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Mini Kiwi – Actinidia arguta

Mini Kiwi

Actinidia arguta
fröhlich-rankendes Superfood
💬 1 Erfahrungsbericht lesen
Essbarkeit9Heilwirkung4Sonstiger Nutzen4
Kletterpflanze17,5×2 mZone 4–8Halbschatten🍎 Essbar

Wächst das bei mir?

Mini Kiwi ist bis Zone 4 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.

Oder gleich hier für deinen Standort prüfen:

Winterhärte nach USDA-Zone, Sommerwärme nach Wärmesumme – dieselben Werte, mit denen die App und der Pflanzenfinder rechnen.

Steckbrief

Familie
Actinidiaceae
Wuchsform
Kletterpflanze
Wuchshöhe
17,5 m
Kronenbreite
2 m
Wachstum
sehr schnell
Lebensdauer
40 Jahre
Erster Ertrag
nach 5 Jahren
Vollertrag
nach 11–16 Jahren
Ertragsjahre
30 Jahre
Ertrag pro Pflanze
bis 50 kg im Jahr
Ertrag im Anbau
bis 9 t/ha
Energieertrag
350 kcal pro m² und Jahr
Winterhärte
Zone 4–8
Schattentoleranz
Halbschatten
Boden
Sand, Schluff, Lehm
Bodenfeuchte
halbfeucht – sehr nass
pH-Wert
5,5 – 6,5
Synonyme
Mini-Kiwi, Minikiwi, Beerenkiwi, Kiwibeere
In Gärten geplant
4×
duftend

Blüte & Ernte

J F M A M J J A S O N D
Blüte
Fruchternte

Zeiten gelten für die Nordhalbkugel in gemäßigtem Klima und verschieben sich mit Höhenlage und Sorte.

Sorten (52)

52 Sorten von Mini Kiwi sind im Permaplans-Sortenfinder hinterlegt — jede mit eigener Seite: Geschmack, Reifezeit, Resistenzen, Abstammung und Verwendung.

Nutzung

Essbar9 von 10
Heilkunde4 von 10
Sonstige Nutzung4 von 10

Essbar: Die Früchte sind vielsamige Beeren von 2,5 bis 4,5 cm Länge und 6 bis 18 g Gewicht, die in der Form an Stachelbeeren erinnern und deshalb auch Mandschurische Stachelbeere genannt werden. Anders als bei der großfrüchtigen Kiwi ist die Schale glatt und unbehaart und wird einfach mitgegessen. Der Geschmack ist typisch Kiwi, dabei süßer und feiner, mit einem Anklang an Stachelbeere. Reif wird die Frucht spät, ab Ende September bis Oktober; sie bleibt relativ lange fest und lässt sich als ganze Traube schneiden, was Ernte und Lagerung erleichtert. Neben dem Frischverzehr eignet sie sich für Saft, Wein und Marmelade sowie zum Trocknen und Einfrieren. Der Vitamin-C-Gehalt liegt bei 60 bis 300 mg je 100 g.

Heilkunde: Frucht sehr reich an Vitaminen (C&E), mit 2-6 mal mehr Vitamin C als Zitrone. Sie ist verdauungsfördernd und stärkt das Immunsystem.

Sonstige Nutzung: Das Holz der Mini-Kiwi ist stark gewunden und für eine Verarbeitung ungeeignet; anfallendes Schnittgut lässt sich allenfalls häckseln. Ihre eigentliche Qualität außerhalb der Fruchtnutzung liegt im Wuchs: Als linkswindende Liane begrünt sie Hauswände, Mauern, Zäune und Pergolen und bildet dabei rasch ein dichtes, tragfähiges Rankwerk, das sich im Herbst leuchtend gelb färbt. Die auffällig roten Blattstiele und die duftenden, cremeweißen Blüten mit ihren dunkelpurpurnen Staubgefäßen machen sie auch als Ziergehölz brauchbar. Nebenbei nutzen Köche den Fruchtsaft, um Fleisch mürbe zu machen, weil das enthaltene Enzym Eiweiß aufspaltet.

