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Sternjasmin

Trachelospermum jasminoides
Kletterpflanze6×6 mZone 9–10leichter Schatten

Wächst das bei mir?

Sternjasmin ist in Mitteleuropa nicht winterhart (Zone 9). Im Freien nur von Frühjahr bis Herbst, sonst als Kübelpflanze mit frostfreier Überwinterung.

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Winterhärte nach USDA-Zone, Sommerwärme nach Wärmesumme – dieselben Werte, mit denen die App und der Pflanzenfinder rechnen.

Steckbrief

Familie
Apocynaceae
Wuchsform
Kletterpflanze
Wuchshöhe
6 m
Kronenbreite
6 m
Wachstum
sehr langsam
Lebensdauer
20 Jahre
Erster Ertrag
nach 3 Jahren
Winterhärte
Zone 9–10
Schattentoleranz
leichter Schatten
Boden
Sand, Schluff, Lehm
Bodenfeuchte
halbfeucht – sehr nass
pH-Wert
5,3 – 8,6
immergrünheckentauglichduftendNektarquelle

Nutzung

Sonstige Nutzung: Der eigentliche Wert des Sternjasmins liegt in der Kombination aus immergrünem Laub und Duft. Die weißen, fünfzählig sternförmigen Blüten verströmen von Juni bis August einen intensiven, jasminartigen Duft, der abends und nachts deutlich stärker wird und über mehrere Meter trägt; entsprechend wird die Pflanze gezielt an Sitzplätze, Eingänge und unter Schlafzimmerfenster gesetzt. In der Parfümerie und für Potpourris werden die Blüten verwendet. Gartenbaulich ist er als einer der wenigen immergrünen Kletterer für wintermilde Lagen interessant: An Rankgerüst, Pergola oder Drahtseilen bildet er dichten, ganzjährigen Sichtschutz, ohne Kletterhilfe wächst er flach als dichter Bodendecker. Der Milchsaft macht ihn für Rehe und Kaninchen uninteressant.

Anbau

Standortwahl: Der Sternjasmin ist in Mitteleuropa nur bedingt winterhart. Er verträgt kurzfristig etwa minus zwölf bis minus fünfzehn Grad, dauerhaft ausgepflanzt gelingt er deshalb nur in wintermilden Weinbaulagen und geschützten Stadtklimaten, überall sonst gehört er in den Kübel. Er will einen sonnigen bis halbschattigen, unbedingt windgeschützten Platz, idealerweise vor einer wärmespeichernden Südwand, und humosen, durchlässigen, eher sauren Boden ohne Staunässe. Als Schlinger windet er sich um Stützen und braucht von Anfang an ein Gerüst, Draht oder Spanndrähte; an glatter Wand hält er nicht. Wegen des Dufts lohnt die Nähe zu Sitzplätzen und Fenstern, wegen des reizenden Milchsafts sollte er nicht dort stehen, wo Kinder an frischen Schnittstellen hantieren. Pflege: Von März bis September gleichmäßig leicht feucht halten und alle zehn bis vierzehn Tage mit einem Volldünger für Kübelpflanzen versorgen; Staunässe im Topf oder Untersetzer ist der häufigste Fehler und führt zu Wurzelfäule. Kübelpflanzen werden alle zwei Jahre im Frühjahr in frisches Substrat umgesetzt. Überwintert wird hell und kühl bei etwa fünf bis zehn Grad, zum Beispiel in einem hellen Gartenhaus oder unter Dach an der Hauswand, hereingeholt im Dezember, wieder hinaus ab März. Ausgepflanzte Exemplare brauchen dicken Winterschutz über dem Wurzelbereich und ein Vlies auf den Trieben. Geschnitten wird nach der Blüte im Spätsommer; das fördert Verzweigung und Blütenansatz im Folgejahr. Beim Schneiden Handschuhe tragen.

Vermehrung

Der Sternjasmin wird über Stecklinge vermehrt. Am zuverlässigsten sind halbreife Kopfstecklinge von etwa zehn Zentimetern Länge, die im Juni bis August von nicht blühenden Trieben geschnitten werden. Die Schnittflächen bluten Milchsaft und sollten kurz in lauwarmem Wasser abgespült oder antrocknen gelassen werden, sonst verstopft der eingetrocknete Saft die Leitbahnen. Die unteren Blätter werden entfernt, der Steckling in durchlässiges Anzuchtsubstrat gesetzt und unter Folie oder Haube bei etwa zwanzig bis fünfundzwanzig Grad und hoher Luftfeuchte gehalten; nach vier bis acht Wochen sind Wurzeln da. Bewurzelungspulver erhöht die Ausbeute deutlich. Ebenso gut funktionieren Absenker: Ein bodennaher Trieb wird angeritzt, eingegraben und beschwert und ist nach einer Saison abtrennbar. Aussaat spielt keine Rolle, Samen setzt er in Mitteleuropa kaum an.

