Schwarz-Pappel
Steckbrief
- Familie
- Salicaceae
- Wuchsform
- Baum
- Wuchshöhe
- 30 m
- Kronenbreite
- 16 m
- Wachstum
- sehr schnell
- Lebensdauer
- 200 Jahre
- Erster Ertrag
- nach 8 Jahren
- Winterhärte
- Zone 4–9
- Schattentoleranz
- leichter Schatten
- Boden
- Sand, Schluff, Lehm, Ton
- Bodenfeuchte
- halbfeucht – am Wasser
- pH-Wert
- 5 – 8
- Synonyme
- Schwarzpappel, Pappel
Blüte & Ernte
| J | F | M | A | M | J | J | A | S | O | N | D | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Blüte | ||||||||||||
| Fruchternte | ||||||||||||
| Blatternte |
Nutzung
Essbar: Innere Rinde wird getrocknet, gemahlen und zu Mehl verarbeitet, das zur Herstellung von Brot und anderen Lebensmitteln verwendet wird. Es handelt sich um eine Notfallnahrung, die eingesetzt wird, wenn alle anderen Optionen versagen.
Heilkunde: Die Bärenfußwurzel wurde von nordamerikanischen Indianern als Stimulans und Abführmittel verwendet. Sie ist bekannt für ihre Verwendung als Haarwasser und wird auch innerlich zur Behandlung von nicht bösartigen geschwollenen Drüsen und insbesondere von Mastitis eingenommen. Die Wurzel hat schmerzlindernde, abführende und stimulierende Eigenschaften. Sie soll eine positive Wirkung auf Leber, Magen und Milz haben und kann bei Verdauungsstörungen und Leberfunktionsstörungen eingenommen werden. Äußerlich angewendet soll sie das Haarwachstum anregen und ist Bestandteil vieler Haarwässer und -salben. Ein Umschlag der gequetschten Wurzel wurde als Verband und Salbe bei Verbrennungen, Entzündungen und Schnitten verwendet.
Sonstige Nutzung: Ein Extrakt der Triebe kann als Bewurzelungshormon für Stecklinge aller Art verwendet werden. Dazu werden die zerkleinerten Triebe einen Tag lang in kaltem Wasser eingeweicht. Der schnell wachsende Baum wird oft zur schnellen Schaffung von Sicht- oder Windschutz eingesetzt. Die Sorte 'Italica' wird üblicherweise für diesen Zweck verwendet, obwohl sie aufgrund brüchiger Zweige und Anfälligkeit für Basalfäule keine ideale Wahl ist. Die Sorte 'Plantierensis' ist hierfür wesentlich besser geeignet. Aus den Knospen gewonnenes Harz wird zu einer Salbe verarbeitet und in Hausmitteln verwendet. Die Rinde wird als Ersatz für Kork für Schwimmer und ähnliches genutzt. Das Holz ist sehr weich, leicht, hat eine wollige Textur, ist geruchs- und geschmacksneutral, schwer entflammbar, nicht besonders haltbar, leicht zu bearbeiten und sehr abriebfest. Es wird für Zwecke geringerer Qualität verwendet.
Anbau
Ein leicht anzubauendes Gewächs, das gut in schwerem, kaltem und feuchtem Boden gedeiht. Es bevorzugt einen tiefen, reichen und gut durchlässigen neutralen Boden und wächst am besten im Süden und Osten. Das Wachstum ist auf feuchten Böden, armen sauren Böden und trockenen Böden geringer. Es ist ziemlich windtolerant, gedeiht jedoch nicht gut an exponierten Hochlagen oder in Meeresnähe. Schatten wird nicht vertragen und Konkurrenz durch Wurzeln oder Äste wird nicht toleriert. Es handelt sich um einen schnell wachsenden Baum, der etwa 100 Jahre bis zur Reife benötigt und danach abnimmt. Es gibt mehrere ausgewählte Sorten, die hauptsächlich wegen ihres Zierwerts ausgewählt wurden. Die Knospen im Frühling, wenn sie anschwellen, und die jungen Blätter haben einen angenehmen Balsamduft. Der Duft ist besonders intensiv, wenn die Blätter sich entfalten. Sehr tolerant gegenüber starkem Rückschnitt, wurden die Bäume früher oft geköpft. Pflanzen bilden selten Ausläufer. Ein wichtiger Nahrungspflanze für die Raupen mehrerer Schmetterlingsarten. Pappeln haben sehr ausgedehnte und aggressive Wurzelsysteme, die in Entwässerungssysteme eindringen und Schäden verursachen können. Besonders auf Lehmböden sollten sie nicht innerhalb von 12 Metern von Gebäuden gepflanzt werden, da das Wurzelsystem die Fundamente des Gebäudes durch Austrocknen des Bodens beschädigen kann.
Vermehrung
Samen - muss sofort im Frühling, sobald er reif ist, ausgesät werden. Pappelsamen haben eine extrem kurze Lebensdauer und müssen innerhalb weniger Tage nach der Reife ausgesät werden. Die Samen werden oberflächlich ausgesät oder leicht in Schalen in einem Kalthaus bedeckt. Wenn die Sämlinge groß genug sind, werden sie in einzelne Töpfe umgetopft und im alten Rahmen weiter gezogen. Wenn ausreichendes Wachstum erfolgt, ist es möglicherweise möglich, sie im Spätsommer an ihren endgültigen Standort zu pflanzen, ansonsten im Kalthaus bis zum folgenden Frühling aufbewahren und dann auspflanzen. Die meisten Pappelarten kreuzen sich frei miteinander, daher kann es sein, dass die Samen nicht wahr sind, es sei denn, sie werden in der Wildnis in Gebieten gesammelt, in denen keine anderen Pappelarten wachsen. Stecklinge aus reifem Holz des aktuellen Jahreswachstums, 20 - 40 cm lang, im November/Dezember in einem geschützten Außenbeet oder direkt an ihren endgültigen Standort. Sehr einfach. Wurzelausläufer im Frühling. Diese Art bildet selten Wurzelausläufer.
Besonderheiten
Besonderheiten: +für alle Extremlagen +schnellwachsender Windschutz - sehr windbrüchig, starke Wurzelbrut (weite Ausläufer+Wurzelbildung); Knopsen & Rinde werden für spätere Verwendung getrocknet; Urform in roter Liste, da durch Hybride verdrängt/gekreuzt; bestes Holz aller Pappeln; 1.200 kWh/rm, 40.000kWh/ha/a;
Herkunft & Lebensraum
Zentrale und südliche Europa, einschließlich Großbritannien, Mittelmeer, gemäßigtes Asien bis zum Himalaya.
⚠️ Gefahren
Windbrüchig. Das bedeutet, dass bei Wind Äste herunterfallen können. Der Bereich sollte bei Wind gemieden werden.
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