Gewöhnlicher Jasmin
Steckbrief
- Familie
- Oleaceae
- Wuchsform
- Kletterpflanze
- Wuchshöhe
- 10 m
- Kronenbreite
- 10 m
- Wachstum
- sehr schnell
- Lebensdauer
- 20 Jahre
- Erster Ertrag
- nach 1 Jahr
- Winterhärte
- Zone 7–9
- Schattentoleranz
- Halbschatten
- Boden
- Sand, Schluff, Lehm
- Bodenfeuchte
- halbfeucht – sehr feucht
- pH-Wert
- 5,6 – 7,6
Nutzung
Essbar: Die Blüten duften herrlich. Sie werden gegessen oder zum Aromatisieren von Tee verwendet. Getrocknete Blüten dienen als Teeersatz. Ein ätherisches Öl aus den Blüten wird als Würzmittel in verschiedenen Lebensmitteln verwendet, insbesondere in Maraschino-Kirschen, aber auch in Backwaren, Eiscreme, Süßigkeiten, Kaugummi usw. Es verleiht ihnen eine bittersüße, blumige Note.
Sonstige Nutzung: Aus den Blüten wird ein ätherisches Öl gewonnen, das in der Parfümherstellung Verwendung findet. Die Blüten werden jeden Morgen kurz nach dem Öffnen gepflückt und frisch zur Ölgewinnung verwendet.
Anbau
Gedeiht in gutem, durchlässigem Lehmboden und bevorzugt einen sonnigen Standort. Sehr schattentolerant, wächst sie auch an einer Nordwand. Die Pflanzen sind bis etwa -15 °C winterhart. In Nordengland benötigen sie den Schutz einer Mauer, im Süden sind sie jedoch vollständig winterhart. Einem anderen Bericht zufolge sind sie bis etwa -10 °C winterhart, wobei die Triebspitzen im Winter oft absterben, sich die Pflanze aber schnell erholt. Sie klettert windend. Sie ist selbsttragend und schnellwüchsig. Ein Rückschnitt erfolgt am besten im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr. Eine sehr dekorative Pflanze, von der es einige Sorten gibt. Die Blüten duften stark, und die Pflanze wird manchmal wegen des ätherischen Öls in ihren Blüten kultiviert. Verwendet wird die Unterart *Judas officinale grandiflorum* (L.) Kobuski. Die Blüten erscheinen am diesjährigen Holz sowie am älteren. Pflanzen dieser Gattung sind besonders resistent gegen Hallimasch.
Vermehrung
Samen – am besten direkt nach der Reife im Frühbeet aussäen. Sobald die Sämlinge groß genug sind, in einzelne Töpfe pikieren und mindestens den ersten Winter im Gewächshaus weiterziehen. Im späten Frühjahr oder frühen Sommer, nach den letzten Frösten, an ihren endgültigen Standort pflanzen. Stecklinge von halbverholzten Trieben, Juli/August im Frühbeet. Sehr einfach. Stecklinge von verholzten Trieben, November. Absenker.
Herkunft & Lebensraum
Gebüsche und Wälder, meist auf humusreichen Böden, 1200–3000 Meter im Himalaya. Täler, Schluchten, Dickichte, Wälder, Flussufer, Wiesen; 1800–4000 Meter in Westchina.
⚠️ Gefahren
Giftigkeit: leicht giftig
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