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Oregano

Origanum vulgare hirtum
Pizzakraut im warmen Schatten
Essbarkeit4Heilwirkung7Sonstiger Nutzen5
Staude0,6×0,6 mZone 5–9Halbschatten

Wächst das bei mir?

Oregano ist bis Zone 5 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.

Oder gleich hier für deinen Standort prüfen:

Winterhärte nach USDA-Zone, Sommerwärme nach Wärmesumme – dieselben Werte, mit denen die App und der Pflanzenfinder rechnen.

Steckbrief

Familie
Lamiaceae
Wuchsform
Staude
Wuchshöhe
0,6 m
Kronenbreite
0,6 m
Wachstum
mittel
Lebensdauer
10 Jahre
Erster Ertrag
nach 1 Jahr
Winterhärte
Zone 5–9
Schattentoleranz
Halbschatten
Boden
Sand, Schluff, Lehm
Bodenfeuchte
trocken – sehr feucht
pH-Wert
6 – 8
BodendeckerduftendNektarquelle

Blüte & Ernte

J F M A M J J A S O N D
Blüte
Fruchternte

Zeiten gelten für die Nordhalbkugel in gemäßigtem Klima und verschieben sich mit Höhenlage und Sorte.

Nutzung

Essbar4 von 10
Heilkunde7 von 10
Sonstige Nutzung5 von 10

Sonstige Nutzung: Agroforstwirtschaftliche Anwendungen: Oregano kann als Begleitpflanze verwendet werden, um nützliche Insekten anzulocken und die Gesundheit der umliegenden Pflanzen zu verbessern. Er kann auch zur Abwehr bestimmter Schädlinge beitragen. Das ätherische Öl der Pflanze wird als Lebensmittelaroma, in Seifen und Parfüms verwendet. Das Kraut enthält 0,15 - 0,4 % ätherisches Öl und eignet sich gut für Kräuterkissen und -bäder. Die Pflanze wurde früher als Streukraut verwendet. Das ätherische Öl wurde auch zur Abtötung von Läusen eingesetzt, allerdings ist Vorsicht geboten, da es zu Hautreizungen führen kann. Aus den Blütenspitzen wird ein roter oder violetter Farbstoff gewonnen, der jedoch weder leuchtend noch haltbar ist. Die Pflanze vertreibt Ameisen. Die wachsende Pflanze vertreibt viele Schadinsekten und eignet sich daher gut für den Gemüseanbau. Ein nützlicher Bodendecker für sonnige Standorte, der einen sich langsam ausbreitenden Horst bildet. Die Pflanzen sollten in jeder Richtung etwa 30 cm auseinander stehen. 1. Nektar – Nektar- und pollenreiche Blüten: Ja – Oregano bildet kleine, nektarreiche Blüten aus, die verschiedene Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge anlocken. 2. Wildtiere – Nahrung (Früchte, Samen, Laubstreu, Schutz, Nistplatz, Schlafplatz): Ja – Obwohl Oregano selbst keine nennenswerten Früchte oder Samen hervorbringt, sind die Blätter für Menschen essbar und nahrhaft und können für Wildtiere einen gewissen Nahrungswert haben. Sein dichtes Laub kann Schutz bieten, wird aber normalerweise nicht zum Nisten genutzt. 3. Schutz für Wirbellose (Überwinterungsplätze, Laubstreu, Bodendecker): Ja – Oregano kann nützlichen Insekten Lebensraum bieten und zur Bodenbedeckung beitragen. Seine Struktur kann einigen wirbellosen Halt geben, und die Laubstreu kann Überwinterungsplätze für verschiedene Organismen bieten. 4. Schädlingsverwirrer (Deutsch): Ja – Oregano hat einen starken aromatischen Duft, der dazu beitragen kann, einige Schädlinge zu verwirren oder abzuschrecken, was ihn bei Mischkulturen nützlich macht.

