Harakeke
Wächst das bei mir?
Harakeke ist nur bis Zone 8 winterhart und gedeiht dauerhaft im Freien nur in den mildesten Lagen – Weinbauklima, Ober- und Niederrhein, Küsten, Bodensee, Tessin. Sonst als Kübelpflanze mit geschützter Überwinterung. Zusätzlich braucht sie warme Sommer, wie sie hierzulande nur im Weinbauklima, in Stadtlagen oder an geschützten Südwänden zusammenkommen.
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Steckbrief
- Familie
- Asphodelaceae
- Wuchsform
- Strauch
- Wuchshöhe
- 4 m
- Kronenbreite
- 6 m
- Wachstum
- schnell
- Lebensdauer
- 30 Jahre
- Erster Ertrag
- nach 7 Jahren
- Winterhärte
- Zone 8–11
- Schattentoleranz
- Halbschatten
- Boden
- Sand, Schluff, Lehm
- Bodenfeuchte
- halbfeucht – am Wasser
- pH-Wert
- 5,5 – 7,5
- Synonyme
- Neuseeländer Flachs, Harareke
Blüte & Ernte
| J | F | M | A | M | J | J | A | S | O | N | D | |
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| Blüte | ||||||||||||
| Fruchternte |
Nutzung
Essbar: Der geröstete Samen wird als Kaffeeersatz verwendet. Aus den Blüten wird ein essbarer Nektar gewonnen. Sehr gesundes Essen. Ein langer hohler Grashalm oder Strohhalm wird verwendet, um es aus den Blüten zu saugen. Aus der Basis der Blätter wird ein essbarer Gummi gewonnen.
Heilkunde: Die Wurzel enthält Cumarine und hat sich als zytotoxisch erwiesen. Sie hemmt die Blutgerinnung und wird in Korea medizinisch zur Behandlung von Migräne, Erkältungen und rheumatoider Arthritis eingesetzt.
Sonstige Nutzung: Aus den Blättern wird eine hochwertige biegsame Faser gewonnen, die zur Herstellung von Seilen, Zwirn, feinen Stoffen und Papier verwendet wird. Die Blätter werden im Sommer geerntet, abgekratzt, eingeweicht, gekocht, gemahlen und schließlich zu cremefarbenem Papier verarbeitet. Die gespaltenen Blätter können für Netze, Mäntel, Sandalen, Riemen und Korbwaren verwendet werden. Ein Blattstreifen eignet sich als Notfallschnur im Garten. Das Fruchtfleisch der Blätter kann zu Alkohol fermentiert werden und der enthaltene Gummi dient als Papierkleber. Aus den Blüten wird ein brauner Farbstoff gewonnen, der ohne Beize auskommt, während aus den Samenkapseln ein Terrakotta-Farbstoff gewonnen werden kann. Die Blüten sind reich an Tannin.
Besonderheiten
Besonderheiten: meereswind+überschwemmungs+salztolerant; Blätter zur Faser: werden abgekratzt (Außenhautentfernung) → 2 Stunden in Wasser eingeweicht → 24 Stunden mit Lauge gekocht → in einer Kugelmühle geschlagen für 4 Stunden; Sonst Blattstreifen zum Anbinden, Knoten brechen nicht; Äußeren Blätter werden schräg geschnitten, damit das Regenwasser abfließen kann. Es gibt verschiedene Sorten für verschiedene Verwendungszwecke;
Herkunft & Lebensraum
Neuseeland.
Niederungs-Sümpfe und intermittierend überflutetes Land, Nord- und Süd-Stewart, Chatham und Auckland-Inseln.
⚠️ Gefahren
Da nur vom essbaren Nektar und nicht von essbaren Blüten gesprochen wird, kann es sein, dass diese Teile eher giftig wirken können. Zu wenig ist bekannt.
Häufige Fragen
Harakeke: Wie groß wird die Pflanze?
Harakeke (Phormium tenax) wächst als Strauch und erreicht ausgewachsen etwa 4 m Höhe bei rund 6 m Breite. Das Wachstum ist schnell.
Harakeke: Welchen Standort braucht die Pflanze?
Harakeke verträgt Halbschatten. Als Boden eignet sich Sand, Schluff, Lehm. Die Bodenfeuchte sollte im Bereich halbfeucht – am Wasser liegen. Der pH-Wert darf zwischen 5,5 und 7,5 liegen.
Harakeke: Ist die Pflanze winterhart?
Harakeke ist für die Winterhärte Zone 8–11 angegeben und übersteht dort normale Winter im Freien.
Harakeke: Wächst die Pflanze in Deutschland?
Harakeke ist nur bis Zone 8 winterhart und gedeiht dauerhaft im Freien nur in den mildesten Lagen – Weinbauklima, Ober- und Niederrhein, Küsten, Bodensee, Tessin. Sonst als Kübelpflanze mit geschützter Überwinterung. Zusätzlich braucht sie warme Sommer, wie sie hierzulande nur im Weinbauklima, in Stadtlagen oder an geschützten Südwänden zusammenkommen.
Harakeke: Wann ist die Blütezeit?
Die Blüte liegt in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel von Mai bis Juni.
Harakeke: Wann kann man ernten?
Die Früchte reifen in gemäßigtem Klima auf der Nordhalbkugel von Juni bis Juli.
Harakeke: Ist die Pflanze giftig?
Für Harakeke sind einzelne Pflanzenteile als leicht bedenklich vermerkt — die Pflanze gilt nicht als giftig. Verlass dich bei Wildpflanzen nie allein auf eine Datenbank, sondern nur auf eine sichere Bestimmung.
Harakeke: Wozu lässt sich die Pflanze nutzen?
Bewertet auf einer Skala bis 10: Essbar 2/10, Heilkunde 7/10, Sonstige Nutzung 9/10.
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