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Korea-Kirsche – Prunus tomentosa

Korea-Kirsche

Prunus tomentosa
ertragreiche kälteresistente Zwergkirsche
Strauch1,8×2,5 mZone 3–8Halbschatten🍎 Essbar

Steckbrief

Familie
Rosaceae
Wuchsform
Strauch
Wuchshöhe
1,8 m
Kronenbreite
2,5 m
Wachstum
schnell
Lebensdauer
25 Jahre
Erster Ertrag
nach 3 Jahren
Winterhärte
Zone 3–8
Schattentoleranz
Halbschatten
Boden
Sand, Schluff, Lehm
Bodenfeuchte
halbfeucht – sehr feucht
pH-Wert
5 – 7,5
Synonyme
Filzkirsche, Sandkirsche
heckentauglichNektarquelle

Blüte & Ernte

J F M A M J J A S O N D
Blüte
Fruchternte

Zeiten gelten für die Nordhalbkugel in gemäßigtem Klima und verschieben sich mit Höhenlage und Sorte.

Nutzung

Essbar7 von 10
Heilkunde2 von 10
Sonstige Nutzung5 von 10

Essbar: Obst - kann roh oder gekocht gegessen werden. Es ist saftig und hat einen säuerlichen bis süßen Geschmack. Unreife Früchte können eingelegt werden. Die Frucht hat einen Durchmesser von etwa 12 mm und enthält einen großen Samen. Der Samen kann roh oder gekocht gegessen werden, sollte jedoch nicht verzehrt werden, wenn er zu bitter ist. Die Knospen werden gekocht und gegessen. Es ist nicht klar, ob es sich um Blüten- oder Blattknospen handelt.

Heilkunde: Obwohl keine spezielle Erwähnung für diese Art gefunden wurde, enthalten alle Mitglieder der Gattung Amygdalin und Prunasin Substanzen, die im Wasser zu Blausäure (Cyanid oder Blausäure) zerfallen. In kleinen Mengen regt diese äußerst giftige Verbindung die Atmung an, verbessert die Verdauung und gibt ein Gefühl des Wohlbefindens.

Sonstige Nutzung: Aus den Blättern kann ein grüner Farbstoff gewonnen werden. Aus der Frucht kann ein dunkelgrauer bis grüner Farbstoff gewonnen werden. Der grüne Farbstoff kann aus den Blättern gewonnen werden, während der dunkelgraue bis grüne Farbstoff aus der Frucht extrahiert werden kann.

Anbau

Gedeiht in einem gut durchlässigen, feuchtigkeitsbewahrenden lehmigen Boden und wächst gut auf Kalkstein. Bevorzugt etwas Kalk im Boden, kann aber chlorotisch werden, wenn zu viel Kalk vorhanden ist. Wächst gut im Halbschatten, fruchtet jedoch besser an sonnigen Standorten. Benötigt eine geschützte Position und gedeiht in heißen Sommern. In Asien für seine essbaren Früchte kultiviert, gibt es einige benannte Sorten. Die Früchte werden in Großbritannien nicht reichlich getragen. Die Blüten werden am Vorjahreswachstum gebildet. Die meisten Arten dieser Gattung haben flachwurzelnde Wurzeln und bilden Ausläufer, wenn die Wurzeln beschädigt werden. Pflanzen dieser Gattung sind besonders anfällig für den Hallimaschpilz.

Vermehrung

Samen - benötigt 2-3 Monate Kältestratifikation und sollte am besten sofort nach der Reife in einem Kalthaus ausgesät werden. Gelagerten Samen im Kalthaus so früh wie möglich im Jahr aussäen. Den Samen vor Mäusen usw. schützen. Die Keimung kann recht langsam sein und manchmal bis zu 18 Monate dauern. Die Sämlinge in einzelne Töpfe pikieren, wenn sie groß genug sind. Im ersten Winter in einem Gewächshaus oder Kalthaus heranziehen und im folgenden Jahr spät im Frühling oder frühen Sommer auspflanzen. Stecklinge von halbreifen Trieben mit einem Absatz, im Juli/August in einem Frühbeet. Weichholzstecklinge von kräftig wachsenden Pflanzen im Frühling bis Frühsommer in einem Frühbeet. Im Frühling Schichtung vornehmen.

Besonderheiten

Besonderheiten: pflegeleicht; schafft ein paar Wurzeltriebe; Sorte 'Orient' ist selbstfruchtbar; zur Befruchtung dienen auch P. pumila & P. virginiana, welche ebenfalls interessante kleinwüchsige Kirschsträucher sind; Frucht 3,5g → Vollertrag= 2000 Früchte; beliebt bei Vögeln, wobei diese besser zu schützen sind, als der große Kirschbaum;

Herkunft & Lebensraum

E. Asien - Nord- und Westchina bis zum Himalaya.

In Schluchten und an Hängen, zwischen 1700 und 2400 Metern im Himalaya. Wald an Bergflanken, Waldränder, Dickichte und Wiesen in Höhenlagen von 100 bis 3700 Metern.

⚠️ Gefahren

Giftigkeit: leicht giftig

Obwohl für diese Art keine spezifische Erwähnung gefunden wurde, gehört sie zu einer Gattung, in der die meisten, wenn nicht alle Mitglieder der Gattung Cyanwasserstoff produzieren, ein Gift, das Mandeln ihren charakteristischen Geschmack verleiht. Dieses Gift befindet sich hauptsächlich in den Blättern und Samen und ist an seinem bitteren Geschmack leicht erkennbar. Es ist normalerweise in zu geringer Menge vorhanden, um Schaden anzurichten, aber sehr bittere Samen oder Früchte sollten nicht gegessen werden. In kleinen Mengen wurde gezeigt, dass Cyanwasserstoff die Atmung anregt und die Verdauung verbessert, es wird auch behauptet, dass es bei der Behandlung von Krebs von Vorteil ist. In übermäßigen Mengen kann es jedoch zu Atemversagen und sogar zum Tod führen.

Diese Angabe ersetzt keine fachkundige Bestimmung. Im Zweifel nichts essen.

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