Erlenblättrige Felsenbirne
Wächst das bei mir?
Erlenblättrige Felsenbirne ist bis Zone 2 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.
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Steckbrief
- Familie
- Rosaceae
- Wuchsform
- Strauch
- Wuchshöhe
- 4 m
- Kronenbreite
- 3 m
- Wachstum
- mittel
- Lebensdauer
- 50 Jahre
- Erster Ertrag
- nach 4 Jahren
- Vollertrag
- nach 12–25 Jahren
- Ertragsjahre
- 30–50 Jahre
- Ertrag pro Pflanze
- bis 8 kg im Jahr
- Ertrag im Anbau
- bis 10 t/ha
- Energieertrag
- 850 kcal pro m² und Jahr
- Winterhärte
- Zone 2–7
- Schattentoleranz
- Halbschatten
- Boden
- Sand, Schluff, Lehm, Ton
- Bodenfeuchte
- halbfeucht – sehr nass
- pH-Wert
- 5,5 – 8
- Synonyme
- Saskatoon, Junibeere, Felsenbirne
- In Gärten geplant
- 6×
Blüte & Ernte
| J | F | M | A | M | J | J | A | S | O | N | D | |
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| Blüte | ||||||||||||
| Fruchternte |
Sorten (7)
7 Sorten von Erlenblättrige Felsenbirne sind im Permaplans-Sortenfinder hinterlegt — jede mit eigener Seite: Geschmack, Reifezeit, Resistenzen, Abstammung und Verwendung.
- BallerinaZierender Kleinbaum mit reicher Blüte und essbaren Beeren.
- Greatberry GardenKompakte Gartenauslese mit großen, süßen Beeren.
- Martin Saskatoon-Auslese mit großen, festen Beeren.
- Northline Zuverlässig hoch tragende Saskatoon-Sorte aus Beaverlodge.
- Smokey
- Smoky Bewährte, ertragreiche Saskatoon-Standardsorte aus Alberta.
- Thiessen Frühe Saskatoon-Sorte mit besonders großen Beeren.
Nutzung
Essbar: Die Frucht ist im Hochsommer reif und hat ein süßes Aroma mit einem Hauch von Apfel. Sie ist weich, saftig und enthält ein paar kleine Samen in der Mitte. Die Frucht ist etwa so groß wie eine schwarze Johannisbeere und wird in kleinen Trauben produziert. Die besten Wildformen können einen Durchmesser von 15 mm haben. Die Früchte können roh gegessen, getrocknet und als Rosinen verwendet oder zu Pemmikan verarbeitet werden. Sie sind reich an Eisen und Kupfer. Die Blätter können als Teeersatz verwendet werden.
Heilkunde: Eine Abkochung der Rinde wird äußerlich angewendet, um Schwellungen und Körperschmerzen zu behandeln.
Sonstige Nutzung: Pflanzen haben ein sich ausbreitendes, saugendes Wurzelsystem und werden in Windschutzscheiben zum Erosionsschutz verwendet. Junge Zweige können zu einem Seil gedreht werden. Das Holz ist hart, geradfaserig und zäh und wird für Werkzeuggriffe verwendet. Es kann durch Erhitzen über einem Feuer noch härter gemacht werden und lässt sich leicht formen, solange es heiß ist. Die jungen Stängel werden zur Herstellung von Rändern, Griffen und als Versteifung in der Korbmacherei genutzt.
