Indianerbanane
Wächst das bei mir?
Indianerbanane ist bis Zone 6 winterhart. Das reicht für fast alle Lagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz; nur in rauen Höhenlagen (Alpen, Mittelgebirgskämme) ist Winterschutz sinnvoll.
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Steckbrief
- Familie
- Annonaceae
- Wuchsform
- Strauch
- Wuchshöhe
- 4,8 m
- Kronenbreite
- 4 m
- Wachstum
- sehr langsam
- Lebensdauer
- 50 Jahre
- Erster Ertrag
- nach 5 Jahren
- Ertrag pro Pflanze
- bis 30 kg im Jahr
- Ertrag im Anbau
- bis 20 t/ha
- Energieertrag
- 1600 kcal pro m² und Jahr
- Winterhärte
- Zone 6–9
- Schattentoleranz
- Halbschatten
- Boden
- Schluff
- Bodenfeuchte
- halbfeucht – sehr nass
- pH-Wert
- 5,5 – 7,5
- Synonyme
- Indianer-banane, Paw-paw, Pawpaw
Blüte & Ernte
| J | F | M | A | M | J | J | A | S | O | N | D | |
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| Blüte | ||||||||||||
| Fruchternte |
Sorten (25)
25 Sorten von Indianerbanane sind im Permaplans-Sortenfinder hinterlegt — jede mit eigener Seite: Geschmack, Reifezeit, Resistenzen, Abstammung und Verwendung.
- Allegheny Kleinere, sehr aromatische Peterson-Frucht mit intensivem, komplexem Geschmack.
- Davis
- Ithaca
- KSU-Atwood Erste offizielle KSU-Sorte: ertragreich, aromatisch und mit wenigen Samen.
- KSU-Benson Ertragreiche KSU-Sorte mit großen, süßen Früchten und niedrigem Samenanteil.
- Mango Große, mildsüße Früchte mit tropisch-mangoartigem Aroma und cremigem Fleisch.
- Marion Zuverlässige Sorte mit gelbem Fleisch, mildem Aroma und guter Fruchtgröße.
- Mitchell
- NC-1 Großfruchtige, winterharte Pawpaw aus Kanada.
- Overleese Klassische Standardsorte mit großen, aromatischen Früchten und wenigen, großen Samen.
- Pennsylvania Golden Früh reifende Sorte mit goldgelbem Fleisch – ideal für kühlere Regionen und kurze Sommer.
- Potomac Große, gleichmäßige Peterson-Frucht mit süßem, ausgewogenem Aroma und wenigen Samen.
- Prima 1216Europäische Pawpaw-Auslese.
- Prolific Reich tragende, winterharte Sorte mit süßem, gelbem Fruchtfleisch.
- Rappahannock
- Rebecca's Gold Süße Sorte mit gelbem Fleisch und mildem, custardartigem Aroma.
- Shenandoah Mild-süße Pawpaw mit cremigem Fruchtfleisch.
- Sunflower Großfruchtige, spät reifende Pawpaw aus Kansas.
- Susquehanna Premium-Peterson-Sorte: sehr große Früchte, festes buttriges Fleisch und besonders wenige, kleine Samen.
- Sweet Alice
- Taylor
- Taytwo Alte, robuste Sorte mit gelbem Fleisch und mildem, süßem Aroma.
- Wabash Große Peterson-Frucht mit festem, karamellig-süßem Fleisch und gutem Lagerverhalten.
- Wells Sehr große Früchte mit orangefarbenem Fleisch und kräftigem, süßem Aroma.
- Wilson
Nutzung
Essbar: Edible fruits - raw or cooked. Die Früchte sind von unterschiedlicher Qualität, einige haben eine exquisiten Geschmack von Bananenpudding, während andere unangenehm sein können. Es gibt auch Berichte, dass die weißen Früchte einen milden Geschmack haben und später reifen als die Orangenfrüchte. Die Frucht kann zur Herstellung von Konserven, Pasteten, Eiscreme und anderen süßen Desserts verwendet werden. Sie fällt im Herbst vom Baum und wird dann bis zur vollen Reife gelagert. Einige Menschen können Magen-Darm-Störungen von der Frucht bekommen.