Anbau

Garten- und Landschaftsbau: Rabatte, Kübel, Bodendecker, Steingarten, Meeresküste. Benötigt einen eher trockenen, warmen, gut durchlässigen Boden in voller Sonne, ist aber nicht wählerisch hinsichtlich der Bodenart und gedeiht auf Kreide. Bevorzugt leicht alkalische Bedingungen. Verträgt karge Böden. Mag keine nassen Böden. Winterhart bis ca. -20 °C. Oregano hat eine lange Tradition in der Küche und Medizin und wird in modernen Gärten oft als Küchenkraut angebaut; Es gibt einige benannte Sorten. Pflanzen, die in Meeresnähe wachsen, duften am stärksten. Eine gute Begleitpflanze, die den Geschmack benachbarter Pflanzen verbessert. Die Blüten sind sehr attraktiv für Bienen und Schmetterlinge. Ein guter Begleiter für die Gurkenfamilie, ist er wohltuend für alle Pflanzen in der Nähe. Die ganze Pflanze hat ein süßes, aber leicht pfeffriges Aroma. Mitglieder dieser Gattung werden selten bis nie von äsenden Rehen belästigt. Besondere Merkmale: Attraktives Laub, Duftendes Laub, Nicht heimisch in Nordamerika, Zieht Schmetterlinge an, Geeignet für Schnittblumen, Geeignet für Trockenblumen, Duftende Blüten. Bei der Gartengestaltung sowie der oberirdischen Architektur einer Pflanze sind Überlegungen zur Wurzelstruktur hilfreich bei der Auswahl von Pflanzen, die zusammen für ihren optimalen Bodenbedarf einschließlich Nährstoffen und Wasser zusammenarbeiten. Das Wurzelmuster ist rhizomartig mit unterirdischen Stängeln, die ihrer Länge nach Wurzeln und Triebe aussenden. Oregano ist selbstfruchtbar. Oregano wird normalerweise im späten Frühling bis Sommer geerntet, kurz bevor die Pflanze zu blühen beginnt. Oregano blüht im Allgemeinen von Hochsommer bis Frühherbst. Oregano wächst relativ schnell und ist unter optimalen Bedingungen in etwa 2-3 Monaten reif.

Vermehrung

Oregano lässt sich auf drei Wegen vermehren, und alle drei gelingen leicht. Die Aussaat erfolgt im zeitigen Frühjahr bei 10 bis 13 Grad; die Samen sind Lichtkeimer und werden nur angedrückt, nicht bedeckt. Nach etwa zwei Wochen läuft die Saat auf. Ab Mai kann auch direkt an Ort und Stelle gesät werden. Weil die Art sich von selbst reichlich aussamt, findet man im Umfeld älterer Pflanzen ohnehin regelmäßig Jungpflanzen zum Umsetzen. Die Teilung im März oder Oktober ist der sicherste Weg, eine aromatische Herkunft zu erhalten — Sämlinge fallen im Ölgehalt uneinheitlich aus. Basalstecklinge von jungen, noch nicht blühenden Trieben schneidet man im Juni mit möglichst viel unterirdischem Stängelanteil; sie bewurzeln im Halbschatten zuverlässig. Über kriechende Rhizome breitet sich ein Horst zudem langsam von selbst aus.

Wert für Tiere

Oregano gehört zu den wertvollsten Insektenpflanzen, die sich zugleich als Küchenkraut nutzen lassen. An seinen hellrosa bis violetten Blütendolden, die von Juli bis September erscheinen, wurden 30 Wildbienenarten festgestellt, zwei davon auf ihn spezialisiert. Der Nektar ist außergewöhnlich zuckerreich — bis zu 76 Prozent —, was ihn für Falter besonders attraktiv macht: 56 Schmetterlingsarten besuchen die Blüten, darunter Rotbraunes Ochsenauge und Schachbrett. Als Raupenfutterpflanze dienen die Blätter 17 Arten, von denen zwei enger an ihn gebunden sind. Hinzu kommen 14 Schwebfliegenarten und eine Käferart. Der Besucherandrang erreicht seinen Höhepunkt gegen 13 Uhr. Wer sowohl ernten als auch Insekten fördern will, lässt einen Teil der Pflanzen durchblühen, statt alle vor der Blüte zu schneiden.

