Permaplans
English
Alle Pflanzen
Korea-Kirsche – Prunus tomentosa

Korea-Kirsche

Prunus tomentosa
ertragreiche kälteresistente Zwergkirsche
Essbarkeit7Heilwirkung2Sonstiger Nutzen5
Strauch1,8×2,5 mZone 3–8Halbschatten🍎 Essbar

Wächst das bei mir?

Korea-Kirsche ist bis Zone 3 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.

Oder gleich hier für deinen Standort prüfen:

Winterhärte nach USDA-Zone, Sommerwärme nach Wärmesumme – dieselben Werte, mit denen die App und der Pflanzenfinder rechnen.

Steckbrief

Familie
Rosaceae
Wuchsform
Strauch
Wuchshöhe
1,8 m
Kronenbreite
2,5 m
Wachstum
schnell
Lebensdauer
25 Jahre
Erster Ertrag
nach 3 Jahren
Vollertrag
nach 4 Jahren
Ertragsjahre
15 Jahre
Ertrag pro Pflanze
bis 7 kg im Jahr
Ertrag im Anbau
bis 24 t/ha
Energieertrag
1500 kcal pro m² und Jahr
Winterhärte
Zone 3–8
Schattentoleranz
Halbschatten
Boden
Sand, Schluff, Lehm
Bodenfeuchte
halbfeucht – sehr feucht
pH-Wert
5 – 7,5
Synonyme
Filzkirsche, Sandkirsche
heckentauglichNektarquelle

Blüte & Ernte

J F M A M J J A S O N D
Blüte
Fruchternte

Zeiten gelten für die Nordhalbkugel in gemäßigtem Klima und verschieben sich mit Höhenlage und Sorte.

Sorten (3)

3 Sorten von Korea-Kirsche sind im Permaplans-Sortenfinder hinterlegt — jede mit eigener Seite: Geschmack, Reifezeit, Resistenzen, Abstammung und Verwendung.

Nutzung

Essbar7 von 10
Heilkunde2 von 10
Sonstige Nutzung5 von 10

Essbar: Obst - kann roh oder gekocht gegessen werden. Es ist saftig und hat einen säuerlichen bis süßen Geschmack. Unreife Früchte können eingelegt werden. Die Frucht hat einen Durchmesser von etwa 12 mm und enthält einen großen Samen. Der Samen kann roh oder gekocht gegessen werden, sollte jedoch nicht verzehrt werden, wenn er zu bitter ist. Die Knospen werden gekocht und gegessen. Es ist nicht klar, ob es sich um Blüten- oder Blattknospen handelt.

Heilkunde: Obwohl keine spezielle Erwähnung für diese Art gefunden wurde, enthalten alle Mitglieder der Gattung Amygdalin und Prunasin Substanzen, die im Wasser zu Blausäure (Cyanid oder Blausäure) zerfallen. In kleinen Mengen regt diese äußerst giftige Verbindung die Atmung an, verbessert die Verdauung und gibt ein Gefühl des Wohlbefindens.

Sonstige Nutzung: Aus den Blättern lässt sich ein grüner Farbstoff gewinnen, aus den Früchten ein dunkelgrauer bis grüner. Die Früchte enthalten rund 0,7 Prozent Fruchtsäuren, bis zu zwölf Prozent Zucker und etwa 30 Milligramm Vitamine je 100 Gramm. Sie reifen Ende Juni bis Juli, sitzen ungestielt dicht an den zweijährigen Trieben im Inneren des Strauchs und sind hellscharlachrot, gut steinlösend und bis 3,5 Gramm schwer; russische Auslesen erreichen 1,8 Zentimeter und 3,6 Gramm. Im Vollertrag liefert ein Strauch dieser Sorten fünf bis sieben, ausnahmsweise zehn Kilogramm. Lagerfähig sind die Früchte nicht und müssen sofort verarbeitet werden. Neben dem Frischverzehr ergeben sie Saft, Konfitüre, Marmelade, Kompott, Kuchenbelag, Likör und Wein.