Sonstige Nutzung: Eine Faser aus der inneren Rinde wird zur Herstellung starker Seile und Schnüre verwendet. Der Samen hat insektizide Eigenschaften. Aus dem reifen Fruchtfleisch wird ein gelber Farbstoff hergestellt. Das Holz ist leicht, weich, schwach, schwammig und grobkörnig. Es wiegt 24 Pfund pro Kubikfuß und wird nicht kommerziell genutzt.
Anbau
Die Indianerbanane will einen mäßig feuchten, nährstoffreichen, durchlässigen Boden; Staunässe verträgt sie nicht. Leicht saure Böden gelten als ideal, doch zeigen die Versuchsanlagen in Schönbrunn und Veitshöchheim, dass sie auch bei pH 7,2 bis 7,3 auf kalkhaltigem Untergrund gut gedeiht. Weinbauklima ist von Vorteil, damit die Früchte vor den ersten Frösten ausreifen; nötig sind mindestens 160 frostfreie Tage und rund 400 Stunden Winterkälte. Das Holz ist mit minus 25 Grad sehr frosthart, empfindlich reagiert die Pflanze dagegen auf trockene Winde, hohe Lufttrockenheit und kühlfeuchte Sommer — an sommertrockenen Standorten hilft Tröpfchenbewässerung. Jungpflanzen brauchen anfangs Schatten, später möglichst viel Wärme und Sonne. Pro Baum rechnet man mit vier mal zwei bis drei Metern. Der Ertrag setzt nach fünf bis sechs Jahren ein.
Vermehrung
Die Samen dürfen nach der Entnahme aus der Frucht nie austrocknen. Sie brauchen drei Monate Kaltstratifikation bei null bis vier Grad und keimen anschließend im Warmen mit Bodenwärme, bei Frühjahrsaussaat oft erst im Sommer; eine Herbstaussaat in Kisten ist ebenso möglich. Sämlinge fallen allerdings unzuverlässig aus — manche Früchte bekommen einen unangenehmen Nachgeschmack —, weshalb benannte Sorten die bessere Wahl sind. Diese werden veredelt; als verlässlichste Methode gilt das Chip-Budding zu Beginn des Austriebs im zeitigen Frühjahr, während die Okulation schlecht gelingt. Wurzelechte Auslesen lassen sich über Wurzelschnittlinge vermehren. Wichtig: Die Pflanze bildet eine Pfahlwurzel und reagiert auf deren Verletzung sehr empfindlich, es sollte daher ausschließlich Containerware aus tiefen Töpfen gepflanzt werden.
Wert für Tiere
Die Indianerbanane fällt aus dem üblichen Raster: Ihre kastanienbraunen Blüten riechen schwach nach Aas und locken damit keine Bienen an, sondern Fliegen und Käfer. In Mitteleuropa fehlen diese Bestäuber weitgehend, weshalb der Fruchtansatz ohne Handbestäubung mit dem Pinsel oft dürftig bleibt; mehrere Klone nebeneinander helfen zusätzlich, denn die Blüten sind selbststeril und vorweiblich. Als Futterpflanze ist die Art für heimische Insekten wertlos: Blätter und junge Triebe enthalten Acetogenine, die Fraßfeinde abwehren. In ihrer Heimat lebt davon einzig der Zebra-Schwalbenschwanz, dessen Raupen das Gift einlagern und dadurch selbst ungenießbar werden. Der Beitrag im mitteleuropäischen Garten liegt daher weniger bei den Insekten als in den großen Blättern, die Schatten und Struktur geben, und im Fallobst, das Säugetiere annehmen.
