Wächst das bei mir?
Mini Kiwi ist bis Zone 4 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.
Oder gleich hier für deinen Standort prüfen:
Steckbrief
- Familie
- Actinidiaceae
- Wuchsform
- Kletterpflanze
- Wuchshöhe
- 17,5 m
- Kronenbreite
- 2 m
- Wachstum
- sehr schnell
- Lebensdauer
- 40 Jahre
- Erster Ertrag
- nach 5 Jahren
- Vollertrag
- nach 11–16 Jahren
- Ertragsjahre
- 30 Jahre
- Ertrag pro Pflanze
- bis 50 kg im Jahr
- Ertrag im Anbau
- bis 9 t/ha
- Energieertrag
- 350 kcal pro m² und Jahr
- Winterhärte
- Zone 4–8
- Schattentoleranz
- Halbschatten
- Boden
- Sand, Schluff, Lehm
- Bodenfeuchte
- halbfeucht – sehr nass
- pH-Wert
- 5,5 – 6,5
- Synonyme
- Mini-Kiwi, Minikiwi, Beerenkiwi, Kiwibeere
- In Gärten geplant
- 4×
Blüte & Ernte
| J | F | M | A | M | J | J | A | S | O | N | D | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Blüte | ||||||||||||
| Fruchternte |
Sorten (52)
52 Sorten von Mini Kiwi sind im Permaplans-Sortenfinder hinterlegt — jede mit eigener Seite: Geschmack, Reifezeit, Resistenzen, Abstammung und Verwendung.
- 74-49
- 74-8
- Ambrosia
- Ananas
- Ananaskaya
- Ananasnaya
- Bingo
- Cinderella
- Domino
- Fresh Jumbo
- Geneva Frühreife, ertragreiche Sorte mit süßen, aromatischen Früchten.
- Hardy Red
- Issai
- Julia
- Karavaievskaya Urozhainaya
- Kens Red
- Kievskaya Krupnoplodnaya
- Kiwai Rouge
- Kiwino
- Kokuwa
- Lucy
- Maki
- Mariered
- Meader
- Miss Green
- Molli
- National Arboretum
- Nostino
- Original
- Peterman
- Prince JumboGroßfrüchtige Mini-Kiwi mit süßer, glattschaliger Frucht.
- Purpurna Sadowa
- Red Beauty
- Red Jumbo
- Rima
- Rogow
- Romeo
- Rossana
- Rote Potsdamer
- Ruby
- Scarlet SeptemberSpät reifende Mini-Kiwi mit rötlich überlaufener, süßer Frucht.
- Sentiabrskaya
- Super Jumbo Großfrüchtige Mini-Kiwi-Selektion mit süßem Fruchtfleisch.
- Tanny
- Urodnaya
- Verde
- Vitakola
- Vitikiwi
- Weiki Sehr winterharte, bewährte deutsche Selektion mit süßen, aromatischen Früchten.
- Weiki® M
- Weiki® W
- Z 1
Nutzung
Essbar: Die Früchte sind vielsamige Beeren von 2,5 bis 4,5 cm Länge und 6 bis 18 g Gewicht, die in der Form an Stachelbeeren erinnern und deshalb auch Mandschurische Stachelbeere genannt werden. Anders als bei der großfrüchtigen Kiwi ist die Schale glatt und unbehaart und wird einfach mitgegessen. Der Geschmack ist typisch Kiwi, dabei süßer und feiner, mit einem Anklang an Stachelbeere. Reif wird die Frucht spät, ab Ende September bis Oktober; sie bleibt relativ lange fest und lässt sich als ganze Traube schneiden, was Ernte und Lagerung erleichtert. Neben dem Frischverzehr eignet sie sich für Saft, Wein und Marmelade sowie zum Trocknen und Einfrieren. Der Vitamin-C-Gehalt liegt bei 60 bis 300 mg je 100 g.
Heilkunde: Frucht sehr reich an Vitaminen (C&E), mit 2-6 mal mehr Vitamin C als Zitrone. Sie ist verdauungsfördernd und stärkt das Immunsystem.
Sonstige Nutzung: Das Holz der Mini-Kiwi ist stark gewunden und für eine Verarbeitung ungeeignet; anfallendes Schnittgut lässt sich allenfalls häckseln. Ihre eigentliche Qualität außerhalb der Fruchtnutzung liegt im Wuchs: Als linkswindende Liane begrünt sie Hauswände, Mauern, Zäune und Pergolen und bildet dabei rasch ein dichtes, tragfähiges Rankwerk, das sich im Herbst leuchtend gelb färbt. Die auffällig roten Blattstiele und die duftenden, cremeweißen Blüten mit ihren dunkelpurpurnen Staubgefäßen machen sie auch als Ziergehölz brauchbar. Nebenbei nutzen Köche den Fruchtsaft, um Fleisch mürbe zu machen, weil das enthaltene Enzym Eiweiß aufspaltet.