Anbau

Standortwahl: Die Mini-Kiwi ist eine starkwüchsige Liane, die 10 bis 15 m hoch klettert — sie braucht ein dauerhaft tragfähiges Gerüst, Spalier oder Pergola, keine leichte Rankhilfe. Entscheidend ist die Geschlechterfrage: Die Art ist überwiegend zweihäusig, ohne männliche Pflanze bleibt der Fruchtansatz aus. Ein männliches Exemplar versorgt sechs bis acht weibliche im Umkreis von 15 bis 30 m, wächst aber deutlich stärker, weil es keine Früchte trägt; ohne großzügigen Abstand überwuchert es die weiblichen. Sie wurzelt flach, weshalb der Boden nicht bearbeitet werden sollte; Mulchen tut ihr gut, zieht aber Mäuse an. Spätfrostlagen und Kaltluftsenken sind zu meiden. Pflege: Der Fuß der Pflanze sollte abgedeckt sein, im Sommer braucht sie gleichmäßige Feuchte, sonst bleiben die Früchte klein. Junge Pflanzen sind frostempfindlich und brauchen Winterschutz, etablierte vertragen in voller Winterruhe -30 bis -40 °C. Geschnitten wird zweimal: im Sommer die Seitenverzweigungen auf fünf bis sieben Augen, abgetragene Triebe auf drei bis fünf Augen, und etwa alle drei Jahre kommen die abgetragenen Ranken ganz heraus. Rotwild fegt an den Trieben. Zur Blütezeit lohnt es, für Bienen und Hummeln zu sorgen. Geerntet wird spät, ab Ende September bis Oktober.

Vermehrung

Vegetativ vermehrt man die Mini-Kiwi über Kurz-Steckhölzer im Container, über Grünstecklinge unter Folie und über Absenker. Alle drei Wege erhalten die Sorte und damit auch das Geschlecht der Mutterpflanze, worauf es hier besonders ankommt. Eine Aussaat ist möglich, für den Fruchtanbau aber untauglich: Das Geschlecht zeigt sich erst nach Jahren mit der ersten Blüte, und die Nachkommen teilen sich etwa hälftig auf, rund 45 Prozent weibliche und 55 Prozent männliche Pflanzen. Vor der Aussaat brauchen die Samen einen mehrmonatigen Kältereiz; die Sämlinge neigen zum Umfallen und wollen luftig stehen. Junge Pflanzen bleiben die ersten Jahre frostempfindlich und brauchen Winterschutz, auch wenn etablierte Exemplare ausgesprochen frosthart sind.

Wert für Tiere

Die Mini-Kiwi ist zweihäusig: Männliche und weibliche Blüten sitzen auf verschiedenen Pflanzen, weshalb für den Fruchtansatz beide Geschlechter nötig sind — Ausnahme sind selbstfruchtbare Sorten wie 'Issai'. Die unscheinbaren weißen Blüten des Frühsommers geben kaum Nektar, liefern aber Pollen; als Besucher wurden vor allem Hummeln beobachtet, darunter Erd-, Stein- und Baumhummel. Bestäubt wird sie von Insekten, vor allem von Bienen und Hummeln; im Erwerbsanbau der verwandten Kiwi-Arten stellt man dafür gezielt Bienenvölker auf, und auch im Garten lohnt es, zur Blütezeit für Bestäuber zu sorgen. Als ostasiatische Kletterpflanze dient sie hiesigen Raupen nicht als Futter, ihr dichtes Rankwerk bietet Vögeln aber gute Deckung und Nistplätze.

Besonderheiten

Besonderheiten: Ein Männchen auf 6-8 weibliche Pflanzen; Ernten von bis zu 70kg pro Pflanze möglich; Früchte werden auf Holz des zweiten Jahres + auf Fruchtspänen auf älterem Holz gebildet; Schnitt am besten im Winter (wegen stillgelegtem Saftfluss); Vermehrung durch Absenker, Steck- & Wurzelschnittlinge;

Herkunft & Lebensraum

Nordostasien, von Japan bis zum Osthimalaja. Die Mini-Kiwi ist in Nordjapan, Korea und Nordostchina heimisch und reicht westwärts bis in den Osthimalaja sowie nordwärts nach Sibirien mit den Südlichen Kurilen und Sachalin. Aus diesem kontinental geprägten Areal stammt ihre außerordentliche Frosthärte: In voller Winterruhe übersteht die etablierte Pflanze -30 bis -40 °C. Nach Mitteleuropa kam sie zunächst als Zierliane für Pergolen und Hauswände, wird hier inzwischen aber auch erwerbsmäßig in Plantagen angebaut, unter anderem in Polen und Österreich. Als Neophyt verwildert sie bei uns kaum und zeigt keine nennenswerte Ausbreitungstendenz.