Anbau
Standortwahl: Die Erlenblättrige Felsenbirne treibt kurze Ausläufer und bildet mit den Jahren lockere Bestände; einzeln bleiben soll sie nur, wenn man die Ausläufer regelmäßig absticht. Der begrenzende Faktor ist nicht die Kultur, sondern der Vogelfraß: Die Früchte sind oft abgeräumt, bevor sie voll ausgereift sind — wer ernten will, braucht ein Netz oder muss teilen. Als Vogelnährgehölz ist genau das ihr Wert, dazu kommen rund 30 Wildbienenarten an den Blüten. Spätfröste bis in den Mai können die Blüte treffen, Frostlöcher und Kaltluftsenken sind daher ungeeignet. Ein Strauch trägt 30 Jahre und länger, der Platz sollte dauerhaft sein. Pflege: Sie ist selbstfruchtbar und genügsam, an Standort wie Klima passt sie sich gut an; ihre Frosthärte ist mit etwa -34 °C außergewöhnlich. Viel Sonne braucht sie vor allem zur Fruchtreife, im Schatten bleiben Ertrag und Zuckergehalt zurück. Beim Boden ist sie tolerant, solange er durchlässig ist: Zu meiden sind schwere, schlecht drainierte Tonböden ohne Humusanteil sowie flachgründige Lagen. Kalk verträgt sie gut, von schwach saurem bis deutlich kalkhaltigem Boden gedeiht sie. Geschnitten werden muss wenig — alte, kahl werdende Triebe bodennah heraus, damit junge nachrücken.
Vermehrung
Weil sich die Arten der Gattung bereitwillig untereinander kreuzen, fallen Sämlinge häufig uneinheitlich aus; wer eine bestimmte Sorte erhalten will, vermehrt vegetativ. Am einfachsten ist die Teilung der Ausläufer im Spätwinter, allerdings erst, wenn diese zwei Jahre gestanden und eigene Wurzeln gebildet haben. Dann lassen sie sich direkt an den endgültigen Platz setzen. Absenker gelingen ebenfalls, brauchen bis zur Bewurzelung aber rund 18 Monate. Bei der Aussaat erntet man die Samen am besten grün, sobald sie ausgebildet, die Samenschale aber noch weich ist, und sät sofort ins Freiland; ausgehärtetes Saatgut keimt sonst erst nach 18 Monaten oder später. Sortenechte Pflanzen lassen sich auch auf Sämlinge von Amelanchier lamarckii oder auf Eberesche veredeln.
Wert für Tiere
Die weißen Blüten erscheinen im April und werden gut angenommen; an der Erlenblättrigen Felsenbirne wurden rund 30 Wildbienenarten festgestellt, von denen keine auf sie spezialisiert ist. Ihren größten Wert entfaltet die Art jedoch über die Früchte: Die im Sommer reifenden Apfelfrüchte sind bei Amseln, Drosseln, Staren und weiteren Fruchtfressern so begehrt, dass sie oft abgeräumt sind, bevor geerntet werden kann; über den Kot verbreiten die Vögel die Samen. In ihrer nordamerikanischen Heimat dient sie darüber hinaus mehreren Schwalbenschwanzarten als Raupenfutterpflanze, und Hirsche, Wapitis und Hasen verbeißen das Laub. Der dichte, mehrtriebige Wuchs bietet Kleinvögeln Deckung und Nistgelegenheit.
Besonderheiten
Besonderheiten: gut kalk+lehmverträglich; Für Ertrag wird hauptsächlich A. alnifolia (Saskatoon) angebaut. A. ovalis ist die gewöhnliche Felsenbirne und A. laevis hat ebenfalls Ertragssorten + kann 6-8m hoch werden. Es gibt noch Kreuzungen.; beliebt bei Vögeln; Ertragreichste+süßeste Sorte ist 'Smoky'. Ertragsmax. ist nach 12-15 Jahren erreicht (15kg);
Herkunft & Lebensraum
Westliches Nordamerika: Alaska bis Kalifornien und Utah. Das natürliche Verbreitungsgebiet der Erlenblättrigen Felsenbirne liegt im westlichen Nordamerika. Es reicht vom subarktischen Alaska über weite Teile des westlichen Kanada südwärts bis nach Kalifornien und Utah und greift ostwärts bis in die nördlichen Great Plains aus. Dabei besiedelt die Art ein bemerkenswert weites Höhenspektrum, von Meereshöhe bis auf etwa 3400 Meter in den Rocky Mountains, und erträgt entsprechend strenge Winter. In Mitteleuropa kommt sie nicht wild vor; sie wird hier als Frucht- und Ziergehölz kultiviert und verwildert allenfalls gelegentlich aus Anpflanzungen. In Kanada und im nördlichen Mittleren Westen der USA steht sie zudem im erwerbsmäßigen Obstanbau.
