Abendländischer Lebensbaum
Wächst das bei mir?
Abendländischer Lebensbaum ist bis Zone 3 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.
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Steckbrief
- Familie
- Cupressaceae
- Wuchsform
- Baum
- Wuchshöhe
- 17,5 m
- Kronenbreite
- 5 m
- Wachstum
- mittel
- Lebensdauer
- 500 Jahre
- Erster Ertrag
- nach 6 Jahren
- Winterhärte
- Zone 3–8
- Schattentoleranz
- Halbschatten
- Boden
- Sand, Schluff, Lehm, Ton
- Bodenfeuchte
- halbfeucht – sehr nass
- pH-Wert
- 6 – 8
- Synonyme
- Thuja
- In Gärten geplant
- 11×
Blüte & Ernte
| J | F | M | A | M | J | J | A | S | O | N | D | |
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| Blüte | ||||||||||||
| Fruchternte |
Nutzung
Essbar: Mark junger Triebe wird gekocht und kann zu Suppen hinzugefügt werden. Es hat einen angenehm süßen Geschmack und wurde als Grundlage für Suppen verwendet. Die innere Rinde wird nur in Not- oder Knappheitszeiten verwendet und kann getrocknet und zu Pulver gemahlen werden, um Brot, Kekse und andere Lebensmittel herzustellen. Die belaubten Zweige werden als Teeersatz verwendet, haben einen aromatischen Geschmack und sind eine gute Quelle für Vitamin C. Schwangere Frauen sollten den Tee jedoch wahrscheinlich vermeiden.
Heilkunde: Der amerikanische Lebensbaum wurde von vielen einheimischen nordamerikanischen Indianerstämmen als Medizin zur Behandlung verschiedener Beschwerden wie Fieber, Husten, Kopfschmerzen, geschwollenen Händen und rheumatischen Problemen verwendet. Die Pflanze hat antivirale Eigenschaften und wird heutzutage hauptsächlich zur Behandlung von Warzen und Polypen eingesetzt, sowohl innerlich als auch äußerlich. Schwangere Frauen sollten die Pflanze aufgrund ihrer menstruationsfördernden Wirkung nicht einnehmen. Die frisch getrockneten jungen Zweige des amerikanischen Lebensbaums haben verschiedene gesundheitliche Vorteile, darunter entzündungshemmende, antiseptische, harntreibende und schweißtreibende Eigenschaften. Die Pflanze wird auch bei der Behandlung von Krebs, insbesondere von Gebärmutterkrebs, eingesetzt. Ein Tee aus den Blättern wird zur Linderung von Bronchitis, Atemproblemen, Erkältungen und Kopfschmerzen verwendet. Die harntreibenden Eigenschaften der Pflanze machen sie auch nützlich bei der Behandlung von akuter Zystitis und Bettnässen bei Kindern. Äußerlich können die Blätter des amerikanischen Lebensbaums als Waschmittel für geschwollene Füße und Verbrennungen verwendet werden. Extrakte der Blätter können als Gegenreizmittel auf schmerzende Gelenke oder Muskeln aufgetragen werden, um die lokale Blutversorgung zu verbessern und Schmerzen zu lindern. Ein Tee aus der inneren Rinde wird zur Förderung der Menstruation und zur Behandlung von Schwindsucht und Husten eingesetzt. Es gibt auch ätherisches Öl aus den Blättern des amerikanischen Lebensbaums, das antiseptisch, schleimlösend und rötend wirkt. Dieses Öl sollte jedoch nur unter Aufsicht eines qualifizierten Arztes verwendet werden, da es giftig ist und in hohen Dosen Krämpfe verursachen kann. Ein homöopathisches Heilmittel wird aus den Blättern und Zweigen hergestellt und kann zur Behandlung von Warzen und anderen Beschwerden eingesetzt werden.