Anbau
Standortwahl: Die Mini-Kiwi ist eine starkwüchsige Liane, die 10 bis 15 m hoch klettert — sie braucht ein dauerhaft tragfähiges Gerüst, Spalier oder Pergola, keine leichte Rankhilfe. Entscheidend ist die Geschlechterfrage: Die Art ist überwiegend zweihäusig, ohne männliche Pflanze bleibt der Fruchtansatz aus. Ein männliches Exemplar versorgt sechs bis acht weibliche im Umkreis von 15 bis 30 m, wächst aber deutlich stärker, weil es keine Früchte trägt; ohne großzügigen Abstand überwuchert es die weiblichen. Sie wurzelt flach, weshalb der Boden nicht bearbeitet werden sollte; Mulchen tut ihr gut, zieht aber Mäuse an. Spätfrostlagen und Kaltluftsenken sind zu meiden. Pflege: Der Fuß der Pflanze sollte abgedeckt sein, im Sommer braucht sie gleichmäßige Feuchte, sonst bleiben die Früchte klein. Junge Pflanzen sind frostempfindlich und brauchen Winterschutz, etablierte vertragen in voller Winterruhe -30 bis -40 °C. Geschnitten wird zweimal: im Sommer die Seitenverzweigungen auf fünf bis sieben Augen, abgetragene Triebe auf drei bis fünf Augen, und etwa alle drei Jahre kommen die abgetragenen Ranken ganz heraus. Rotwild fegt an den Trieben. Zur Blütezeit lohnt es, für Bienen und Hummeln zu sorgen. Geerntet wird spät, ab Ende September bis Oktober.
Vermehrung
Vegetativ vermehrt man die Mini-Kiwi über Kurz-Steckhölzer im Container, über Grünstecklinge unter Folie und über Absenker. Alle drei Wege erhalten die Sorte und damit auch das Geschlecht der Mutterpflanze, worauf es hier besonders ankommt. Eine Aussaat ist möglich, für den Fruchtanbau aber untauglich: Das Geschlecht zeigt sich erst nach Jahren mit der ersten Blüte, und die Nachkommen teilen sich etwa hälftig auf, rund 45 Prozent weibliche und 55 Prozent männliche Pflanzen. Vor der Aussaat brauchen die Samen einen mehrmonatigen Kältereiz; die Sämlinge neigen zum Umfallen und wollen luftig stehen. Junge Pflanzen bleiben die ersten Jahre frostempfindlich und brauchen Winterschutz, auch wenn etablierte Exemplare ausgesprochen frosthart sind.
Wert für Tiere
Die Mini-Kiwi ist zweihäusig: Männliche und weibliche Blüten sitzen auf verschiedenen Pflanzen, weshalb für den Fruchtansatz beide Geschlechter nötig sind — Ausnahme sind selbstfruchtbare Sorten wie 'Issai'. Die unscheinbaren weißen Blüten des Frühsommers geben kaum Nektar, liefern aber Pollen; als Besucher wurden vor allem Hummeln beobachtet, darunter Erd-, Stein- und Baumhummel. Bestäubt wird sie von Insekten, vor allem von Bienen und Hummeln; im Erwerbsanbau der verwandten Kiwi-Arten stellt man dafür gezielt Bienenvölker auf, und auch im Garten lohnt es, zur Blütezeit für Bestäuber zu sorgen. Als ostasiatische Kletterpflanze dient sie hiesigen Raupen nicht als Futter, ihr dichtes Rankwerk bietet Vögeln aber gute Deckung und Nistplätze.
Besonderheiten
Besonderheiten: Ein Männchen auf 6-8 weibliche Pflanzen; Ernten von bis zu 70kg pro Pflanze möglich; Früchte werden auf Holz des zweiten Jahres + auf Fruchtspänen auf älterem Holz gebildet; Schnitt am besten im Winter (wegen stillgelegtem Saftfluss); Vermehrung durch Absenker, Steck- & Wurzelschnittlinge;
Herkunft & Lebensraum
Nordostasien, von Japan bis zum Osthimalaja. Die Mini-Kiwi ist in Nordjapan, Korea und Nordostchina heimisch und reicht westwärts bis in den Osthimalaja sowie nordwärts nach Sibirien mit den Südlichen Kurilen und Sachalin. Aus diesem kontinental geprägten Areal stammt ihre außerordentliche Frosthärte: In voller Winterruhe übersteht die etablierte Pflanze -30 bis -40 °C. Nach Mitteleuropa kam sie zunächst als Zierliane für Pergolen und Hauswände, wird hier inzwischen aber auch erwerbsmäßig in Plantagen angebaut, unter anderem in Polen und Österreich. Als Neophyt verwildert sie bei uns kaum und zeigt keine nennenswerte Ausbreitungstendenz.