Besonderheiten

Oregano gehört zu den wertvollsten Insektenpflanzen, die sich zugleich als Küchenkraut nutzen lassen: An seinen Blütendolden des Hochsommers wurden 30 Wildbienenarten festgestellt, zwei davon spezialisiert, 56 Falterarten als Blütenbesucher und 17 Arten, die ihn als Raupenfutter nutzen — zwei davon enger an ihn gebunden. Damit übertrifft er die meisten Zierstauden deutlich. Kulturell ist er anspruchslos, verlangt aber Sonne und kalkhaltigen, durchlässigen Boden; Trockenheit verträgt er hervorragend, Staunässe gar nicht. Die griechische Sippe hirtum gilt als die aromatischste Form. Wer sowohl ernten als auch Insekten fördern will, sollte einen Teil der Pflanzen durchblühen lassen, statt alle vor der Blüte zu schneiden.

Herkunft & Lebensraum

Europa, West- und Nordasien, Nordwestafrika. Der Gewöhnliche Dost ist über fast ganz Europa verbreitet — nur Island fehlt, während vereinzelte Vorkommen bis Spitzbergen reichen — und setzt sich über West- und Nordasien bis Nordwestafrika fort. In Deutschland tritt er häufig und flächendeckend auf. In den Alpen steigt er im Wallis bis auf 2030 Meter. Die Unterart hirtum, der Griechische Oregano, hat ein deutlich engeres Areal: Sie besiedelt Südosteuropa bis in die Türkei und gilt als die aromatischste Sippe der Art — die als Küchenoregano gehandelten Pflanzen gehen meist auf sie zurück, während der mitteleuropäische Wilddost milder schmeckt.

Oregano wächst an Wegen, Waldrändern und Hecken, in lichten Eichen- und Kiefernwäldern, auf sonnigen Hängen und in Halbtrockenrasen. Er ist eine Charakterart der mitteleuropäischen Saumgesellschaften der Ordnung Origanetalia vulgaris — jener Vegetation also, die den Übergang zwischen Wald und Offenland besetzt. Kalkhaltiger Untergrund ist sein bevorzugtes Substrat, die Standorte sind warm, trocken und mäßig mit Nährstoffen versorgt. Nach den Landolt-Zeigerwerten steht er bei mäßiger Trockenheit, erträgt Halbschatten und bevorzugt neutrale bis schwach basische Böden submontaner Lagen. Staunässe verträgt er nicht, und im Schatten bleibt er kümmerlich.

Häufige Fragen

Oregano: Wie groß wird die Pflanze?

Oregano (Origanum vulgare hirtum) wächst als Staude und erreicht ausgewachsen etwa 0,6 m Höhe bei rund 0,6 m Breite. Das Wachstum ist mittel.

Oregano: Welchen Standort braucht die Pflanze?

Oregano verträgt Halbschatten. Als Boden eignet sich Sand, Schluff, Lehm. Die Bodenfeuchte sollte im Bereich trocken – sehr feucht liegen. Der pH-Wert darf zwischen 6 und 8 liegen.

Oregano: Ist die Pflanze winterhart?

Oregano ist für die Winterhärte Zone 5–9 angegeben und übersteht dort normale Winter im Freien.

Oregano: Wächst die Pflanze in Deutschland?

Oregano ist bis Zone 5 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.

Oregano: Wann ist die Blütezeit?

Die Blüte liegt in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel von Juli bis August.

Oregano: Wann kann man ernten?

Die Früchte reifen in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel von Oktober bis November.

Oregano: Ist die Pflanze giftig?

Für Oregano ist keine Giftigkeit vermerkt. Verlass dich bei Wildpflanzen trotzdem nie allein auf eine Datenbank, sondern nur auf eine sichere Bestimmung.

Oregano: Wozu lässt sich die Pflanze nutzen?

Bewertet auf einer Skala bis 10: Essbar 4/10, Heilkunde 7/10, Sonstige Nutzung 5/10.

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