagen mit reichlich Niederschlag, in denen er als Unterholz zwischen größeren Gehölzen steht; entsprechend verträgt er Halbschatten gut und leidet unter praller Mittagssonne und anhaltender Trockenheit. Die Bodenansprüche sind gering, solange der Untergrund durchlässig und nicht dauernd nass ist. Für mitteleuropäische Gärten ergibt sich daraus ein klares Standortbild: geschützte, warme, aber nicht ausgedörrte Lagen mit gleichmäßiger Bodenfeuchte, gern im lichten Schatten größerer Bäume. Winterfrost übersteht er, doch treibt er früh aus und ist dadurch spätfrostgefährdet, was den Fruchtansatz in ungünstigen Jahren kostet.

⚠️ Gefahren

Es ist zu wenig bekannt über Samen, unreife Früchte und andere Pflanzenteile. Daher ist besser anzunehmen, dass diese Teile giftig wirken können.

Diese Angabe ersetzt keine fachkundige Bestimmung. Im Zweifel nichts essen.

Häufige Fragen

Blauschotenstrauch: Wie groß wird die Pflanze?

Blauschotenstrauch (Decaisnea fargesii) wächst als Strauch und erreicht ausgewachsen etwa 4,5 m Höhe bei rund 4 m Breite. Das Wachstum ist mittel.

Blauschotenstrauch: Welchen Standort braucht die Pflanze?

Blauschotenstrauch verträgt Halbschatten. Als Boden eignet sich Sand, Schluff, Lehm. Die Bodenfeuchte sollte im Bereich halbfeucht – sehr nass liegen. Der pH-Wert darf zwischen 6 und 7,5 liegen.

Blauschotenstrauch: Ist die Pflanze winterhart?

Blauschotenstrauch ist für die Winterhärte Zone 5–8 angegeben und übersteht dort normale Winter im Freien.

Blauschotenstrauch: Wächst die Pflanze in Deutschland?

Blauschotenstrauch ist bis Zone 5 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.

Blauschotenstrauch: Wann ist die Blütezeit?

Die Blüte liegt in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im Juni.

Blauschotenstrauch: Wann kann man ernten?

Die Früchte reifen in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im Oktober.

Blauschotenstrauch: Ab wann trägt die Pflanze und wie viel?

Blauschotenstrauch trägt erstmals nach 5 Jahren. Eine ausgewachsene Pflanze liefert bis zu 5 kg im Jahr. Die Werte gelten für gute Standorte; Sorte, Boden und Klima verschieben sie deutlich.

Blauschotenstrauch: Ist die Pflanze giftig?

Für Blauschotenstrauch sind einzelne Pflanzenteile als leicht bedenklich vermerkt — die Pflanze gilt nicht als giftig. Verlass dich bei Wildpflanzen nie allein auf eine Datenbank, sondern nur auf eine sichere Bestimmung.

Blauschotenstrauch: Wozu lässt sich die Pflanze nutzen?

Bewertet auf einer Skala bis 10: Essbar 6/10, Sonstige Nutzung 3/10.

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