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Indianerbanane – Asimina triloba

Indianerbanane

Asimina triloba
cremig wie Banane mit tropischer Süße aus Kanada
Essbarkeit9Heilwirkung5Sonstiger Nutzen5
Strauch4,8×4 mZone 6–9Halbschatten🍎 Essbar

Wächst das bei mir?

Indianerbanane ist bis Zone 6 winterhart. Das reicht für fast alle Lagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz; nur in rauen Höhenlagen (Alpen, Mittelgebirgskämme) ist Winterschutz sinnvoll.

Oder gleich hier für deinen Standort prüfen:

Winterhärte nach USDA-Zone, Sommerwärme nach Wärmesumme – dieselben Werte, mit denen die App und der Pflanzenfinder rechnen.

Steckbrief

Familie
Annonaceae
Wuchsform
Strauch
Wuchshöhe
4,8 m
Kronenbreite
4 m
Wachstum
sehr langsam
Lebensdauer
50 Jahre
Erster Ertrag
nach 5 Jahren
Ertrag pro Pflanze
bis 30 kg im Jahr
Ertrag im Anbau
bis 20 t/ha
Energieertrag
1600 kcal pro m² und Jahr
Winterhärte
Zone 6–9
Schattentoleranz
Halbschatten
Boden
Schluff
Bodenfeuchte
halbfeucht – sehr nass
pH-Wert
5,5 – 7,5
Synonyme
Indianer-banane, Paw-paw, Pawpaw

Blüte & Ernte

J F M A M J J A S O N D
Blüte
Fruchternte

Zeiten gelten für die Nordhalbkugel in gemäßigtem Klima und verschieben sich mit Höhenlage und Sorte.

Sorten (25)

25 Sorten von Indianerbanane sind im Permaplans-Sortenfinder hinterlegt — jede mit eigener Seite: Geschmack, Reifezeit, Resistenzen, Abstammung und Verwendung.

Nutzung

Essbar9 von 10
Heilkunde5 von 10
Sonstige Nutzung5 von 10

Essbar: Edible fruits - raw or cooked. Die Früchte sind von unterschiedlicher Qualität, einige haben eine exquisiten Geschmack von Bananenpudding, während andere unangenehm sein können. Es gibt auch Berichte, dass die weißen Früchte einen milden Geschmack haben und später reifen als die Orangenfrüchte. Die Frucht kann zur Herstellung von Konserven, Pasteten, Eiscreme und anderen süßen Desserts verwendet werden. Sie fällt im Herbst vom Baum und wird dann bis zur vollen Reife gelagert. Einige Menschen können Magen-Darm-Störungen von der Frucht bekommen.

Sonstige Nutzung: Eine Faser aus der inneren Rinde wird zur Herstellung starker Seile und Schnüre verwendet. Der Samen hat insektizide Eigenschaften. Aus dem reifen Fruchtfleisch wird ein gelber Farbstoff hergestellt. Das Holz ist leicht, weich, schwach, schwammig und grobkörnig. Es wiegt 24 Pfund pro Kubikfuß und wird nicht kommerziell genutzt.

Anbau

Die Indianerbanane will einen mäßig feuchten, nährstoffreichen, durchlässigen Boden; Staunässe verträgt sie nicht. Leicht saure Böden gelten als ideal, doch zeigen die Versuchsanlagen in Schönbrunn und Veitshöchheim, dass sie auch bei pH 7,2 bis 7,3 auf kalkhaltigem Untergrund gut gedeiht. Weinbauklima ist von Vorteil, damit die Früchte vor den ersten Frösten ausreifen; nötig sind mindestens 160 frostfreie Tage und rund 400 Stunden Winterkälte. Das Holz ist mit minus 25 Grad sehr frosthart, empfindlich reagiert die Pflanze dagegen auf trockene Winde, hohe Lufttrockenheit und kühlfeuchte Sommer — an sommertrockenen Standorten hilft Tröpfchenbewässerung. Jungpflanzen brauchen anfangs Schatten, später möglichst viel Wärme und Sonne. Pro Baum rechnet man mit vier mal zwei bis drei Metern. Der Ertrag setzt nach fünf bis sechs Jahren ein.

Vermehrung

Die Samen dürfen nach der Entnahme aus der Frucht nie austrocknen. Sie brauchen drei Monate Kaltstratifikation bei null bis vier Grad und keimen anschließend im Warmen mit Bodenwärme, bei Frühjahrsaussaat oft erst im Sommer; eine Herbstaussaat in Kisten ist ebenso möglich. Sämlinge fallen allerdings unzuverlässig aus — manche Früchte bekommen einen unangenehmen Nachgeschmack —, weshalb benannte Sorten die bessere Wahl sind. Diese werden veredelt; als verlässlichste Methode gilt das Chip-Budding zu Beginn des Austriebs im zeitigen Frühjahr, während die Okulation schlecht gelingt. Wurzelechte Auslesen lassen sich über Wurzelschnittlinge vermehren. Wichtig: Die Pflanze bildet eine Pfahlwurzel und reagiert auf deren Verletzung sehr empfindlich, es sollte daher ausschließlich Containerware aus tiefen Töpfen gepflanzt werden.

