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Wilde Tamarinde

Leucaena leucocephala
essbarer Agroforstpionier
Essbarkeit6Heilwirkung1Sonstiger Nutzen9
Baum10×10 mZone 9–12volle Sonne🍎 Essbar

Wächst das bei mir?

Wilde Tamarinde ist in Mitteleuropa nicht winterhart (Zone 9). Im Freien nur von Frühjahr bis Herbst, sonst als Kübelpflanze mit frostfreier Überwinterung. Die Sommerwärme, die sie zum Reifen braucht, erreicht das mitteleuropäische Freiland nicht – Gewächshaus oder Wintergarten.

Oder gleich hier für deinen Standort prüfen:

Winterhärte nach USDA-Zone, Sommerwärme nach Wärmesumme – dieselben Werte, mit denen die App und der Pflanzenfinder rechnen.

Steckbrief

Familie
Fabaceae
Wuchsform
Baum
Wuchshöhe
10 m
Kronenbreite
10 m
Wachstum
sehr schnell
Lebensdauer
15 Jahre
Erster Ertrag
nach 3 Jahren
Ertrag im Anbau
bis 2 t/ha
Winterhärte
Zone 9–12
Schattentoleranz
volle Sonne
Boden
Sand, Schluff
Bodenfeuchte
sehr trocken – feucht
pH-Wert
5 – 8,5
Synonyme
Weißkopfmimose
immergrünheckentauglich

Blüte & Ernte

J F M A M J J A S O N D
Blüte
Fruchternte

Zeiten gelten für die Nordhalbkugel in gemäßigtem Klima und verschieben sich mit Höhenlage und Sorte.

Nutzung

Essbar6 von 10
Heilkunde1 von 10
Sonstige Nutzung9 von 10

Heilkunde: Samen & Schoten (stärkend); Samen (geröstet+pulverisiert) i (Wurmbefall); Wurzel & Rinde i Absud(Abtreibung); Blätter (enthält Tannine, Quercitrin, Alkaloide);

Sonstige Nutzung: Gummi (wie Gummi arabicum) (potenzieller industrieller Rohstoff); Schoten, Blätter, Rinde Färben (rot, braun & schwarz); Holz (dicht, hart, feinfasrig) (Möbel, Bauholz, +Brennholz, Holzkohle, Zellstoff für Papier); (Bodenverbesserer, Erosionsschutz, Waldaufbau, Gründungung, Tierfutter);

Vermehrung

Saatgut – 24 Stunden in warmem Wasser vorweichen und dann in Behälter aussäen. Sämlinge und Direktsaat sind empfohlene Vermehrungsmethoden, sofern die Bodenfeuchtigkeit es zulässt und eine wirtschaftliche Unkrautbekämpfung gewährleistet ist. Die Saatgutvorbehandlung umfasst das Einweichen in heißem Wasser für 2 Minuten oder das Einschneiden der Samenschale am distalen Ende (Keimblatt) mit einem scharfen Werkzeug wie Skalpell, Messer oder Nagelknipser. Eine Keimrate von 50–80 % innerhalb von 8 Tagen kann erreicht werden. Stecklinge aus halbreifem Holz. Die vegetative Vermehrung war an relativ wenigen Standorten erfolgreich, was auf kritische Umweltbedingungen oder möglicherweise systemischen Pilzbefall zurückzuführen ist. Die Verwendung von Wurzelnackten Stecklingen hat sich in Indonesien, Taiwan und Thailand bewährt.

Herkunft & Lebensraum

Mittelamerika, nördlich bis Mexiko.

Trockene Küstengebiete, Brachland[

⚠️ Gefahren

Giftigkeit: giftig

Die Blätter der meisten Formen dieser Pflanze enthalten die ungewöhnliche Aminosäure Mimosen. In großen Mengen kann dies schädlich sein. Es gibt Sorten mit niedrigem Mimosengehalt.

Diese Angabe ersetzt keine fachkundige Bestimmung. Im Zweifel nichts essen.

Häufige Fragen

Wilde Tamarinde: Wie groß wird die Pflanze?

Wilde Tamarinde (Leucaena leucocephala) wächst als Baum und erreicht ausgewachsen etwa 10 m Höhe bei rund 10 m Breite. Das Wachstum ist sehr schnell.

Wilde Tamarinde: Welchen Standort braucht die Pflanze?

Wilde Tamarinde verträgt volle Sonne. Als Boden eignet sich Sand, Schluff. Die Bodenfeuchte sollte im Bereich sehr trocken – feucht liegen. Der pH-Wert darf zwischen 5 und 8,5 liegen.

Wilde Tamarinde: Ist die Pflanze winterhart?

Wilde Tamarinde ist für die Winterhärte Zone 9–12 angegeben und übersteht dort normale Winter im Freien.

Wilde Tamarinde: Wächst die Pflanze in Deutschland?

Wilde Tamarinde ist in Mitteleuropa nicht winterhart (Zone 9). Im Freien nur von Frühjahr bis Herbst, sonst als Kübelpflanze mit frostfreier Überwinterung. Die Sommerwärme, die sie zum Reifen braucht, erreicht das mitteleuropäische Freiland nicht – Gewächshaus oder Wintergarten.

Wilde Tamarinde: Wann ist die Blütezeit?

Die Blüte liegt in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im Juni.

Wilde Tamarinde: Wann kann man ernten?

Die Früchte reifen in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im September.

Wilde Tamarinde: Ab wann trägt die Pflanze und wie viel?

Wilde Tamarinde trägt erstmals nach 3 Jahren. Im Anbau sind bis 2 t pro Hektar üblich. Die Werte gelten für gute Standorte; Sorte, Boden und Klima verschieben sie deutlich.

Wilde Tamarinde: Ist die Pflanze giftig?

Wilde Tamarinde ist als giftig eingestuft. Verlass dich bei Wildpflanzen nie allein auf eine Datenbank, sondern nur auf eine sichere Bestimmung.

Wilde Tamarinde: Wozu lässt sich die Pflanze nutzen?

Bewertet auf einer Skala bis 10: Essbar 6/10, Heilkunde 1/10, Sonstige Nutzung 9/10.

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