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Erlenblättrige Felsenbirne – Amelanchier alnifolia

Erlenblättrige Felsenbirne

Amelanchier alnifolia
süßer Nasch+Zierstrauch für alle Lagen
💬 1 Erfahrungsbericht lesen
Essbarkeit8Heilwirkung5Sonstiger Nutzen8
Strauch4×3 mZone 2–7Halbschatten🍎 Essbar

Wächst das bei mir?

Erlenblättrige Felsenbirne ist bis Zone 2 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.

Oder gleich hier für deinen Standort prüfen:

Winterhärte nach USDA-Zone, Sommerwärme nach Wärmesumme – dieselben Werte, mit denen die App und der Pflanzenfinder rechnen.

Steckbrief

Familie
Rosaceae
Wuchsform
Strauch
Wuchshöhe
4 m
Kronenbreite
3 m
Wachstum
mittel
Lebensdauer
50 Jahre
Erster Ertrag
nach 4 Jahren
Vollertrag
nach 12–25 Jahren
Ertragsjahre
30–50 Jahre
Ertrag pro Pflanze
bis 8 kg im Jahr
Ertrag im Anbau
bis 10 t/ha
Energieertrag
850 kcal pro m² und Jahr
Winterhärte
Zone 2–7
Schattentoleranz
Halbschatten
Boden
Sand, Schluff, Lehm, Ton
Bodenfeuchte
halbfeucht – sehr nass
pH-Wert
5,5 – 8
Synonyme
Saskatoon, Junibeere, Felsenbirne
In Gärten geplant
6×
heckentauglich

Blüte & Ernte

J F M A M J J A S O N D
Blüte
Fruchternte

Zeiten gelten für die Nordhalbkugel in gemäßigtem Klima und verschieben sich mit Höhenlage und Sorte.

Sorten (7)

7 Sorten von Erlenblättrige Felsenbirne sind im Permaplans-Sortenfinder hinterlegt — jede mit eigener Seite: Geschmack, Reifezeit, Resistenzen, Abstammung und Verwendung.

Nutzung

Essbar8 von 10
Heilkunde5 von 10
Sonstige Nutzung8 von 10

Essbar: Die Frucht ist im Hochsommer reif und hat ein süßes Aroma mit einem Hauch von Apfel. Sie ist weich, saftig und enthält ein paar kleine Samen in der Mitte. Die Frucht ist etwa so groß wie eine schwarze Johannisbeere und wird in kleinen Trauben produziert. Die besten Wildformen können einen Durchmesser von 15 mm haben. Die Früchte können roh gegessen, getrocknet und als Rosinen verwendet oder zu Pemmikan verarbeitet werden. Sie sind reich an Eisen und Kupfer. Die Blätter können als Teeersatz verwendet werden.

Heilkunde: Eine Abkochung der Rinde wird äußerlich angewendet, um Schwellungen und Körperschmerzen zu behandeln.

Sonstige Nutzung: Pflanzen haben ein sich ausbreitendes, saugendes Wurzelsystem und werden in Windschutzscheiben zum Erosionsschutz verwendet. Junge Zweige können zu einem Seil gedreht werden. Das Holz ist hart, geradfaserig und zäh und wird für Werkzeuggriffe verwendet. Es kann durch Erhitzen über einem Feuer noch härter gemacht werden und lässt sich leicht formen, solange es heiß ist. Die jungen Stängel werden zur Herstellung von Rändern, Griffen und als Versteifung in der Korbmacherei genutzt.

