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Eibe – Taxus baccata

Eibe

Taxus baccata
Hüter der Pforte in die Ewigkeit/Anderswelt
Essbarkeit3Heilwirkung1Sonstiger Nutzen8
Baum15×10 mZone 5–7Vollschatten

Wächst das bei mir?

Eibe ist bis Zone 5 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.

Oder gleich hier für deinen Standort prüfen:

Winterhärte nach USDA-Zone, Sommerwärme nach Wärmesumme – dieselben Werte, mit denen die App und der Pflanzenfinder rechnen.

Steckbrief

Familie
Taxaceae
Wuchsform
Baum
Wuchshöhe
15 m
Kronenbreite
10 m
Wachstum
sehr langsam
Lebensdauer
5000 Jahre
Erster Ertrag
nach 15 Jahren
Winterhärte
Zone 5–7
Schattentoleranz
Vollschatten
Boden
Sand, Schluff, Lehm, Ton
Bodenfeuchte
sehr trocken – sehr feucht
pH-Wert
5 – 8
In Gärten geplant
3×
immergrünheckentauglichPollenquelle

Blüte & Ernte

J F M A M J J A S O N D
Blüte
Fruchternte

Zeiten gelten für die Nordhalbkugel in gemäßigtem Klima und verschieben sich mit Höhenlage und Sorte.

Nutzung

Essbar3 von 10
Heilkunde1 von 10
Sonstige Nutzung8 von 10

Essbar: Obst - roh. Sehr süß und gallertartig, die meisten Leute finden es köstlich, obwohl einige es kränklich finden. Eine Reihe von Leuten, die den Geschmack mögen, mögen die Textur nicht, die oft als "rotzig" beschrieben wird. Alle anderen Teile dieser Pflanze, einschließlich der Samen, sind hochgiftig. Wenn Sie die Frucht essen, sollten Sie den großen Samen ausspucken, der sich in der Mitte der Frucht befindet. Sollten Sie den ganzen Samen schlucken, wird er einfach ohne Schaden durch Sie hindurchgehen. Wenn es jedoch hineingebissen wird, werden Sie einen sehr bitteren Geschmack bemerken und der Samen sollte sofort ausgespuckt werden oder es könnte einige Probleme geben. Die Frucht ist eine fleischige Beere mit einem Durchmesser von etwa 10 mm und einem einzigen Samen. Einige Berichte schlagen vor, die Rinde als Teeersatz zu verwenden, dies wäre jedoch wahrscheinlich sehr unklug.

Heilkunde: Die Eibe ist eine hochgiftige Pflanze, die gelegentlich medizinisch verwendet wurde, hauptsächlich zur Behandlung von Brustbeschwerden. Moderne Forschungen haben gezeigt, dass die Pflanzen in ihren Trieben den Stoff „Taxol“ enthalten. Taxol hat ein vielversprechendes Potenzial als Krebsmedikament gezeigt, insbesondere bei der Behandlung von Eierstockkrebs. Leider sind die Konzentrationen von Taxol in dieser Art zu niedrig, um kommerziell von großem Wert zu sein, obwohl es für Forschungszwecke verwendet wird. Dieses Mittel sollte mit großer Vorsicht und nur unter Aufsicht eines qualifizierten Arztes verwendet werden. Alle Teile der Pflanze, außer der fleischigen Frucht, haben verschiedene medizinische Eigenschaften wie krampflösend, herzstärkend, schweißtreibend, emmenagogisch, schleimlösend, narkotisch und abführend. Die Blätter wurden innerlich bei der Behandlung von Asthma, Bronchitis, Schluckauf, Verdauungsstörungen, Rheuma und Epilepsie verwendet. Äußerlich wurden die Blätter in einem Dampfbad zur Behandlung von Rheuma eingesetzt. Aus den jungen Trieben und den Beeren wird ein homöopathisches Mittel hergestellt, das bei der Behandlung vieler Krankheiten wie Blasenentzündungen, Hautausschlägen, Kopfschmerzen, Herz- und Nierenproblemen, Rheuma usw. eingesetzt wird.