Sonstige Nutzung: Die Lorbeerhecke verträgt regelmäßiges Beschneiden, sollte jedoch nicht ins alte Holz geschnitten werden. Sie eignet sich gut als Hecke und die frischen Zweige können als Besen verwendet werden. Der aromatische Geruch der Pflanze hilft dabei, das Haus beim Kehren zu desodorieren. Die Blätter wurden früher im Kleiderschrank als Parfüm, Weihrauch und Insektenschutzmittel aufbewahrt. Auch wurden sie als Weihrauch verwendet. Aus den Blättern und Zweigen wird ein ätherisches Öl gewonnen, das in der Parfümerie und Medizin Verwendung findet. Es ist wichtig zu beachten, dass dieses Öl giftig ist, wenn es eingenommen wird. Es hat auch insektenabweisende Eigenschaften. Die zähe und faserige Rinde wurde früher zum Weben von Fasersäcken genutzt und ist eine Quelle für Tannin. Das Holz der Lorbeerpflanze ist leicht, weich, nicht sehr stark, spröde, grobkörnig und sehr haltbar. Es lässt sich leicht bearbeiten und verzieht sich nicht.
Anbau
Standortwahl: Tiefgründig und feucht ist ihm am liebsten; trockene Plätze erträgt er nur im Schatten. Wichtiger als der Boden ist die Nachbarschaft: Alle Teile sind giftig, weshalb er nicht an Weiden, Ausläufe oder Kleintiergehege gehört — auch das Schnittgut nicht. Als dichte Hecke nimmt er umliegenden Beeten Wasser und Licht, liefert im Winter aber genau die Deckung, die Amseln, Tauben und Heckenbraunellen dann fehlt, wenn alle Laubgehölze kahl stehen. Für Blickdichte rechnet man mit 20 bis 40 cm Zuwachs im Jahr. Pflege: Geschnitten wird ausschließlich junges, benadeltes Holz — aus altem, verkahltem Holz treibt er nie wieder aus, ein zu tiefer Schnitt hinterlässt also eine dauerhafte Lücke. Zweimal jährlich schneiden hält die Hecke dicht. In Trockenperioden unbedingt wässern: Vertrocknete Innenbereiche bleiben braun. Trockenstress lockt zugleich den Thuja-Borkenkäfer an, der geschwächte Pflanzen befällt. Rehe nehmen das weiche Wintergrün gern an, junge Hecken brauchen daher Verbissschutz.
Vermehrung
Sorten werden ausschließlich vegetativ vermehrt, denn Sämlinge fallen nicht sortenecht. Üblich sind Stecklinge: Man schneidet im Spätherbst oder Winter halbverholzte Seitentriebe mit einem kleinen Rindenstück am Grund, steckt sie in durchlässiges, gleichmäßig feuchtes Substrat und hält sie kühl und schattig. Die Bewurzelung zieht sich über Monate hin. Wichtig ist die Wahl des Triebs: Seitentriebe wachsen häufig schief weiter, aufrecht gewachsene Gipfeltriebe geben die besseren Pflanzen. Die Art selbst lässt sich aus Samen ziehen, die im Herbst geerntet und über Winter kühlfeucht stratifiziert werden; die Keimung verläuft unregelmäßig und die Jugendentwicklung langsam. Für Heckenpflanzungen spielt die Aussaat deshalb keine Rolle.
Wert für Tiere
Zur heimischen Insektenfauna trägt der Lebensbaum fast nichts bei: Als nordamerikanischer Neophyt hat er hier kaum Bindungen aufgebaut, seine Blüten liefern weder nennenswerten Nektar noch verwertbaren Pollen, und belegt ist im Wesentlichen der Thuja-Borkenkäfer. Sein Wert liegt anderswo — und er ist real. Das immergrüne, dichte Astwerk bietet Deckung und Nistplätze zu einer Zeit, in der Laubgehölze noch kahl stehen: Ringel- und Türkentaube brüten regelmäßig in Thujen, ebenso Amsel, Heckenbraunelle und Grünfink. Im Winter dienen die Hecken als Schlafplatz und als Schutz vor Wind und Greifvögeln, was in laubfreien Gärten sonst fehlt. Ergänzend braucht es heimische Blüten- und Raupenfutterpflanzen; als Deckungs- und Strukturgehölz ist die Thuja damit aber nicht ersetzt.