Anbau

Standortwahl: Die Erlenblättrige Felsenbirne treibt kurze Ausläufer und bildet mit den Jahren lockere Bestände; einzeln bleiben soll sie nur, wenn man die Ausläufer regelmäßig absticht. Der begrenzende Faktor ist nicht die Kultur, sondern der Vogelfraß: Die Früchte sind oft abgeräumt, bevor sie voll ausgereift sind — wer ernten will, braucht ein Netz oder muss teilen. Als Vogelnährgehölz ist genau das ihr Wert, dazu kommen rund 30 Wildbienenarten an den Blüten. Spätfröste bis in den Mai können die Blüte treffen, Frostlöcher und Kaltluftsenken sind daher ungeeignet. Ein Strauch trägt 30 Jahre und länger, der Platz sollte dauerhaft sein. Pflege: Sie ist selbstfruchtbar und genügsam, an Standort wie Klima passt sie sich gut an; ihre Frosthärte ist mit etwa -34 °C außergewöhnlich. Viel Sonne braucht sie vor allem zur Fruchtreife, im Schatten bleiben Ertrag und Zuckergehalt zurück. Beim Boden ist sie tolerant, solange er durchlässig ist: Zu meiden sind schwere, schlecht drainierte Tonböden ohne Humusanteil sowie flachgründige Lagen. Kalk verträgt sie gut, von schwach saurem bis deutlich kalkhaltigem Boden gedeiht sie. Geschnitten werden muss wenig — alte, kahl werdende Triebe bodennah heraus, damit junge nachrücken.

Vermehrung

Weil sich die Arten der Gattung bereitwillig untereinander kreuzen, fallen Sämlinge häufig uneinheitlich aus; wer eine bestimmte Sorte erhalten will, vermehrt vegetativ. Am einfachsten ist die Teilung der Ausläufer im Spätwinter, allerdings erst, wenn diese zwei Jahre gestanden und eigene Wurzeln gebildet haben. Dann lassen sie sich direkt an den endgültigen Platz setzen. Absenker gelingen ebenfalls, brauchen bis zur Bewurzelung aber rund 18 Monate. Bei der Aussaat erntet man die Samen am besten grün, sobald sie ausgebildet, die Samenschale aber noch weich ist, und sät sofort ins Freiland; ausgehärtetes Saatgut keimt sonst erst nach 18 Monaten oder später. Sortenechte Pflanzen lassen sich auch auf Sämlinge von Amelanchier lamarckii oder auf Eberesche veredeln.

Wert für Tiere

Die weißen Blüten erscheinen im April und werden gut angenommen; an der Erlenblättrigen Felsenbirne wurden rund 30 Wildbienenarten festgestellt, von denen keine auf sie spezialisiert ist. Ihren größten Wert entfaltet die Art jedoch über die Früchte: Die im Sommer reifenden Apfelfrüchte sind bei Amseln, Drosseln, Staren und weiteren Fruchtfressern so begehrt, dass sie oft abgeräumt sind, bevor geerntet werden kann; über den Kot verbreiten die Vögel die Samen. In ihrer nordamerikanischen Heimat dient sie darüber hinaus mehreren Schwalbenschwanzarten als Raupenfutterpflanze, und Hirsche, Wapitis und Hasen verbeißen das Laub. Der dichte, mehrtriebige Wuchs bietet Kleinvögeln Deckung und Nistgelegenheit.

Besonderheiten

Besonderheiten: gut kalk+lehmverträglich; Für Ertrag wird hauptsächlich A. alnifolia (Saskatoon) angebaut. A. ovalis ist die gewöhnliche Felsenbirne und A. laevis hat ebenfalls Ertragssorten + kann 6-8m hoch werden. Es gibt noch Kreuzungen.; beliebt bei Vögeln; Ertragreichste+süßeste Sorte ist 'Smoky'. Ertragsmax. ist nach 12-15 Jahren erreicht (15kg);

Herkunft & Lebensraum

Westliches Nordamerika: Alaska bis Kalifornien und Utah. Das natürliche Verbreitungsgebiet der Erlenblättrigen Felsenbirne liegt im westlichen Nordamerika. Es reicht vom subarktischen Alaska über weite Teile des westlichen Kanada südwärts bis nach Kalifornien und Utah und greift ostwärts bis in die nördlichen Great Plains aus. Dabei besiedelt die Art ein bemerkenswert weites Höhenspektrum, von Meereshöhe bis auf etwa 3400 Meter in den Rocky Mountains, und erträgt entsprechend strenge Winter. In Mitteleuropa kommt sie nicht wild vor; sie wird hier als Frucht- und Ziergehölz kultiviert und verwildert allenfalls gelegentlich aus Anpflanzungen. In Kanada und im nördlichen Mittleren Westen der USA steht sie zudem im erwerbsmäßigen Obstanbau.