Anbau

Standortwahl: Volle Sonne und ein durchlässiger, humoser Boden von sandig-lehmiger bis etwas schwererer Art; mäßige Bodenfeuchte ist ideal, Trockenheit verträgt sie gut, Staunässe nicht. Ein geschützter Platz ist nicht nötig — die Art ist bis etwa minus vierunddreißig Grad hart und gedeiht auch in rauen Lagen. Weil sie zwar reich blüht, aber nicht immer ebenso reich fruchtet, pflanzt man für guten Fruchtansatz besser mehrere Sträucher zusammen. Die Blüten sind selbstfertil, Fremdbestäubung erhöht den Ertrag dennoch deutlich; als Partner eignen sich neben anderen Korea-Kirschen auch Prunus virginiana, P. pensylvanica und P. besseyi. Pflege: Sie blüht und fruchtet schon als drei- bis vierjähriger Sämling, bleibt aber mit zehn bis fünfzehn Jahren kurzlebig. Ein Schnitt ist nicht zwingend, ein kräftiger Verjüngungsschnitt in mehrjährigem Abstand verhindert jedoch vorzeitiges Vergreisen. Wer die zweijährigen Triebe gleich nach der Blüte auf fünf bis zehn Knospen zurücknimmt, verzichtet in dieser Saison auf deren Ertrag, erhält aber lange einjährige Ruten, die im Folgejahr reich blühen. In feuchten, regnerischen Sommern tritt Zweig-Monilia auf; dann bis ins gesunde Holz zurückschneiden, die Sträucher treiben zuverlässig wieder aus. Hasen und Mäuse meiden die Art.

Vermehrung

Anders als die veredelten Obst-Prunus lässt sich die Korea-Kirsche unkompliziert aus Samen ziehen — sie steht der Wildform nahe, und Sämlinge fallen brauchbar aus. Die Steine werden nach der Ernte entnommen, gewaschen und über Winter kalt stratifiziert, dann im Freilandbeet ausgesät; die Pflanzen blühen und fruchten bereits im dritten bis vierten Jahr. Reichtragende Auslesen und benannte Sorten gibt man dagegen über Grünstecklinge weiter, die im Frühsommer von kräftig wachsenden Trieben geschnitten werden. Ältere Sträucher bilden einige Wurzeltriebe, die sich abtrennen lassen. Umgekehrt dient die Art selbst als schwachwüchsige Unterlage für andere Kirschen — ein Weg, um Süß- und Sauerkirschen kleiner zu halten.

Wert für Tiere

Die Korea-Kirsche blüht sehr früh, meist noch vor dem Laubaustrieb ab April, und liefert damit in einer Zeit Nektar und Pollen, in der im Garten sonst wenig blüht — das macht sie für Wildbienen und Hummeln wertvoll. Die Blüten sind offen gebaut und für Insekten aller Rüssellängen zugänglich. Für einen guten Fruchtansatz ist Insektenbestäubung entscheidend, obwohl die Blüten selbstfertil sind. Die kleinen, hellroten Früchte sind bei Vögeln ausgesprochen beliebt und werden meist abgeerntet, bevor der Mensch dazu kommt; ein Netz ist hier leichter anzubringen als am großen Kirschbaum. Als Raupenfutterpflanze heimischer Schmetterlinge spielt die ostasiatische Art dagegen kaum eine Rolle. Hasen und Mäuse gehen nicht an sie.

Besonderheiten

Besonderheiten: pflegeleicht; schafft ein paar Wurzeltriebe; Sorte 'Orient' ist selbstfruchtbar; zur Befruchtung dienen auch P. pumila & P. virginiana, welche ebenfalls interessante kleinwüchsige Kirschsträucher sind; Frucht 3,5g → Vollertrag= 2000 Früchte; beliebt bei Vögeln, wobei diese besser zu schützen sind, als der große Kirschbaum;

Herkunft & Lebensraum

Ostasien: Nordchina, Korea und Himalaja. Die Korea-Kirsche stammt aus Nord- und Westchina einschließlich Tibet, aus der Mongolei, Korea und Japan und reicht südwärts bis in den Himalaja; für Nordindien sind die Vorkommen nicht gesichert. Ihre beiden gängigen Namen verweisen auf diese Herkunft: Korea-Kirsche und Nanking-Kirsche, nach der ostchinesischen Stadt. In Europa ist sie seit 1870 in Kultur, in die Vereinigten Staaten brachte sie das Arnold Arboretum 1892. Angebaut wird sie bei uns als Zier- und Naschstrauch, nicht im Erwerbsobstbau; in Russland entstand dagegen eine eigene Züchtungslinie mit achtzehn beschriebenen Sorten, die in Westeuropa bislang nicht im Handel sind. Verwildert tritt die Art in Mitteleuropa nicht auf.

In ihrer Heimat wächst die Korea-Kirsche in lichten Wäldern, an Berghängen und Waldrändern der kontinentalen Gebirgsregionen Ostasiens. Prägend für diese Standorte sind harte, trockene Winter und warme Sommer — daraus erklärt sich ihre außergewöhnliche Frosthärte: Sie übersteht Temperaturen bis etwa minus vierunddreißig Grad und gilt als eine der kältetauglichsten Obstarten überhaupt. Sie verlangt volle Sonne; im Schatten blüht und fruchtet sie kaum. Beim Boden ist sie anpassungsfähig und bevorzugt etwas schwerere bis sandig-lehmige, humose Böden bei mäßiger Bodenfeuchte, verträgt aber auch Trockenheit gut. Staunässe und schwere, verdichtete Lagen bekommen ihr nicht.