Sonstige Nutzung: Diese Pflanze eignet sich hervorragend als Hecke, da sie sehr gut geschnitten werden kann. Selbst alte Bäume können zurückgeschnitten werden und treiben wieder aus. Es wird berichtet, dass sogar bis zu 1000 Jahre alte Bäume gut auf das Beschneiden ansprechen. Ein Sud aus den Blättern kann als Insektizid verwendet werden. Einige Sorten können auch als Bodendecker angebaut werden, wenn sie ausreichend Abstand zueinander haben. Das Holz der Pflanze ist schwer, hart, langlebig und elastisch. Es lässt sich gut polieren und wird von Schreinern für verschiedene Zwecke geschätzt, wie z.B. für Schleifen und Werkzeuggriffe. Es eignet sich auch gut als Brennholz und wird sogar als Weihrauch verbrannt.

Anbau

Standortwahl: Eiben gehören nicht an Pferdeweiden, Koppeln, Ausläufe oder Nutztiergehege, für Pferde sind schon kleine Mengen Nadeln tödlich. Wo kleine Kinder spielen, ist der Standort zu überdenken, weil die roten Früchte zum Naschen einladen. Sonst ist sie die genügsamste Wahl überhaupt: Kein anderer heimischer Baum verträgt so tiefen Schatten, sie erträgt Stadtklima und Luftverschmutzung und wächst mit 15 bis 30 Zentimetern im Jahr so langsam, dass acht bis fünfzehn Meter Endhöhe erst in Jahrhunderten anstehen. Als Hecke 30 bis 50 Zentimeter Abstand. Zweihäusig: Für Früchte und damit für den Vogelwert braucht es weibliche Pflanzen und eine männliche in der Nähe. Pflege: Formschnitt im Juni, bei Bedarf ein zweites Mal im August. Als einziges Nadelgehölz treibt die Eibe zuverlässig aus altem Holz wieder aus, selbst mehrhundertjährige Bäume lassen sich auf den Stock setzen, ein verwachsener Bestand ist also nie verloren. Schnittgut sofort aufsammeln und keinesfalls über einen Weidezaun werfen, das ist die häufigste Vergiftungsursache bei Pferden überhaupt. Reh- und Rotwild verbeißen Jungpflanzen stark, in wildreicher Lage ist ein Schutz nötig. Düngung erübrigt sich. Auf Staunässe achten, sie ist das Einzige, was der Eibe wirklich schadet.

Vermehrung

Die Eibe lässt sich am zuverlässigsten über Stecklinge vermehren, und die Wuchsrichtung des Triebs entscheidet über das Ergebnis: Stecklinge von aufrechten Gipfeltrieben ergeben aufrechte Bäume, Stecklinge von Seitenästen bleiben dauerhaft breit und flach. Geschnitten wird halbreifes bis verholztes Holz von August bis Oktober, acht bis fünfzehn Zentimeter lang, mit einem Rindenstreifen abgerissen oder schräg angeschnitten; im kühlen, schattigen Frühbeet bewurzeln sie über ein bis zwei Jahre langsam, aber zuverlässig. Die Aussaat ist Geduldsarbeit: Der Samen ist tief dormant und keimt meist erst im zweiten Frühjahr. Der rote Samenmantel muss abgewaschen werden, danach folgen etwa vier Monate warm und vier Monate kalt; einfacher ist die Herbstaussaat ins Freiland, bei der die Natur diese Arbeit übernimmt. Wer Früchte will, braucht weibliche Pflanzen und mindestens eine männliche in der Nähe.

Wert für Tiere

Die Eibe zeigt beispielhaft, dass Insektenzahlen den Wildtierwert nicht allein bestimmen. Als Raupenfutter ist sie mit einer einzigen Art, dem Rotgebänderten Wickler, praktisch bedeutungslos, und Nektar liefert sie überhaupt nicht; die windbestäubten männlichen Blüten geben im März und April allerdings reichlich Pollen ab, den Bienen mitnehmen. Ihr Wert liegt woanders. Der rote, fleischige Samenmantel ist ungiftig und im Spätsommer und Herbst eine erstklassige Vogelnahrung: Rund zwei Dutzend Arten sind belegt, darunter Amsel, Sing-, Mistel-, Wacholder-, Rot- und Ringdrossel, Star, Seidenschwanz, Eichelhäher und Gartenrotschwanz. Misteldrosseln verteidigen ab dem Spätsommer sogar einzelne Eiben als Revier. Grünfink, Dompfaff, Kernbeißer, Kleiber und Meisen knacken zusätzlich die Samen selbst. Dazu kommt, was kein Laubgehölz bieten kann: Die dichte immergrüne Benadelung ist im Winter Deckung vor Wind und Greifvögeln und ein sehr gern angenommener Nistplatz.

