Schuppenrindenhickory
Wächst das bei mir?
Schuppenrindenhickory ist bis Zone 5 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.
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Steckbrief
- Familie
- Juglandaceae
- Wuchsform
- Baum
- Wuchshöhe
- 30 m
- Kronenbreite
- 15 m
- Wachstum
- sehr langsam
- Lebensdauer
- 350 Jahre
- Erster Ertrag
- nach 40 Jahren
- Ertragsjahre
- 100–350 Jahre
- Ertrag pro Pflanze
- bis 30 kg im Jahr
- Winterhärte
- Zone 5–8
- Schattentoleranz
- volle Sonne
- Boden
- Sand, Schluff, Lehm
- Bodenfeuchte
- trocken – sehr feucht
- pH-Wert
- 5,5 – 7,5
- Synonyme
- Schuppenrinden-Hickory
Blüte & Ernte
| J | F | M | A | M | J | J | A | S | O | N | D | |
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| Blüte | ||||||||||||
| Fruchternte |
Sorten (8)
8 Sorten von Schuppenrindenhickory sind im Permaplans-Sortenfinder hinterlegt — jede mit eigener Seite: Geschmack, Reifezeit, Resistenzen, Abstammung und Verwendung.
- Abundance Reich tragende Shagbark-Selektion, wie der Name andeutet.
- Grainger Große, fast schalenschwertfreie Nuss aus Tennessee, die sich leicht knacken lässt.
- Neilson Kältetolerante kanadische Selektion mit mittel bis großen, gut knackenden Nüssen.
- Porter Sieger im Knack-Wettbewerb, mit besonders hohem Kernanteil bis 47 %.
- Silvis 303 Ohio-Selektion, empfohlen für hochwertige und reiche Nussernten.
- Weschcke Sehr dünnschalige, kälteharte Selektion, die Shagbark bis in Zone 4 bringt.
- Wilcox Mittelgroße, wohlschmeckende Nuss, die sich sauber in Hälften knacken lässt.
- Yoder #1 Früh und reich tragende Ohio-Selektion, oft als eine der besten Shagbark-Sorten gelistet.
Nutzung
Essbar: Die Nüsse des Schuppenrinden-Hickory gelten als die wohlschmeckendsten der Gattung — süß, ölig und ohne die Gerbstoffnote der Walnuss. Sie stecken in einer dicken, vierteiligen grünen Hülle, die sich zur Reife an vorgebildeten Nähten öffnet, darunter in einer harten, kantigen Schale, die sich schwerer knacken lässt als die einer Walnuss; sortenabhängig gibt es auch dünnschaligere Auslesen. Gegessen werden die Kerne roh oder geröstet, sie werden in Gebäck, Kuchen und Brot verarbeitet oder gemahlen zum Binden von Suppen verwendet. Aus dem zerkleinerten Kern lässt sich eine Nussmilch gewinnen, die früher als Fettersatz diente. Geerntet wird im Spätherbst; kühl und trocken gelagert halten die Nüsse bis zu zwei Jahre. Eine eigene Spezialität ist der Hickory-Sirup: Er wird nicht aus Baumsaft gewonnen, sondern durch Auskochen der gerösteten Schuppenrinde, deren Auszug anschließend mit Zucker eingekocht wird — ein rauchig-karamelliges Aroma, das mit Ahornsirup nichts zu tun hat.
Heilkunde: Die Stammlose Silberdistel wird heutzutage selten in der modernen Kräuterkunde verwendet. Früher war die Pflanze als Aphrodisiakum beliebt, heute wird sie gelegentlich zur Behandlung von Verdauungsspasmen, Gallen- und Leberleiden, Wassersucht, Harnverhaltung und anderen Beschwerden eingesetzt. Die Wurzel der Pflanze wurde auch zur Behandlung von Hauterkrankungen wie Akne und Ekzemen genutzt. Ein Sud aus der Wurzel kann äußerlich zur Reinigung von Wunden oder als antiseptisches Gurgelmittel verwendet werden. Es ist jedoch Vorsicht geboten, da die Wurzel in großen Mengen abführend und erbrecherregend wirken kann. Die Wurzel hat antibiotische, krampflösende, verdauungsfördernde, schweißtreibende, harntreibende, fiebersenkende und abführende Eigenschaften. Sie wird im Herbst geerntet und getrocknet für die spätere Verwendung.