In ihrer Heimat wächst die Mini-Kiwi als linkswindende Liane in lichten Wäldern und besonders in Auwäldern, wo sie an Bäumen 10 bis 15 m hoch klettert und gelegentlich sogar 25 m erreicht. Sie besiedelt gut durchlüftete, humusreiche und tiefgründige Böden mit gleichmäßiger Feuchtigkeit; der bevorzugte pH-Bereich liegt im leicht sauren Bereich zwischen etwa 5 und 6,5. Staunässe und verdichtete Böden meidet sie. Als Flachwurzlerin ist sie auf eine ungestörte, beschattete Bodenoberfläche angewiesen, im Wald übernimmt die Laubstreu diese Aufgabe. Ihre Höhenverbreitung reicht vom Tiefland bis in etwa 2.000 m.
⚠️ Gefahren
Wie alle Actinidia-Arten enthält die Mini-Kiwi das Enzym Actinidin, den Hauptauslöser der Kiwi-Allergie. Zwischen großfrüchtiger Kiwi und Mini-Kiwi besteht eine Kreuzallergie — wer auf die eine reagiert, sollte die andere meiden. Bei Empfindlichen verursacht das Enzym ein Kribbeln oder Brennen im Mund, schwerere Reaktionen sind möglich. Der Oxalatgehalt ist niedrig bis mäßig und nur bei streng oxalatarmer Ernährung zu beachten.
Häufige Fragen
Mini Kiwi: Wie groß wird die Pflanze?
Mini Kiwi (Actinidia arguta) wächst als Kletterpflanze und erreicht ausgewachsen etwa 17,5 m Höhe bei rund 2 m Breite. Das Wachstum ist sehr schnell.
Mini Kiwi: Welchen Standort braucht die Pflanze?
Mini Kiwi verträgt Halbschatten. Als Boden eignet sich Sand, Schluff, Lehm. Die Bodenfeuchte sollte im Bereich halbfeucht – sehr nass liegen. Der pH-Wert darf zwischen 5,5 und 6,5 liegen.
Mini Kiwi: Ist die Pflanze winterhart?
Mini Kiwi ist für die Winterhärte Zone 4–8 angegeben und übersteht dort normale Winter im Freien.
Mini Kiwi: Wächst die Pflanze in Deutschland?
Mini Kiwi ist bis Zone 4 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.
Mini Kiwi: Wann ist die Blütezeit?
Die Blüte liegt in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im Juni.
Mini Kiwi: Wann kann man ernten?
Die Früchte reifen in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im Oktober.
Mini Kiwi: Ab wann trägt die Pflanze und wie viel?
Mini Kiwi trägt erstmals nach 5 Jahren. Den Vollertrag erreicht sie nach 11–16 Jahren. Eine ausgewachsene Pflanze liefert bis zu 50 kg im Jahr, im Anbau bis 9 t pro Hektar. Die Ertragsphase dauert etwa 30 Jahre, bei einer Lebensdauer von rund 40 Jahren. Die Werte gelten für gute Standorte; Sorte, Boden und Klima verschieben sie deutlich.
Mini Kiwi: Ist die Pflanze giftig?
Für Mini Kiwi ist keine Giftigkeit vermerkt. Verlass dich bei Wildpflanzen trotzdem nie allein auf eine Datenbank, sondern nur auf eine sichere Bestimmung.
Mini Kiwi: Wozu lässt sich die Pflanze nutzen?
Bewertet auf einer Skala bis 10: Essbar 9/10, Heilkunde 4/10, Sonstige Nutzung 4/10.
Welche Sorten von Mini Kiwi gibt es?
Im Permaplans-Sortenfinder sind 52 Sorten von Mini Kiwi hinterlegt, darunter 74-49, 74-8, Ambrosia, Ananas, Ananaskaya, Ananasnaya, Bingo, Cinderella, Domino, Fresh Jumbo, Geneva, Hardy Red und 40 weitere. Jede Sorte hat eine eigene Seite mit Geschmack, Reifezeit, Resistenzen und Abstammung.
Diese Pflanze in den eigenen Garten planen
Permaplans plant deinen Garten maßstabsgetreu auf der Karte — mit Standortcheck, Ernteplan und über 1.000 Pflanzen. Kostenlos für iPhone, Android, Mac, Windows & Linux.
Wächst diese Pflanze bei dir? → Standort prüfen
Erfahrungen aus der Community
Was Permaplans-Nutzer zu dieser Pflanze geschrieben haben – unverändert aus der App übernommen. 1 Beitrag.
wir haben zwei Exemplare mit dem Garten übernommen. Brauchen einen regelmäßigen Rückschnitt und feste Rankhilfe, sonst wuchern diese Pflanzen extrem und überwuchern auch andere Pflanzen
Hast du sie im Garten? Schreib in der App, was bei dir funktioniert – dein Beitrag erscheint hier.
💬 App laden und mitschreiben