In ihrer nordamerikanischen Heimat wächst die Erlenblättrige Felsenbirne in Auen und an Gewässerufern, im Unterwuchs lichter, artenarmer Wälder und in Canyons. Sie besiedelt mäßig trockene bis frische, sandige, kiesige oder lehmige und dabei durchaus nährstoffreiche Böden an sonnigen bis lichtschattigen, kühlen bis kalten Standorten. Ihr Höhenspektrum ist bemerkenswert weit: Im Norden des Areals wächst sie auf Meereshöhe, in den Rocky Mountains steigt sie bis in hochmontane Lagen. Entsprechend frosthart ist die Art. Staunasse und flachgründige Böden meidet sie, besonders dort, wo der Grundwasserstand hoch oder unbeständig ist.

Häufige Fragen

Erlenblättrige Felsenbirne: Wie groß wird die Pflanze?

Erlenblättrige Felsenbirne (Amelanchier alnifolia) wächst als Strauch und erreicht ausgewachsen etwa 4 m Höhe bei rund 3 m Breite. Das Wachstum ist mittel.

Erlenblättrige Felsenbirne: Welchen Standort braucht die Pflanze?

Erlenblättrige Felsenbirne verträgt Halbschatten. Als Boden eignet sich Sand, Schluff, Lehm, Ton. Die Bodenfeuchte sollte im Bereich halbfeucht – sehr nass liegen. Der pH-Wert darf zwischen 5,5 und 8 liegen.

Erlenblättrige Felsenbirne: Ist die Pflanze winterhart?

Erlenblättrige Felsenbirne ist für die Winterhärte Zone 2–7 angegeben und übersteht dort normale Winter im Freien.

Erlenblättrige Felsenbirne: Wächst die Pflanze in Deutschland?

Erlenblättrige Felsenbirne ist bis Zone 2 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.

Erlenblättrige Felsenbirne: Wann ist die Blütezeit?

Die Blüte liegt in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im Mai.

Erlenblättrige Felsenbirne: Wann kann man ernten?

Die Früchte reifen in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im Juli.

Erlenblättrige Felsenbirne: Ab wann trägt die Pflanze und wie viel?

Erlenblättrige Felsenbirne trägt erstmals nach 4 Jahren. Den Vollertrag erreicht sie nach 12–25 Jahren. Eine ausgewachsene Pflanze liefert bis zu 8 kg im Jahr, im Anbau bis 10 t pro Hektar. Die Ertragsphase dauert etwa 30–50 Jahre. Die Werte gelten für gute Standorte; Sorte, Boden und Klima verschieben sie deutlich.

Erlenblättrige Felsenbirne: Ist die Pflanze giftig?

Für Erlenblättrige Felsenbirne ist keine Giftigkeit vermerkt. Verlass dich bei Wildpflanzen trotzdem nie allein auf eine Datenbank, sondern nur auf eine sichere Bestimmung.

Erlenblättrige Felsenbirne: Wozu lässt sich die Pflanze nutzen?

Bewertet auf einer Skala bis 10: Essbar 8/10, Heilkunde 5/10, Sonstige Nutzung 8/10.

Welche Sorten von Erlenblättrige Felsenbirne gibt es?

Im Permaplans-Sortenfinder sind 7 Sorten von Erlenblättrige Felsenbirne hinterlegt, darunter Ballerina, Greatberry Garden, Martin, Northline, Smokey, Smoky, Thiessen. Jede Sorte hat eine eigene Seite mit Geschmack, Reifezeit, Resistenzen und Abstammung.

Erfahrungen aus der Community

Was Permaplans-Nutzer zu dieser Pflanze geschrieben haben – unverändert aus der App übernommen. 1 Beitrag.

Hermann 21. Oktober 2025

super leckere Früchte vom Wegesrand. Es ist jedes Jahr eine Freude wenn der Mensch noch welche bekommt, die vögel lieben sie aber auch sehr.

Hast du sie im Garten? Schreib in der App, was bei dir funktioniert – dein Beitrag erscheint hier.

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