Besonderheiten
Besonderheiten: blickdicht & sehr schnittverträglich, außer ins alte Holz; geräuchert zur Rückholung von Seelenanteilen/ Reinigung von Fremdenergien; Name Lebensbaum kommt von Seefahrern, die damit ihren Skorbut heilten; Große Sortenauswahl: (Kleine: 'Smaragd' & 'Rheingold' 4m hoch, Schnell: 'Brabant' bis 20m hoch, als Hecke ungeschnitten bis 8m hoch);
Herkunft & Lebensraum
Östliches Nordamerika mit Schwerpunkt um die Großen Seen. Der Abendländische Lebensbaum ist im östlichen Kanada und im Nordosten der USA heimisch. Sein geschlossenes Areal reicht vom südöstlichen Manitoba über das Gebiet der Großen Seen nach Ontario, Québec und in die Maritimen Provinzen. Nach Süden folgen vorgeschobene Vorkommen bis Massachusetts, Connecticut, Ohio und Illinois sowie entlang der Appalachen über Pennsylvania, Maryland, Virginia und West Virginia bis Kentucky, Tennessee und North Carolina. Er bevorzugt kühle Klimate mit Julimitteln zwischen 16 und 22 °C und Vegetationszeiten von 90 bis 180 Tagen. In Europa steht er seit dem 16. Jahrhundert in Kultur und ist heute als Heckengehölz allgegenwärtig, verwildert aber nur selten.
Am Naturstandort wächst der Abendländische Lebensbaum in nassen Wäldern und ist besonders häufig in Nadelholz-Sümpfen, wo größere und schneller wachsende Bäume nicht mithalten. Der zweite typische Standort sind Felswände und Felsbänder — ebenfalls konkurrenzarme Extremstandorte. Beides zeigt dasselbe Muster: Die Art setzt sich nicht über Wuchskraft durch, sondern indem sie dort ausharrt, wo andere scheitern. Auf den Klippen erreicht sie deshalb ein außergewöhnliches Alter; das älteste bekannte lebende Exemplar war 2008 rund 1141 Jahre alt, an einem abgestorbenen wurden 1653 Jahrringe gezählt. Bevorzugt werden tiefgründige, feuchte, meist kalkhaltige Böden. In Kultur gedeiht er auf nassen Böden am besten, verträgt aber auch trockene, sofern sie schattig liegen.
⚠️ Gefahren
Alle Pflanzenteile sind giftig; Holz und Zweigspitzen enthalten Thujon. Hautkontakt kann eine Dermatitis auslösen, weshalb beim Heckenschnitt Handschuhe angeraten sind. Nach Verzehr kommt es zu Schleimhautreizungen sowie Magen-Darm-Beschwerden mit Übelkeit und Durchfall; für Weidetiere und Kleintiere kann die Aufnahme tödlich enden. Schnittgut gehört deshalb nicht auf Weiden oder in Kleintiergehege. In der Schwangerschaft ist von jeder innerlichen Anwendung abzusehen.
Häufige Fragen
Abendländischer Lebensbaum: Wie groß wird die Pflanze?
Abendländischer Lebensbaum (Thuja occidentalis) wächst als Baum und erreicht ausgewachsen etwa 17,5 m Höhe bei rund 5 m Breite. Das Wachstum ist mittel.
Abendländischer Lebensbaum: Welchen Standort braucht die Pflanze?
Abendländischer Lebensbaum verträgt Halbschatten. Als Boden eignet sich Sand, Schluff, Lehm, Ton. Die Bodenfeuchte sollte im Bereich halbfeucht – sehr nass liegen. Der pH-Wert darf zwischen 6 und 8 liegen.
Abendländischer Lebensbaum: Ist die Pflanze winterhart?
Abendländischer Lebensbaum ist für die Winterhärte Zone 3–8 angegeben und übersteht dort normale Winter im Freien.
Abendländischer Lebensbaum: Wächst die Pflanze in Deutschland?
Abendländischer Lebensbaum ist bis Zone 3 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.
Abendländischer Lebensbaum: Wann ist die Blütezeit?
Die Blüte liegt in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im April.
Abendländischer Lebensbaum: Wann kann man ernten?
Die Früchte reifen in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel von September bis Oktober.
Abendländischer Lebensbaum: Ist die Pflanze giftig?
Für Abendländischer Lebensbaum sind einzelne Pflanzenteile als leicht bedenklich vermerkt — die Pflanze gilt nicht als giftig. Verlass dich bei Wildpflanzen nie allein auf eine Datenbank, sondern nur auf eine sichere Bestimmung.
Abendländischer Lebensbaum: Wozu lässt sich die Pflanze nutzen?
Bewertet auf einer Skala bis 10: Essbar 2/10, Heilkunde 6/10, Sonstige Nutzung 9/10.
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