Wert für Tiere

Der Sternjasmin ist ein ostasiatischer Neophyt ohne spezialisierte Begleitfauna in Mitteleuropa. Seine Blüten sind lang und eng geröhrt und geben ihren Nektar tief unten frei, so dass Kurzrüssler nicht herankommen; profitieren können vor allem langrüsselige Arten, also Tagfalter, Taubenschwänzchen und Hummeln, und die nächtliche Duftverstärkung deutet auf Nachtfalter als ursprüngliche Bestäuber hin. Für Honigbienen ist er von geringem Wert. Sein realer Beitrag liegt anderswo: Als immergrüner, dicht verzweigter Kletterer bietet er ganzjährig Deckung und Nistgelegenheiten an Wand und Pergola, gerade im Winter, wenn Laubgehölze kahl stehen, und Zaunkönig, Rotkehlchen und Amsel nutzen solche Strukturen regelmäßig. Der Milchsaft schützt ihn zuverlässig vor Verbiss durch Rehe und Kaninchen.

Besonderheiten

Besonderheiten: Trotz des Namens kein Jasmin, sondern ein Hundsgiftgewächs - mit Jasminum nur der Duft gemeinsam; Duft verstärkt sich abends+nachts deutlich und trägt mehrere Meter weit; einer der ganz wenigen immergrünen Kletterer für wintermilde Lagen; ohne Rankhilfe wächst er flach als Bodendecker weiter; blüht erst, wenn er in die Höhe gekommen ist.

Herkunft & Lebensraum

Ostasien: China, Japan, Korea, Vietnam. Der Sternjasmin stammt aus den subtropischen bis warmgemäßigten Wäldern Ost- und Südostasiens, mit Schwerpunkt in Zentral- und Südchina, auf den japanischen Hauptinseln und der koreanischen Halbinsel; nach Süden reicht das Areal bis Vietnam. Verwandte Arten der Gattung besiedeln darüber hinaus den Himalaja, Tibet, Indochina, Sumatra, Java und Borneo. In Ostasien ist er seit langem Gartenpflanze und hat über den europäischen und amerikanischen Gartenbau weltweite Verbreitung in wintermilden Klimaten gefunden, besonders im Mittelmeerraum und im Süden der USA. In Mitteleuropa steht er ausschließlich in Kultur und verwildert nicht.

In seiner Heimat wächst der Sternjasmin als verholzende Liane in lichten, warmen Wäldern und an Waldrändern, wo er an Bäumen und über Felsen emporklettert und dabei Höhenlagen bis etwa 1100 Meter erreicht. Sein Lebensraum ist von milden, feuchten Wintern und warmen, niederschlagsreichen Sommern geprägt, also einem Klima ohne lange Frostperioden und ohne ausgeprägte Sommerdürre. Er wächst dort im Halbschatten des Kronendachs und blüht erst, wenn er sich bis in die lichteren Etagen hochgearbeitet hat, eine Eigenschaft, die sich in der Kultur wiederfindet: Junge Pflanzen investieren zunächst in Trieblänge. Der Boden ist typischerweise humos, durchlässig und leicht sauer.

⚠️ Gefahren

Giftigkeit: giftig

Diese Angabe ersetzt keine fachkundige Bestimmung. Im Zweifel nichts essen.

Häufige Fragen

Sternjasmin: Wie groß wird die Pflanze?

Sternjasmin (Trachelospermum jasminoides) wächst als Kletterpflanze und erreicht ausgewachsen etwa 6 m Höhe bei rund 6 m Breite. Das Wachstum ist sehr langsam.

Sternjasmin: Welchen Standort braucht die Pflanze?

Sternjasmin verträgt leichter Schatten. Als Boden eignet sich Sand, Schluff, Lehm. Die Bodenfeuchte sollte im Bereich halbfeucht – sehr nass liegen. Der pH-Wert darf zwischen 5,3 und 8,6 liegen.

Sternjasmin: Ist die Pflanze winterhart?

Sternjasmin ist für die Winterhärte Zone 9–10 angegeben und übersteht dort normale Winter im Freien.

Sternjasmin: Wächst die Pflanze in Deutschland?

Sternjasmin ist in Mitteleuropa nicht winterhart (Zone 9). Im Freien nur von Frühjahr bis Herbst, sonst als Kübelpflanze mit frostfreier Überwinterung.

Sternjasmin: Ist die Pflanze giftig?

Sternjasmin ist als giftig eingestuft. Verlass dich bei Wildpflanzen nie allein auf eine Datenbank, sondern nur auf eine sichere Bestimmung.

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