Permaplans
English
Alle Pflanzen

Manna-Esche

Fraxinus ornus
Mannitol zum Wohl
Essbarkeit2Heilwirkung5Sonstiger Nutzen2
Baum9,5×6 mZone 7–9volle Sonne

Wächst das bei mir?

Manna-Esche ist bis Zone 7 winterhart: Tiefland, Flusstäler und Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind kein Problem, in rauen Lagen (Höhenlagen ab etwa 600 m, kontinentale Winter im Osten) braucht sie Winterschutz oder einen Kübel.

Oder gleich hier für deinen Standort prüfen:

Winterhärte nach USDA-Zone, Sommerwärme nach Wärmesumme – dieselben Werte, mit denen die App und der Pflanzenfinder rechnen.

Steckbrief

Familie
Oleaceae
Wuchsform
Baum
Wuchshöhe
9,5 m
Kronenbreite
6 m
Wachstum
schnell
Lebensdauer
130 Jahre
Erster Ertrag
nach 6 Jahren
Winterhärte
Zone 7–9
Schattentoleranz
volle Sonne
Boden
Sand, Schluff, Lehm
Bodenfeuchte
sehr trocken – sehr feucht
pH-Wert
6,5 – 8,5
Synonyme
Ornus europaea, Blumen-Esche, Schmuck-Esche
duftend

Blüte & Ernte

J F M A M J J A S O N D
Blüte
Fruchternte

Zeiten gelten für die Nordhalbkugel in gemäßigtem Klima und verschieben sich mit Höhenlage und Sorte.

Nutzung

Essbar2 von 10
Heilkunde5 von 10
Sonstige Nutzung2 von 10

Heilkunde: Das aus dem Stamm gewonnene Manna wirkt sanft abführend und stärkend. Es ist besonders wertvoll für Kinder und Schwangere. Seine Wirkung ist normalerweise sehr mild, kann aber manchmal Blähungen und Schmerzen verursachen.

Sonstige Nutzung: Mannitol eine gewisse Bedeutung als Zuckeraustauschstoff für Diabetiker, da der Stoff unabhängig von Insulin abgebaut wird. Auch als Füll- und Bindemittel für Tabletten wird Mannitol verwendet. Heute gewinnt man Mannitol meist durch Hydrierung von Glucose oder Invertzucker.

Anbau

Standortwahl: Die Manna-Esche bleibt mit 5 bis 10 Metern, selten 25, ein kleiner bis mittelgroßer Baum mit lockerer, lichter Krone und ist damit eine der wenigen Eschen, die in einen normalen Garten passt. Sie ist ausgesprochen wärmeliebend, trockenheitsfest und kalkverträglich und kommt mit flachgründigen, steinigen Böden zurecht, auf denen andere Bäume aufgeben; nasse, verdichtete Lagen sind dagegen nichts für sie. Als Stadt- und Klimabaum gilt sie als Hoffnungsträgerin, auch weil sie gegenüber dem Eschentriebsterben deutlich weniger anfällig ist als die Gewöhnliche Esche. Anders als diese ist sie insektenbestäubt und blüht auffällig und stark duftend, was sie zu einem guten Nachbarn für Sitzplätze macht. Die lichte Krone lässt genug Licht für Unterpflanzung durch. Pflege: Im Ruhezustand ist sie winterhart, der junge Austrieb im Frühjahr aber frostempfindlich, auch an älteren Bäumen; eine Lage, die nicht schon in der Morgensonne auftaut, beugt Frostschäden vor. In den ersten Jahren verankern und anwachsen lassen, danach kommt sie ohne Zusatzwasser aus und sollte auch nicht gegossen werden, weil das den Trockenheitsvorteil verspielt. Gedüngt wird nicht, Überversorgung macht das Holz weich und frostanfällig. Geschnitten wird wenig und im Spätsommer, nicht im Frühjahr, weil sie im Saftfluss stark blutet; bei Straßenbäumen genügt ein Aufasten in den ersten Jahren. Krankheiten treten selten auf, gelegentlich Blattbräune nach nassen Frühjahren.

Vermehrung

Die Manna-Esche wird überwiegend aus Samen gezogen. Die geflügelten Nüsschen reifen im Herbst und fallen erst im Winter; sie haben eine tiefe Doppelruhe, so dass sie nach normaler Aussaat erst im zweiten Frühjahr auflaufen. Zwei Wege verkürzen das: Man erntet die Früchte grün, sobald sie ihre Endgröße erreicht haben, aber noch nicht ausgehärtet sind, und sät sofort ins Freilandbeet; oder man behandelt trockene Samen mit einer warm-kalten Stratifikation von etwa zwei bis drei Monaten bei Zimmertemperatur und anschließend drei bis vier Monaten im Kühlschrank. Sämlinge wachsen zügig und sind nach zwei Jahren verschulbar. Sorten wie die kugelkronige 'Mecsek' werden auf Sämlingsunterlagen von Fraxinus ornus oder Fraxinus excelsior veredelt, meist als Hochstamm. Die Art ist funktionell zweihäusig, für Samen braucht es daher mehrere Bäume in Reichweite.

