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Apfeldorn

Crataegus x lavallei
Strauch4×6,5 mZone 5–7leichter Schatten

Steckbrief

Familie
Rosaceae
Wuchsform
Strauch
Wuchshöhe
4 m
Kronenbreite
6,5 m
Wachstum
mittel
Lebensdauer
80 Jahre
Erster Ertrag
nach 4 Jahren
Winterhärte
Zone 5–7
Schattentoleranz
leichter Schatten
Boden
Sand, Schluff, Lehm, Ton
Bodenfeuchte
halbfeucht – sehr nass
pH-Wert
5,6 – 7,6
duftend

Nutzung

Essbar3 von 10
Heilkunde2 von 10
Sonstige Nutzung1 von 10

Essbar: Die Frucht kann roh oder gekocht verzehrt werden. Sie eignet sich für Kuchen, Konfitüren usw. und kann auch getrocknet werden. Im Inneren befinden sich bis zu fünf recht große Kerne, die oft zusammenkleben, sodass der Eindruck entsteht, man esse eine kirschähnliche Frucht mit nur einem Kern.

Heilkunde: Obwohl diese Art nicht explizit erwähnt wird, sind die Früchte und Blüten vieler Weißdornarten in der traditionellen Heilkunde als Herztonikum bekannt, und moderne Forschung hat diese Anwendung bestätigt. Die Früchte und Blüten wirken blutdrucksenkend und stärken das Herz auf milde und direkte Weise. Sie eignen sich besonders zur Behandlung von Herzschwäche in Verbindung mit Bluthochdruck. Für eine optimale Wirkung ist eine längere Anwendung erforderlich. Üblicherweise werden sie als Tee oder Tinktur eingenommen.

Sonstige Nutzung: Holz – schwer, hart, zäh, dichtfaserig. Nützlich zur Herstellung von Werkzeuggriffen, Hämmern und anderen kleinen Gegenständen.

Anbau

Diese sehr pflegeleichte Pflanze bevorzugt einen gut durchlässigen, feuchtigkeitsspeichernden Lehmboden, ist aber ansonsten anspruchslos. Einmal angewachsen, gedeiht sie auch in sehr feuchten Böden und verträgt Trockenheit. Sie wächst gut auf Kalkböden und auch in schweren Lehmböden. Für die Fruchternte ist ein vollsonniger Standort ideal; im Halbschatten kommt sie zwar auch zurecht, jedoch sind Ertrag und Qualität der Früchte dann geringer. Die meisten Arten dieser Gattung gedeihen an exponierten Standorten und sind zudem tolerant gegenüber Luftverschmutzung. Sie hybridisiert leicht mit anderen Arten dieser Gattung. Sämlinge sollten nicht länger als zwei Jahre im Anzuchtbeet verbleiben, ohne verpflanzt zu werden. Sämlinge tragen nach fünf bis acht Jahren erste Früchte, veredelte Bäume blühen oft schon im dritten Jahr üppig. Die Blüten verströmen einen fauligen Geruch, der an verrottenden Fisch erinnert. Dieser lockt Mücken an, die die Hauptbefruchter sind. Frisch geöffnet verströmen die Blüten einen angenehmeren Duft mit balsamischen Untertönen.

Vermehrung

Samen – es handelt sich um eine Hybridart, die sich nicht sortenecht aus Samen vermehrt. Ist dies kein Problem, sät man die Samen am besten im Herbst direkt nach der Reife in ein Frühbeet. Ein Teil der Samen keimt im Frühjahr, die meisten benötigen jedoch wahrscheinlich ein weiteres Jahr. Gelagerte Samen keimen oft sehr langsam und unregelmäßig. Sie sollten drei Monate lang bei 15 °C warm und anschließend weitere drei Monate bei 4 °C kalt stratifiziert werden. Die Keimung kann dennoch bis zu 18 Monate dauern. Durch Anritzen der Samenschale vor der Stratifizierung lässt sich diese Zeit möglicherweise verkürzen. Auch das Fermentieren der Samen im eigenen Fruchtfleisch kann den Keimprozess beschleunigen. Alternativ können die Samen „grün“ (sobald der Embryo vollständig entwickelt ist, aber bevor die Samenschale aushärtet) geerntet und sofort in ein Frühbeet ausgesät werden. Bei optimalem Zeitpunkt keimen sie im Frühjahr. Wenn Sie nur wenige Pflanzen anbauen, ist es ratsam, die Sämlinge in Töpfe zu pflanzen, sobald sie groß genug sind, und sie im ersten Jahr in einzelnen Töpfen weiterzuziehen. Im späten Frühjahr können Sie sie dann ins Anzuchtbeet oder an ihren endgültigen Standort pflanzen. Bei größeren Mengen empfiehlt es sich, die Samen direkt im Freien in ein Saatbeet zu säen, das jedoch vor Mäusen und anderen samenfressenden Tieren geschützt sein sollte. Ziehen Sie die Sämlinge im Saatbeet weiter vor, bis sie groß genug zum Auspflanzen sind. Schneiden Sie die Wurzeln etwas an, wenn die Pflanzen länger als zwei Jahre ungestört bleiben sollen.

Herkunft & Lebensraum

In freier Wildbahn nicht bekannt.

⚠️ Gefahren

Giftigkeit: leicht giftig

Diese Angabe ersetzt keine fachkundige Bestimmung. Im Zweifel nichts essen.

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