In ihrer Heimat wächst die Mini-Kiwi als linkswindende Liane in lichten Wäldern und besonders in Auwäldern, wo sie an Bäumen 10 bis 15 m hoch klettert und gelegentlich sogar 25 m erreicht. Sie besiedelt gut durchlüftete, humusreiche und tiefgründige Böden mit gleichmäßiger Feuchtigkeit; der bevorzugte pH-Bereich liegt im leicht sauren Bereich zwischen etwa 5 und 6,5. Staunässe und verdichtete Böden meidet sie. Als Flachwurzlerin ist sie auf eine ungestörte, beschattete Bodenoberfläche angewiesen, im Wald übernimmt die Laubstreu diese Aufgabe. Ihre Höhenverbreitung reicht vom Tiefland bis in etwa 2.000 m.

⚠️ Gefahren

Wie alle Actinidia-Arten enthält die Mini-Kiwi das Enzym Actinidin, den Hauptauslöser der Kiwi-Allergie. Zwischen großfrüchtiger Kiwi und Mini-Kiwi besteht eine Kreuzallergie — wer auf die eine reagiert, sollte die andere meiden. Bei Empfindlichen verursacht das Enzym ein Kribbeln oder Brennen im Mund, schwerere Reaktionen sind möglich. Der Oxalatgehalt ist niedrig bis mäßig und nur bei streng oxalatarmer Ernährung zu beachten.

Diese Angabe ersetzt keine fachkundige Bestimmung. Im Zweifel nichts essen.

Häufige Fragen

Mini Kiwi: Wie groß wird die Pflanze?

Mini Kiwi (Actinidia arguta) wächst als Kletterpflanze und erreicht ausgewachsen etwa 17,5 m Höhe bei rund 2 m Breite. Das Wachstum ist sehr schnell.

Mini Kiwi: Welchen Standort braucht die Pflanze?

Mini Kiwi verträgt Halbschatten. Als Boden eignet sich Sand, Schluff, Lehm. Die Bodenfeuchte sollte im Bereich halbfeucht – sehr nass liegen. Der pH-Wert darf zwischen 5,5 und 6,5 liegen.

Mini Kiwi: Ist die Pflanze winterhart?

Mini Kiwi ist für die Winterhärte Zone 4–8 angegeben und übersteht dort normale Winter im Freien.

Mini Kiwi: Wächst die Pflanze in Deutschland?

Mini Kiwi ist bis Zone 4 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.

Mini Kiwi: Wann ist die Blütezeit?

Die Blüte liegt in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im Juni.

Mini Kiwi: Wann kann man ernten?

Die Früchte reifen in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im Oktober.

Mini Kiwi: Ab wann trägt die Pflanze und wie viel?

Mini Kiwi trägt erstmals nach 5 Jahren. Den Vollertrag erreicht sie nach 11–16 Jahren. Eine ausgewachsene Pflanze liefert bis zu 50 kg im Jahr, im Anbau bis 9 t pro Hektar. Die Ertragsphase dauert etwa 30 Jahre, bei einer Lebensdauer von rund 40 Jahren. Die Werte gelten für gute Standorte; Sorte, Boden und Klima verschieben sie deutlich.

Mini Kiwi: Ist die Pflanze giftig?

Für Mini Kiwi ist keine Giftigkeit vermerkt. Verlass dich bei Wildpflanzen trotzdem nie allein auf eine Datenbank, sondern nur auf eine sichere Bestimmung.

Mini Kiwi: Wozu lässt sich die Pflanze nutzen?

Bewertet auf einer Skala bis 10: Essbar 9/10, Heilkunde 4/10, Sonstige Nutzung 4/10.

Welche Sorten von Mini Kiwi gibt es?

Im Permaplans-Sortenfinder sind 52 Sorten von Mini Kiwi hinterlegt, darunter 74-49, 74-8, Ambrosia, Ananas, Ananaskaya, Ananasnaya, Bingo, Cinderella, Domino, Fresh Jumbo, Geneva, Hardy Red und 40 weitere. Jede Sorte hat eine eigene Seite mit Geschmack, Reifezeit, Resistenzen und Abstammung.

Erfahrungen aus der Community

Was Permaplans-Nutzer zu dieser Pflanze geschrieben haben – unverändert aus der App übernommen. 1 Beitrag.

Lukretia 18. September 2026

wir haben zwei Exemplare mit dem Garten übernommen. Brauchen einen regelmäßigen Rückschnitt und feste Rankhilfe, sonst wuchern diese Pflanzen extrem und überwuchern auch andere Pflanzen

Hast du sie im Garten? Schreib in der App, was bei dir funktioniert – dein Beitrag erscheint hier.

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Angaben ohne Gewähr. Standortdaten und Texte aus der Permaplans-Datenbank.

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