In ihrer nordamerikanischen Heimat wächst die Erlenblättrige Felsenbirne in Auen und an Gewässerufern, im Unterwuchs lichter, artenarmer Wälder und in Canyons. Sie besiedelt mäßig trockene bis frische, sandige, kiesige oder lehmige und dabei durchaus nährstoffreiche Böden an sonnigen bis lichtschattigen, kühlen bis kalten Standorten. Ihr Höhenspektrum ist bemerkenswert weit: Im Norden des Areals wächst sie auf Meereshöhe, in den Rocky Mountains steigt sie bis in hochmontane Lagen. Entsprechend frosthart ist die Art. Staunasse und flachgründige Böden meidet sie, besonders dort, wo der Grundwasserstand hoch oder unbeständig ist.
Häufige Fragen
Erlenblättrige Felsenbirne: Wie groß wird die Pflanze?
Erlenblättrige Felsenbirne (Amelanchier alnifolia) wächst als Strauch und erreicht ausgewachsen etwa 4 m Höhe bei rund 3 m Breite. Das Wachstum ist mittel.
Erlenblättrige Felsenbirne: Welchen Standort braucht die Pflanze?
Erlenblättrige Felsenbirne verträgt Halbschatten. Als Boden eignet sich Sand, Schluff, Lehm, Ton. Die Bodenfeuchte sollte im Bereich halbfeucht – sehr nass liegen. Der pH-Wert darf zwischen 5,5 und 8 liegen.
Erlenblättrige Felsenbirne: Ist die Pflanze winterhart?
Erlenblättrige Felsenbirne ist für die Winterhärte Zone 2–7 angegeben und übersteht dort normale Winter im Freien.
Erlenblättrige Felsenbirne: Wächst die Pflanze in Deutschland?
Erlenblättrige Felsenbirne ist bis Zone 2 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.
Erlenblättrige Felsenbirne: Wann ist die Blütezeit?
Die Blüte liegt in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im Mai.
Erlenblättrige Felsenbirne: Wann kann man ernten?
Die Früchte reifen in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im Juli.
Erlenblättrige Felsenbirne: Ab wann trägt die Pflanze und wie viel?
Erlenblättrige Felsenbirne trägt erstmals nach 4 Jahren. Den Vollertrag erreicht sie nach 12–25 Jahren. Eine ausgewachsene Pflanze liefert bis zu 8 kg im Jahr, im Anbau bis 10 t pro Hektar. Die Ertragsphase dauert etwa 30–50 Jahre. Die Werte gelten für gute Standorte; Sorte, Boden und Klima verschieben sie deutlich.
Erlenblättrige Felsenbirne: Ist die Pflanze giftig?
Für Erlenblättrige Felsenbirne ist keine Giftigkeit vermerkt. Verlass dich bei Wildpflanzen trotzdem nie allein auf eine Datenbank, sondern nur auf eine sichere Bestimmung.
Erlenblättrige Felsenbirne: Wozu lässt sich die Pflanze nutzen?
Bewertet auf einer Skala bis 10: Essbar 8/10, Heilkunde 5/10, Sonstige Nutzung 8/10.
Welche Sorten von Erlenblättrige Felsenbirne gibt es?
Im Permaplans-Sortenfinder sind 7 Sorten von Erlenblättrige Felsenbirne hinterlegt, darunter Ballerina, Greatberry Garden, Martin, Northline, Smokey, Smoky, Thiessen. Jede Sorte hat eine eigene Seite mit Geschmack, Reifezeit, Resistenzen und Abstammung.
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Erfahrungen aus der Community
Was Permaplans-Nutzer zu dieser Pflanze geschrieben haben – unverändert aus der App übernommen. 1 Beitrag.
super leckere Früchte vom Wegesrand. Es ist jedes Jahr eine Freude wenn der Mensch noch welche bekommt, die vögel lieben sie aber auch sehr.
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