Besonderheiten
Besonderheiten: bildet Wurzelausläufer (+zur Vermehrung;); empfindlich gegenüber trockenen Winden&kühlen+feuchten Sommern; im jungen Alter schattig+geschützt stellen, dann möglichst warm+sonnig.; aus Samen gezogene haben evtl. unangenehm-schmeckende Früchte, veredelte Varianten teilw. selbstfrucht. z.B. 'Sunflower'; Handbestäub.(Pinsel) hilfreich; max. 40kg/Strauch;
Herkunft & Lebensraum
Östliches Nordamerika: von Nordflorida bis in den Süden Ontarios, westwärts bis Nebraska und Ostkansas. Ihren Schwerpunkt hat die Indianerbanane im feuchtkontinentalen Klima der Laubmischwälder des Ohio- und Mississippi-Einzugsgebiets, wo sie als Unterwuchsgehölz entlang der Flussniederungen auf nährstoffreichen, feuchten und sauren bis neutralen Böden wächst. Fossilfunde belegen, dass die Art dort seit Langem heimisch ist; ihr heutiges nördliches und westliches Areal geht teilweise auf die Verbreitung durch indigene Gemeinschaften zurück. Zahlreiche Orte, Flüsse und Seen der USA tragen den Namen Pawpaw. In Europa wird sie erst seit wenigen Jahrzehnten angebaut und ist hier nirgends verwildert.
Unterbaumart für Vorwälder in tiefem fruchtbaren feuchten Boden in Flusstälern, Senken, dort oft in Dickichten.
⚠️ Gefahren
Der Samen enthält ein giftiges Alkaloid und ist giftig. Einige sensible Personen können von den Blättern Dermatitis bekommen. Es gibt auch Berichte, dass das Berühren der Frucht Dermatitis verursachen kann.
Häufige Fragen
Indianerbanane: Wie groß wird die Pflanze?
Indianerbanane (Asimina triloba) wächst als Strauch und erreicht ausgewachsen etwa 4,8 m Höhe bei rund 4 m Breite. Das Wachstum ist sehr langsam.
Indianerbanane: Welchen Standort braucht die Pflanze?
Indianerbanane verträgt Halbschatten. Als Boden eignet sich Schluff. Die Bodenfeuchte sollte im Bereich halbfeucht – sehr nass liegen. Der pH-Wert darf zwischen 5,5 und 7,5 liegen.
Indianerbanane: Ist die Pflanze winterhart?
Indianerbanane ist für die Winterhärte Zone 6–9 angegeben und übersteht dort normale Winter im Freien.
Indianerbanane: Wächst die Pflanze in Deutschland?
Indianerbanane ist bis Zone 6 winterhart. Das reicht für fast alle Lagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz; nur in rauen Höhenlagen (Alpen, Mittelgebirgskämme) ist Winterschutz sinnvoll.
Indianerbanane: Wann ist die Blütezeit?
Die Blüte liegt in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im Mai.
Indianerbanane: Wann kann man ernten?
Die Früchte reifen in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im Oktober.
Indianerbanane: Ab wann trägt die Pflanze und wie viel?
Indianerbanane trägt erstmals nach 5 Jahren. Eine ausgewachsene Pflanze liefert bis zu 30 kg im Jahr, im Anbau bis 20 t pro Hektar. Die Werte gelten für gute Standorte; Sorte, Boden und Klima verschieben sie deutlich.
Indianerbanane: Ist die Pflanze giftig?
Für Indianerbanane sind einzelne Pflanzenteile als leicht bedenklich vermerkt — die Pflanze gilt nicht als giftig. Verlass dich bei Wildpflanzen nie allein auf eine Datenbank, sondern nur auf eine sichere Bestimmung.
Indianerbanane: Wozu lässt sich die Pflanze nutzen?
Bewertet auf einer Skala bis 10: Essbar 9/10, Heilkunde 5/10, Sonstige Nutzung 5/10.
Welche Sorten von Indianerbanane gibt es?
Im Permaplans-Sortenfinder sind 25 Sorten von Indianerbanane hinterlegt, darunter Allegheny, Davis, Ithaca, KSU-Atwood, KSU-Benson, Mango, Marion, Mitchell, NC-1, Overleese, Pennsylvania Golden, Potomac und 13 weitere. Jede Sorte hat eine eigene Seite mit Geschmack, Reifezeit, Resistenzen und Abstammung.
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