Besonderheiten

Besonderheiten: dürre+wind+schadstoffresistent; perfekte SchutzHecke; Ab 90 Jahren kulminiert das Höhenwachstum; Früher auch als Heilpflanze genutzt, aufgrund der hohen Toxizität, zu gefährlich, da es bessere Alternativen gibt. Das Gift wurde früher auf Pfeilspitzen aufgetragen. Bei den Kelten der Totengöttin geweiht; stärkste Zauberstäbe aus Eibe

Herkunft & Lebensraum

Europa, Nordwestafrika und Vorderasien: von den Azoren und dem Atlasgebirge über Europa und Kleinasien bis zum Kaukasus und Nordiran. Die Nordgrenze verläuft von Irland und Großbritannien über Norwegen bis Schweden und Finnland, die Ostgrenze von Lettland entlang der russisch-polnischen Grenze zu den Karpaten und in die Nordtürkei. Das europäische Areal ist kein zusammenhängender Block, sondern ein lückiges Mosaik, wesentlich begrenzt durch die geringe Frosthärte der Art. Schwerpunkte liegen in Nordportugal und Spanien, in der Bretagne und der Normandie, in Südskandinavien und im Baltikum, in den Karpaten, auf dem Balkan sowie in Nord- und Mittelitalien. In Dänemark, Nordbelgien, den Niederlanden und entlang der unteren und mittleren Elbe und Saale fehlt sie. In den Bayerischen Alpen steigt sie auf 1350 Meter, im Wallis bis 1600 Meter.

Die Eibe ist die schattenverträglichste Baumart Europas und wächst als Unterstand in Laub- und Mischwäldern, bevorzugt in Buchenwäldern, dazu in Schluchten, an schattigen Hängen und auf Felsstandorten. Fünf Prozent des Freilandlichts genügen ihr für Blüte und Samenbildung. Sie bevorzugt frische, nährstoffreiche, gut durchwurzelbare und häufig basische Böden über Kalk, gedeiht aber ebenso auf Silikat und organischen Substraten und erträgt feuchte, wechselfeuchte wie sehr trockene Verhältnisse. Sauerstoffmangel im Boden verträgt sie besser als die meisten Gehölze. Ihr Optimum liegt im ozeanisch getönten, feuchten Klima mit über 1000 Millimetern Jahresniederschlag. In Mitteleuropa ist sie selten geworden und steht überwiegend in Schutzgebieten; jahrhundertelange Holznutzung und starker Verbiss durch Reh- und Rotwild haben die Naturverjüngung weitgehend zum Erliegen gebracht.

⚠️ Gefahren

Giftigkeit: stark giftig

Alle Teile der Pflanze, außer dem Fruchtfleisch, sind hochgiftig und haben eine lähmende Wirkung auf das Herz.

Diese Angabe ersetzt keine fachkundige Bestimmung. Im Zweifel nichts essen.

Häufige Fragen

Eibe: Wie groß wird die Pflanze?

Eibe (Taxus baccata) wächst als Baum und erreicht ausgewachsen etwa 15 m Höhe bei rund 10 m Breite. Das Wachstum ist sehr langsam.

Eibe: Welchen Standort braucht die Pflanze?

Eibe verträgt Vollschatten. Als Boden eignet sich Sand, Schluff, Lehm, Ton. Die Bodenfeuchte sollte im Bereich sehr trocken – sehr feucht liegen. Der pH-Wert darf zwischen 5 und 8 liegen.

Eibe: Ist die Pflanze winterhart?

Eibe ist für die Winterhärte Zone 5–7 angegeben und übersteht dort normale Winter im Freien.

Eibe: Wächst die Pflanze in Deutschland?

Eibe ist bis Zone 5 winterhart und übersteht damit in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz normale Winter im Freien.

Eibe: Wann ist die Blütezeit?

Die Blüte liegt in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel im März.

Eibe: Wann kann man ernten?

Die Früchte reifen in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel von Juli bis August.

Eibe: Ist die Pflanze giftig?

Eibe ist als stark giftig eingestuft. Verlass dich bei Wildpflanzen nie allein auf eine Datenbank, sondern nur auf eine sichere Bestimmung.

Eibe: Wozu lässt sich die Pflanze nutzen?

Bewertet auf einer Skala bis 10: Essbar 3/10, Heilkunde 1/10, Sonstige Nutzung 8/10.

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