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Lorbeerstrauch

Laurus nobilis
würzige immergrüne Hecke
Strauch12×10 mZone 8–11Halbschatten

Steckbrief

Familie
Lauraceae
Wuchsform
Strauch
Wuchshöhe
12 m
Kronenbreite
10 m
Wachstum
langsam
Lebensdauer
100 Jahre
Erster Ertrag
nach 6 Jahren
Winterhärte
Zone 8–11
Schattentoleranz
Halbschatten
Boden
Sand, Schluff, Lehm
Bodenfeuchte
trocken – sehr feucht
pH-Wert
6 – 8,5
Synonyme
Lorbeer
immergrünheckentauglichduftend

Blüte & Ernte

J F M A M J J A S O N D
Blüte
Fruchternte

Zeiten gelten für die Nordhalbkugel in gemäßigtem Klima und verschieben sich mit Höhenlage und Sorte.

Nutzung

Essbar3 von 10
Heilkunde7 von 10
Sonstige Nutzung5 von 10

Heilkunde: Der Lorbeerbaum hat eine lange Tradition in der Volksmedizin und wird zur Behandlung zahlreicher Beschwerden eingesetzt, insbesondere als Verdauungshilfe sowie bei Bronchitis und Grippe. Auch verschiedene Krebsarten wurden damit behandelt. Die Früchte und Blätter werden üblicherweise nicht innerlich angewendet, außer als Stimulans in der Veterinärmedizin. Früher wurden sie jedoch zur Behandlung von Hysterie, Amenorrhoe, Blähungen und Koliken eingesetzt. Einem anderen Bericht zufolge werden die Blätter hauptsächlich zur Behandlung von Erkrankungen der oberen Atemwege und zur Linderung arthritischer Schmerzen verwendet. Der Lorbeerbaum wirkt magenberuhigend und tonisierend, regt den Appetit an und fördert die Produktion von Verdauungssäften. Die Blätter wirken antiseptisch, aromatisch, adstringierend, karminativ, schweißtreibend, verdauungsfördernd, harntreibend, in hohen Dosen brechmittelisch, menstruationsfördernd, narkotisch, parasitizid, stimulierend und magenstärkend. Die Frucht wirkt antiseptisch, aromatisch, verdauungsfördernd, narkotisch und stimulierend. Ein Aufguss wird zur Appetitanregung und als Menopausemittel verwendet. Die Frucht wird auch zur Herstellung karminativer Medikamente verwendet und diente früher auch zur Förderung von Abtreibungen. Das fette Öl der Frucht wird äußerlich zur Behandlung von Verstauchungen, Prellungen usw. angewendet und manchmal auch als Ohrentropfen zur Schmerzlinderung eingesetzt. Das ätherische Öl der Blätter hat narkotische, antibakterielle und fungizide Eigenschaften.

Sonstige Nutzung: Agroforstwirtschaftliche Nutzung: Lorbeerbäume können aufgrund ihres dichten Laubs und ihrer aromatischen Blätter als Hecke oder Sichtschutz verwendet werden. Sie können in Agroforstsystemen auch Schatten spenden. Das ätherische Öl der Früchte wird zur Seifenherstellung verwendet. Die Pflanze ist sehr resistent gegen Schädlinge und Krankheiten und soll benachbarte Pflanzen vor Insekten und gesundheitlichen Problemen schützen. Die Blätter sind stark aromatisch und können als Insektenschutzmittel verwendet werden, die getrockneten Blätter schützen gelagertes Getreide, Bohnen usw. vor Rüsselkäfern. Aufgrund ihres aromatischen Geruchs und ihrer antiseptischen Eigenschaften wird Lorbeer auch als Streukraut verwendet. Da Lorbeerbäume sehr schnittverträglich sind, können sie in für den Freilandanbau geeigneten Räumen als Sichtschutz oder Hecke angebaut werden. Das Holz duftet süß und nutzt sich nicht so schnell ab. Wird für Intarsienarbeiten, Spazierstöcke und Reibestäbe zum Feuermachen verwendet. 1. Nektar – Nektar- und pollenreiche Blüten: Ja – Lorbeerbäume bilden kleine gelbgrüne Blüten aus, die Nektar und Pollen liefern und so Bienen und andere Bestäuber anlocken. 2. Wildtiere – Nahrung (Früchte, Samen, Laubstreu, Schutz, Nistplatz, Schlafplatz): Ja – Das dichte Laub bietet Vögeln und kleinen Tieren Schutz. Vögel können auch die Beeren fressen (obwohl diese für Menschen ungenießbar sind). Die Laubstreu des Baumes kann nützliche Insekten und Bodenorganismen unterstützen. 3. Schutz für Wirbellose (Überwinterungsplätze, Laubstreu, Bodendecker): Ja – Die raue Rinde und die Laubstreu des Lorbeerbaums können Wirbellose Überwinterungsplätze bieten. Seine dichten immergrünen Blätter bieten das ganze Jahr über hervorragenden Schutz. 4. Schädlingsverwirrer (Deutsch): Ja – Lorbeerblätter haben einen starken aromatischen Duft, der manche Schädlinge abschrecken und als Schädlingsverwirrer wirken kann.

Anbau

Gedeiht auf allen mäßig fruchtbaren Böden, bevorzugt jedoch einen feuchtigkeitsspeichernden, gut durchlässigen und fruchtbaren Boden. Auch auf trockenen Böden kommt die Pflanze zurecht. Sie bevorzugt volle Sonne, wächst aber auch im Halbschatten. Die Pflanzen sind recht windfest, vertragen aber keine extreme Meeresbrise oder kalte, trockene Winde. Die Pflanze ist nicht in allen Regionen Großbritanniens vollständig winterhart und benötigt in strengen Wintern möglicherweise Schutz. Im Ruhezustand ist sie zuverlässig bis etwa -5 °C winterhart, gelegentlich auch bis -15 °C. Diese niedrigeren Temperaturen können zu Blattverlust führen, der Baum erholt sich jedoch in der Regel im späten Frühjahr bis Sommer. Laurus nobilis angustifolia (Syn. 'Salicifolia') ist etwas winterhärter und besitzt die gleichen aromatischen Eigenschaften. Der Lorbeerbaum ist eine sehr dekorative Pflanze, die häufig wegen ihrer Blätter kultiviert wird, welche als Gewürz verwendet werden. Es gibt einige benannte Sorten. Beim Zerreiben verströmen die Blätter einen süßen, aromatischen Duft. Der Baum ist äußerst resistent gegen Schädlinge und Krankheiten und zudem bemerkenswert resistent gegen Hallimasch. Diese Art wird seit der Antike hoch geschätzt. Sie war Apollo, dem Gott des Lichts, geweiht und galt als Symbol für Frieden und Sieg. Aus ihr wurden Kränze für Kaiser, Generäle und Dichter gefertigt. Zweihäusig. Für die Samengewinnung müssen männliche und weibliche Pflanzen angebaut werden.

Vermehrung

Samen – am besten im Frühherbst im Gewächshaus aussäen, sobald sie reif sind. Die Sämlinge pikieren, sobald sie groß genug sind, und mindestens ein Jahr im Gewächshaus weiterziehen. Im Frühsommer an ihren endgültigen Standort pflanzen und im ersten Winter im Freien vor Kälte schützen. Stecklinge von halbverholzten Trieben, Juli/August im Frühbeetkasten. Kann bis zu 6 Monate dauern. Stecklinge von reifen Seitentrieben, 10–12 cm lang mit Fersenstück, November/Dezember im Frühbeetkasten. 18 Monate belassen. Hohe Erfolgsquote. Absenker.

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