Sonstige Nutzung: Das Holz des Schuppenrinden-Hickory ist außergewöhnlich: feinfaserig, zäh, elastisch, schwer und sehr hart, mit einer Kombination aus Härte und Biegsamkeit, die kein europäisches Laubholz erreicht. Es ist das klassische Material für alles, was Schlag und Biegung aushalten muss — Werkzeugstiele, Radspeichen, Baseball- und Golfschläger, Drumsticks, Bögen, Ski und Sportgeräte —, dazu für Möbel und Korbarbeiten. Als Brennholz brennt es gut und gibt viel Wärme ab, und es liefert eine hochwertige Holzkohle; die aromatischen Späne sind in den USA der Standard zum Räuchern von Fleisch. Aus der inneren Rinde wird ein gelber Farbstoff gewonnen. Charakteristisch und namensgebend ist die Borke, die sich im Alter in langen, an beiden Enden abstehenden Platten vom Stamm löst — hinter diesen Schuppen finden Fledermäuse, allen voran die Indianerfledermaus, ihre bevorzugten Sommerquartiere.
Anbau
Standortwahl: Der Schuppenrinden-Hickory ist ein Waldbaum von über 40 Metern Höhe und einem Meter Stammdurchmesser, der bis zu 350 Jahre alt wird — er gehört auf eine Fläche, nicht in einen Hausgarten. Die tiefe Pfahlwurzel macht ihn sturmfest und lässt Flachwurzlern im Umfeld Raum, sie macht ihn aber auch praktisch unverpflanzbar: Gekauft wird klein oder direkt an Ort und Stelle ausgesät. Wie alle Walnussgewächse bildet er Juglon, wenn auch weniger als die Schwarznuss; empfindliche Nachbarn wie Tomate, Paprika und Apfel setzt man besser nicht in den Kronenbereich. Zu bedenken ist der Fruchtfall: Die dickschaligen, hartschaligen Nüsse fallen im Oktober aus großer Höhe und sind über Wegen, Terrassen und Stellplätzen eine echte Gefahr für Dachrinnen, Autolack und Knöchel. Für Ertrag braucht es einen zweiten Baum, da Pollenflug und Narbenreife zeitlich versetzt sind. Pflege: Der Baum verlangt vor allem Geduld. In den ersten drei Jahren steckt er alles in die Pfahlwurzel und scheint oberirdisch stillzustehen; erst ab etwa dem zehnten Lebensjahr setzt zügiges Höhenwachstum ein, erste Nüsse fallen nach zehn bis fünfzehn Jahren, bei veredelten Pflanzen früher. Junge Pflanzen brauchen einen Wühlmauskorb, Verbissschutz gegen Reh und Hase und in den ersten Sommern gleichmäßige Wassergaben, danach kommt der Baum über die Pfahlwurzel gut allein zurecht. Geschnitten wird wenig und wenn, dann im Sommer — wie alle Walnussgewächse blutet er bei Schnitt im Spätwinter stark. Krankheiten spielen in Mitteleuropa bislang keine Rolle. Geerntet wird im Oktober, sobald sich die grünen Hüllen an ihren vier Nähten öffnen; Eichhörnchen und Eichelhäher ernten kräftig mit, wer etwas abbekommen will, sammelt täglich. Die eigentliche Einschränkung ist das Klima: Die kurze mitteleuropäische Vegetationszeit reicht für den Kern oft nicht aus.
Wert für Tiere
Der Wildtierwert des Schuppenrinden-Hickory liegt fast vollständig in seiner Heimat. Dort ist er Raupenfutterpflanze zahlreicher Großschmetterlinge, darunter des Luna-Falters und des Königlichen Nachtfalters, seine Nüsse sind eine Hauptnahrungsquelle für Eichhörnchen, Streifenhörnchen, Blauhäher und Truthühner, und hinter seiner namensgebenden, in langen Platten abstehenden Borke finden Fledermäuse — allen voran die stark gefährdete Indianerfledermaus — ihre bevorzugten Sommerquartiere. In Mitteleuropa bleibt davon wenig übrig: Als Fremdart ohne Begleitfauna hat er hier keine Raupenbindung, und er blüht windbestäubt, liefert also keinen Nektar. Was bleibt, ist handfest genug: Die fettreichen Nüsse werden von Eichhörnchen und Eichelhähern angenommen, die tiefe Pfahlwurzel lässt Unterpflanzung zu, und alte Bäume entwickeln mit ihrer grobschuppigen Borke Spalten und Verstecke, wie sie unter den heimischen Arten sonst nur die Alteiche bietet. Sein Beitrag wächst mit dem Alter des Baumes, nicht mit der Fläche.