Wert für Tiere

Die Manna-Esche unterscheidet sich ökologisch grundlegend von der Gewöhnlichen Esche: Während diese unscheinbar blüht und vom Wind bestäubt wird, trägt die Manna-Esche auffällige, cremeweiße, stark duftende Rispen und wird von Insekten bestäubt. Von April bis Juni ist sie deshalb eine echte Tracht und zieht Honigbienen, Schwebfliegen, Käfer und Tagfalter an, und zwar in einer Zeit, in der die Obstblüte vorbei ist. Die geflügelten Samen bleiben über den Winter am Baum hängen und werden von Gimpel, Kernbeißer und Meisen ausgehackt, wenn anderes Futter knapp wird. Als südeuropäischer Neophyt hat sie in Mitteleuropa keine spezialisierte Begleitfauna, dafür profitieren die an Eschen gebundenen Generalisten von ihr, und im Gegensatz zur heimischen Esche fällt sie dem Eschentriebsterben kaum zum Opfer.

Besonderheiten

Besonderheiten: Einzige Esche mit duftenden, insektenbestäubten Blüten - alle übrigen sind unscheinbar+windblütig; Manna = eingetrockneter Stammsaft, durch Anritzen der Rinde gewonnen, in Sizilien seit Jahrhunderten Handwerk mit eigenem Gerät; Ertrag 80-1000kg/ha; Name aus der biblischen Mannaerzählung übertragen; widersteht dem Eschentriebsterben weitgehend.

Herkunft & Lebensraum

Mittelmeerraum und Vorderasien: von Spanien über Italien, den Balkan und die Türkei bis in den Libanon und den Kaukasus. Der Schwerpunkt der Manna-Esche liegt im östlichen Mittelmeerraum und auf der Balkanhalbinsel, wo sie ein prägender Baum der Trockenwälder ist. Nach Norden reicht ihr natürliches Areal bis an den Alpensüdrand und in die submediterranen Täler; im Tessin steigt sie bis 1165 Meter, in Südtirol bis etwa 1500 Meter. In Deutschland ist sie nicht heimisch, hält sich aber als eingebürgerter Neophyt in den Wärmegebieten Baden-Württembergs und Frankens und wird zunehmend als Stadt- und Straßenbaum gepflanzt. In Süditalien, besonders in Sizilien und Kalabrien, steht sie zur Mannagewinnung im Anbau.

Die Manna-Esche ist ein Baum der submediterranen Trockenwälder und Charakterart des Verbands Orno-Ostryon, der Hopfenbuchen-Flaumeichenwälder. Sie besiedelt sonnige, flachgründige Hänge über Kalk und Dolomit, felsige Kuppen, Karstböden und lichte Gebüsche, also Standorte, die für die Gewöhnliche Esche viel zu trocken wären. Die Zeigerwerte weisen sie als Art mäßig trockener, halbschattiger, neutral bis basischer und eher nährstoffarmer Standorte in wärmebegünstigter Lage aus. Ihre lichte, lockere Krone lässt viel Licht bis zum Boden durch, weshalb unter ihr eine artenreiche Krautschicht aus Trockenrasenarten gedeiht. Staunässe und saure, kalkfreie Böden meidet sie.

⚠️ Gefahren

Contact with the sap has caused skin or systemic allergic reactions in some people.

Diese Angabe ersetzt keine fachkundige Bestimmung. Im Zweifel nichts essen.

Häufige Fragen

Manna-Esche: Wie groß wird die Pflanze?

Manna-Esche (Fraxinus ornus) wächst als Baum und erreicht ausgewachsen etwa 9,5 m Höhe bei rund 6 m Breite. Das Wachstum ist schnell.

Manna-Esche: Welchen Standort braucht die Pflanze?

Manna-Esche verträgt volle Sonne. Als Boden eignet sich Sand, Schluff, Lehm. Die Bodenfeuchte sollte im Bereich sehr trocken – sehr feucht liegen. Der pH-Wert darf zwischen 6,5 und 8,5 liegen.

Manna-Esche: Ist die Pflanze winterhart?

Manna-Esche ist für die Winterhärte Zone 7–9 angegeben und übersteht dort normale Winter im Freien.

Manna-Esche: Wächst die Pflanze in Deutschland?

Manna-Esche ist bis Zone 7 winterhart: Tiefland, Flusstäler und Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind kein Problem, in rauen Lagen (Höhenlagen ab etwa 600 m, kontinentale Winter im Osten) braucht sie Winterschutz oder einen Kübel.

Manna-Esche: Wann ist die Blütezeit?

Die Blüte liegt in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel von Mai bis Juni.

Manna-Esche: Wann kann man ernten?

Die Früchte reifen in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel von September bis Oktober.

Manna-Esche: Ist die Pflanze giftig?

Für Manna-Esche sind einzelne Pflanzenteile als leicht bedenklich vermerkt — die Pflanze gilt nicht als giftig. Verlass dich bei Wildpflanzen nie allein auf eine Datenbank, sondern nur auf eine sichere Bestimmung.

Manna-Esche: Wozu lässt sich die Pflanze nutzen?

Bewertet auf einer Skala bis 10: Essbar 2/10, Heilkunde 5/10, Sonstige Nutzung 2/10.

Erfahrungen aus der Community

Noch keine Erfahrungsberichte zu dieser Pflanze.

Hast du sie im Garten? Schreib in der App, was bei dir funktioniert – dein Beitrag erscheint hier.

💬 App laden und mitschreiben

Diese Pflanze in den eigenen Garten planen

Permaplans plant deinen Garten maßstabsgetreu auf der Karte — mit Standortcheck, Ernteplan und über 1.000 Pflanzen. Kostenlos für iPhone, Android, Mac, Windows & Linux.

Wächst diese Pflanze bei dir? → Standort prüfen

Angaben ohne Gewähr. Standortdaten und Texte aus der Permaplans-Datenbank.

Leg deinen Garten an

Kostenlos ausprobieren — im Browser sofort, ohne Anmeldung.

Im Browser startenApp laden