Wert für Tiere

Die Indianerbanane fällt aus dem üblichen Raster: Ihre kastanienbraunen Blüten riechen schwach nach Aas und locken damit keine Bienen an, sondern Fliegen und Käfer. In Mitteleuropa fehlen diese Bestäuber weitgehend, weshalb der Fruchtansatz ohne Handbestäubung mit dem Pinsel oft dürftig bleibt; mehrere Klone nebeneinander helfen zusätzlich, denn die Blüten sind selbststeril und vorweiblich. Als Futterpflanze ist die Art für heimische Insekten wertlos: Blätter und junge Triebe enthalten Acetogenine, die Fraßfeinde abwehren. In ihrer Heimat lebt davon einzig der Zebra-Schwalbenschwanz, dessen Raupen das Gift einlagern und dadurch selbst ungenießbar werden. Der Beitrag im mitteleuropäischen Garten liegt daher weniger bei den Insekten als in den großen Blättern, die Schatten und Struktur geben, und im Fallobst, das Säugetiere annehmen.

Besonderheiten

Besonderheiten: bildet Wurzelausläufer (+zur Vermehrung;); empfindlich gegenüber trockenen Winden&kühlen+feuchten Sommern; im jungen Alter schattig+geschützt stellen, dann möglichst warm+sonnig.; aus Samen gezogene haben evtl. unangenehm-schmeckende Früchte, veredelte Varianten teilw. selbstfrucht. z.B. 'Sunflower'; Handbestäub.(Pinsel) hilfreich; max. 40kg/Strauch;

Herkunft & Lebensraum

Östliches Nordamerika: von Nordflorida bis in den Süden Ontarios, westwärts bis Nebraska und Ostkansas. Ihren Schwerpunkt hat die Indianerbanane im feuchtkontinentalen Klima der Laubmischwälder des Ohio- und Mississippi-Einzugsgebiets, wo sie als Unterwuchsgehölz entlang der Flussniederungen auf nährstoffreichen, feuchten und sauren bis neutralen Böden wächst. Fossilfunde belegen, dass die Art dort seit Langem heimisch ist; ihr heutiges nördliches und westliches Areal geht teilweise auf die Verbreitung durch indigene Gemeinschaften zurück. Zahlreiche Orte, Flüsse und Seen der USA tragen den Namen Pawpaw. In Europa wird sie erst seit wenigen Jahrzehnten angebaut und ist hier nirgends verwildert.

Unterbaumart für Vorwälder in tiefem fruchtbaren feuchten Boden in Flusstälern, Senken, dort oft in Dickichten.

⚠️ Gefahren

Der Samen enthält ein giftiges Alkaloid und ist giftig. Einige sensible Personen können von den Blättern Dermatitis bekommen. Es gibt auch Berichte, dass das Berühren der Frucht Dermatitis verursachen kann.

Diese Angabe ersetzt keine fachkundige Bestimmung. Im Zweifel nichts essen.

Häufige Fragen

Indianerbanane: Wie groß wird die Pflanze?

Indianerbanane (Asimina triloba) wächst als Strauch und erreicht ausgewachsen etwa 4,8 m Höhe bei rund 4 m Breite. Das Wachstum ist sehr langsam.

Indianerbanane: Welchen Standort braucht die Pflanze?

Indianerbanane verträgt Halbschatten. Als Boden eignet sich Schluff. Die Bodenfeuchte sollte im Bereich halbfeucht – sehr nass liegen. Der pH-Wert darf zwischen 5,5 und 7,5 liegen.

Indianerbanane: Ist die Pflanze winterhart?

Indianerbanane ist für die Winterhärte Zone 6–9 angegeben und übersteht dort normale Winter im Freien.

Indianerbanane: Wächst die Pflanze in Deutschland?

Indianerbanane ist bis Zone 6 winterhart. Das reicht für fast alle Lagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz; nur in rauen Höhenlagen (Alpen, Mittelgebirgskämme) ist Winterschutz sinnvoll.

Indianerbanane: Wann ist die Blütezeit?

Die Blüte liegt in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im Mai.

Indianerbanane: Wann kann man ernten?

Die Früchte reifen in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im Oktober.

Indianerbanane: Ab wann trägt die Pflanze und wie viel?

Indianerbanane trägt erstmals nach 5 Jahren. Eine ausgewachsene Pflanze liefert bis zu 30 kg im Jahr, im Anbau bis 20 t pro Hektar. Die Werte gelten für gute Standorte; Sorte, Boden und Klima verschieben sie deutlich.

Indianerbanane: Ist die Pflanze giftig?

Für Indianerbanane sind einzelne Pflanzenteile als leicht bedenklich vermerkt — die Pflanze gilt nicht als giftig. Verlass dich bei Wildpflanzen nie allein auf eine Datenbank, sondern nur auf eine sichere Bestimmung.

Indianerbanane: Wozu lässt sich die Pflanze nutzen?

Bewertet auf einer Skala bis 10: Essbar 9/10, Heilkunde 5/10, Sonstige Nutzung 5/10.

Welche Sorten von Indianerbanane gibt es?

Im Permaplans-Sortenfinder sind 25 Sorten von Indianerbanane hinterlegt, darunter Allegheny, Davis, Ithaca, KSU-Atwood, KSU-Benson, Mango, Marion, Mitchell, NC-1, Overleese, Pennsylvania Golden, Potomac und 13 weitere. Jede Sorte hat eine eigene Seite mit Geschmack, Reifezeit, Resistenzen und Abstammung.

Erfahrungen aus der Community

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