Besonderheiten
Besonderheiten: braucht einen tiefgründigen Boden; Der Baum lässt sich wie Ahorn für Ahornsirup anzapfen. Das Holz ist sehr schwer und hat einen hohen Brennwert. Er kann immer wieder geköpft werden für sein hartes Holz, das auch fürs Räuchern von Fleisch berühmt ist
Herkunft & Lebensraum
Östliches Nordamerika. Das Areal umfasst beinahe den gesamten Osten der USA, wobei das Einzugsgebiet des Mississippi die westliche Grenze bildet: von Südost-Minnesota und dem südlichen Quebec über Südost-Nebraska südwärts bis Ost-Texas und Louisiana. Ein abgetrenntes Vorkommen liegt im nordöstlichen Bergland Mexikos. Der Schuppenrinden-Hickory ist dort ein Charakterbaum der Eichen-Hickory-Wälder, jener Waldgesellschaft, die auf den mittleren Standorten des Ostens an die Stelle der Buchen-Ahorn-Wälder tritt. In Europa wird er seit 1911 kultiviert und ist bislang fast ausschließlich in botanischen Gärten, Arboreten und Sammlungen zu finden; verwildert ist er hier nicht.
In seiner Heimat wächst der Schuppenrinden-Hickory auf zwei sehr unterschiedlichen Standorttypen: auf tiefgründigen, feuchten und nährstoffreichen Böden der Flusstäler und Niederungen, wo er seine größten Dimensionen erreicht, und auf trockenen Hängen und Hügelrücken, wo er kleiner bleibt, aber konkurrenzfähig ist. Seine Begleiter sind dort Weiß-Eiche, Zucker-Ahorn, andere Hickory-Arten und die Amerikanische Ulme. Die Grundlage dieser Bandbreite ist eine außergewöhnlich lange Pfahlwurzel, die der Baum in den ersten drei Jahren ausbildet, bevor er überhaupt nennenswert in die Höhe geht — sie erschließt Wasser aus der Tiefe und macht ihn sturmfest, kostet aber anfangs alles Wachstum. Winterhärte ist kein Thema: Die Art übersteht bis minus 46 Grad.
Häufige Fragen
Schuppenrindenhickory: Wie groß wird die Pflanze?
Schuppenrindenhickory (Carya ovata) wächst als Baum und erreicht ausgewachsen etwa 30 m Höhe bei rund 15 m Breite. Das Wachstum ist sehr langsam.
Schuppenrindenhickory: Welchen Standort braucht die Pflanze?
Schuppenrindenhickory verträgt volle Sonne. Als Boden eignet sich Sand, Schluff, Lehm. Die Bodenfeuchte sollte im Bereich trocken – sehr feucht liegen. Der pH-Wert darf zwischen 5,5 und 7,5 liegen.
Schuppenrindenhickory: Ist die Pflanze winterhart?
Schuppenrindenhickory ist für die Winterhärte Zone 5–8 angegeben und übersteht dort normale Winter im Freien.
Schuppenrindenhickory: Wächst die Pflanze in Deutschland?
Schuppenrindenhickory ist bis Zone 5 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.
Schuppenrindenhickory: Wann ist die Blütezeit?
Die Blüte liegt in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im Mai.
Schuppenrindenhickory: Wann kann man ernten?
Die Früchte reifen in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im Oktober.
Schuppenrindenhickory: Ab wann trägt die Pflanze und wie viel?
Schuppenrindenhickory trägt erstmals nach 40 Jahren. Eine ausgewachsene Pflanze liefert bis zu 30 kg im Jahr. Die Ertragsphase dauert etwa 100–350 Jahre. Die Werte gelten für gute Standorte; Sorte, Boden und Klima verschieben sie deutlich.
Schuppenrindenhickory: Ist die Pflanze giftig?
Für Schuppenrindenhickory ist keine Giftigkeit vermerkt. Verlass dich bei Wildpflanzen trotzdem nie allein auf eine Datenbank, sondern nur auf eine sichere Bestimmung.
Schuppenrindenhickory: Wozu lässt sich die Pflanze nutzen?
Bewertet auf einer Skala bis 10: Essbar 8/10, Heilkunde 3/10, Sonstige Nutzung 5/10.
Welche Sorten von Schuppenrindenhickory gibt es?
Im Permaplans-Sortenfinder sind 8 Sorten von Schuppenrindenhickory hinterlegt, darunter Abundance, Grainger, Neilson, Porter, Silvis 303, Weschcke, Wilcox, Yoder #1. Jede Sorte hat eine eigene Seite mit Geschmack, Reifezeit, Resistenzen und Abstammung.
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