⚠️ Gefahren

Giftige Kerne und Blätter, giftig für Hunde, Katzen und Pferde Wie bei allen Prunus-Arten enthalten Samen, Blätter und Rinde cyanogene Glykoside, die beim Zerkauen oder Zerkleinern Blausäure freisetzen. Einzelne versehentlich mitverschluckte, unversehrte Kerne sind unbedenklich, größere Mengen zerkauter Kerne dagegen nicht; von selbst hergestellten Kernauszügen ist abzuraten. Für Hunde, Katzen und Pferde gelten dieselben Pflanzenteile als giftig. Das Fruchtfleisch selbst ist unbedenklich. Der bei Verletzungen austretende Gummifluss ist ein Zeichen für einen falschen Schnittzeitpunkt, keine Gefahr.

Diese Angabe ersetzt keine fachkundige Bestimmung. Im Zweifel nichts essen.

Häufige Fragen

Korea-Kirsche: Wie groß wird die Pflanze?

Korea-Kirsche (Prunus tomentosa) wächst als Strauch und erreicht ausgewachsen etwa 1,8 m Höhe bei rund 2,5 m Breite. Das Wachstum ist schnell.

Korea-Kirsche: Welchen Standort braucht die Pflanze?

Korea-Kirsche verträgt Halbschatten. Als Boden eignet sich Sand, Schluff, Lehm. Die Bodenfeuchte sollte im Bereich halbfeucht – sehr feucht liegen. Der pH-Wert darf zwischen 5 und 7,5 liegen.

Korea-Kirsche: Ist die Pflanze winterhart?

Korea-Kirsche ist für die Winterhärte Zone 3–8 angegeben und übersteht dort normale Winter im Freien.

Korea-Kirsche: Wächst die Pflanze in Deutschland?

Korea-Kirsche ist bis Zone 3 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.

Korea-Kirsche: Wann ist die Blütezeit?

Die Blüte liegt in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im April.

Korea-Kirsche: Wann kann man ernten?

Die Früchte reifen in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im August.

Korea-Kirsche: Ab wann trägt die Pflanze und wie viel?

Korea-Kirsche trägt erstmals nach 3 Jahren. Den Vollertrag erreicht sie nach 4 Jahren. Eine ausgewachsene Pflanze liefert bis zu 7 kg im Jahr, im Anbau bis 24 t pro Hektar. Die Ertragsphase dauert etwa 15 Jahre, bei einer Lebensdauer von rund 25 Jahren. Die Werte gelten für gute Standorte; Sorte, Boden und Klima verschieben sie deutlich.

Korea-Kirsche: Ist die Pflanze giftig?

Für Korea-Kirsche sind einzelne Pflanzenteile als leicht bedenklich vermerkt — die Pflanze gilt nicht als giftig. Verlass dich bei Wildpflanzen nie allein auf eine Datenbank, sondern nur auf eine sichere Bestimmung.

Korea-Kirsche: Wozu lässt sich die Pflanze nutzen?

Bewertet auf einer Skala bis 10: Essbar 7/10, Heilkunde 2/10, Sonstige Nutzung 5/10.

Welche Sorten von Korea-Kirsche gibt es?

Im Permaplans-Sortenfinder sind 3 Sorten von Korea-Kirsche hinterlegt, darunter Efimka, Red Ninja, Snövit. Jede Sorte hat eine eigene Seite mit Geschmack, Reifezeit, Resistenzen und Abstammung.

Erfahrungen aus der Community

Noch keine Erfahrungsberichte zu dieser Pflanze.

Hast du sie im Garten? Schreib in der App, was bei dir funktioniert – dein Beitrag erscheint hier.

💬 App laden und mitschreiben

Diese Pflanze in den eigenen Garten planen

Permaplans plant deinen Garten maßstabsgetreu auf der Karte — mit Standortcheck, Ernteplan und über 1.000 Pflanzen. Kostenlos für iPhone, Android, Mac, Windows & Linux.

Wächst diese Pflanze bei dir? → Standort prüfen

Angaben ohne Gewähr. Standortdaten und Texte aus der Permaplans-Datenbank.

Leg deinen Garten an

Kostenlos ausprobieren — im Browser sofort, ohne Anmeldung.

Im Browser startenApp laden