Aprikose
Steckbrief
- Familie
- Rosaceae
- Wuchsform
- Baum
- Wuchshöhe
- 8 m
- Kronenbreite
- 7 m
- Wachstum
- mittel
- Lebensdauer
- 20 Jahre
- Erster Ertrag
- nach 4 Jahren
- Winterhärte
- Zone 5–9
- Schattentoleranz
- Halbschatten
- Boden
- Sand, Schluff
- Bodenfeuchte
- trocken – feucht
- pH-Wert
- 6 – 7,5
- Synonyme
- Armeniaca vulgaris, Marille
- In Gärten geplant
- 7×
Blüte & Ernte
| J | F | M | A | M | J | J | A | S | O | N | D | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Blüte | ||||||||||||
| Fruchternte |
Nutzung
Sonstige Nutzung: Aus den Samen wird ein essbares, halbtrocknendes Öl gewonnen. Es wird zur Beleuchtung verwendet. Das Öl wirkt hautpflegend und findet daher Anwendung in der Parfüm- und Kosmetikindustrie sowie in der Pharmazie. Aus den Blättern lässt sich ein grüner Farbstoff gewinnen. Aus den Früchten kann ein dunkelgrauer bis grüner Farbstoff gewonnen werden. Das Holz ist schön, hart und haltbar. Es wird unter anderem für landwirtschaftliche Geräte verwendet.
Anbau
Benötigt einen gut durchlässigen, feuchtigkeitsspeichernden und fruchtbaren Boden an einem warmen, sonnigen Standort. Gedeiht im Halbschatten, trägt aber in der Sonne besser. Wächst gut in lehmigen Böden und kommt auch auf Kalkstein gut zurecht. Bevorzugt etwas Kalk im Boden, neigt aber bei zu viel Kalk zu Chlorose. Bevorzugt einen pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5. Verträgt keine Lehmböden und ist salzempfindlich. Bei Sommertrockenheit werfen die Bäume ihre Fruchtknospen ab. Die Aprikose wird in gemäßigten Gebieten mit langen, heißen Sommern wegen ihrer essbaren Früchte weit verbreitet angebaut. Es gibt viele verschiedene Sorten. Der Baum ist in Großbritannien absolut winterhart, blüht aber meist sehr früh im Frühling, und die Blüten sind dann frostempfindlich. Er benötigt eigentlich ein kontinentaleres Klima (mit klar definierten Jahreszeiten), als es in Großbritannien vorkommt. Bei einem Standort an einer Süd- oder Westwand und etwas Frostschutz während der Blütezeit lassen sich in Südengland in der Regel zufriedenstellende Erträge erzielen. Die Pflanzen sind selbstfruchtbar, dennoch ist eine Handbestäubung ratsam, da sie normalerweise blühen, bevor viele bestäubende Insekten aktiv sind. In Großbritannien werden Aprikosen üblicherweise auf Pflaumenunterlagen veredelt, wobei 'St. Julien A' die am weitesten verbreitete ist. Die Zwergunterlage 'Pixie' ist ebenfalls eine Möglichkeit, muss aber zusammen mit 'St. Julien A' veredelt werden, da sie mit Aprikosen nicht kompatibel ist. Ein Rückschnitt sollte im Sommer erfolgen, um eine schnelle Heilung und somit ein geringeres Infektionsrisiko zu gewährleisten. Hafer sollte nicht in der Nähe von Aprikosen angebaut werden, da seine Wurzeln die Wurzeln der Aprikosen beeinträchtigen. Auch Tomaten und Kartoffeln sind keine guten Nachbarn für Aprikosen. Wenn Kapuzinerkresse (Tropaeoleum spp.) unter Aprikosenbäumen wächst, macht sie die Früchte für Insekten weniger schmackhaft, was jedoch für den Menschen nicht wahrnehmbar ist. Die meisten Arten dieser Gattung sind flachwurzelnd und bilden Ausläufer, wenn die Wurzeln beschädigt werden. Pflanzen dieser Gattung sind besonders anfällig für Hallimasch.
Vermehrung
Samen – benötigt 2–3 Monate Kältebehandlung und wird am besten direkt nach der Reife im Frühbeet ausgesät. Lagernde Samen sollten so früh wie möglich im Jahr im Frühbeet ausgesät werden. Schützen Sie die Samen vor Mäusen etc. Die Keimung kann recht langsam sein und bis zu 18 Monate dauern. Pikieren Sie die Sämlinge in einzelne Töpfe, sobald sie groß genug sind. Überwintern Sie sie im Gewächshaus oder Frühbeet und pflanzen Sie sie im späten Frühjahr oder frühen Sommer des Folgejahres ins Freiland. Stecklinge von halbverholzten Trieben mit Fersenansatz, Juli/August im Frühbeet. Schwierig. Weichholzstecklinge von kräftig wachsenden Pflanzen, Frühjahr bis Frühsommer im Frühbeet. Schwierig. Absenker im Frühjahr.
Herkunft & Lebensraum
E. Asia - N. China, Mongolia.
⚠️ Gefahren
Giftigkeit: leicht giftig
Obwohl für diese Art keine spezifische Erwähnung gefunden wurde, gehört sie zu einer Gattung, in der die meisten, wenn nicht alle Mitglieder der Gattung Cyanwasserstoff produzieren, ein Gift, das Mandeln ihren charakteristischen Geschmack verleiht. Dieses Gift befindet sich hauptsächlich in den Blättern und Samen und ist an seinem bitteren Geschmack leicht zu erkennen. Es ist normalerweise in zu geringer Menge vorhanden, um Schaden anzurichten, aber sehr bittere Samen oder Früchte sollten nicht gegessen werden. In kleinen Mengen wurde gezeigt, dass Cyanwasserstoff die Atmung anregt und die Verdauung verbessert, es wird auch behauptet, dass es bei der Behandlung von Krebs von Vorteil ist. In übermäßigen Mengen kann es jedoch zu Atemversagen und sogar zum Tod führen.
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