Illustration: Permaplans
Kompostklo
Eine Toilette ohne Wasser: Pflanzenkohle und Streu binden Gerüche, nach zwei Jahren Rotte wird daraus Humus.
Statt Trinkwasser hinunterzuspülen, wird nach jedem Gang eine Handvoll Streu (Laub, Sägespäne, Häcksel) und etwas Pflanzenkohle darübergegeben. Das deckt ab, bindet Gerüche und bringt Kohlenstoff zum stickstoffreichen Inhalt (C/N etwa 6–10).
Der Inhalt kommt auf einen eigenen Kompost und rottet dort mindestens ein, besser zwei Jahre. Hitze, Zeit und Bodenleben bauen Krankheitskeime ab. Die fertige Erde gehört an Gehölze, nicht an Salat.
Pro Person und Tag etwa 0,3 Liter Pflanzenkohle und 1 Liter Streu; heraus kommen rund 2 Liter Kompostgut.
Im Garten-Survival füllt das Kompostklo den Kompost jeden Monat für jede Person im Garten – solange Pflanzenkohle und Laubstreu da sind. Fehlt eins davon, steht es still.
