Japanische Rosskastanie
Steckbrief
- Familie
- Hippocastanaceae
- Wuchsform
- Baum
- Wuchshöhe
- 20 m
- Kronenbreite
- 12 m
- Wachstum
- mittel
- Lebensdauer
- 200 Jahre
- Erster Ertrag
- nach 12 Jahren
- Winterhärte
- Zone 6–7
- Schattentoleranz
- Halbschatten
- Boden
- Sand, Schluff, Lehm
- Bodenfeuchte
- halbfeucht – sehr feucht
- pH-Wert
- 5,6 – 7,6
- Synonyme
- Ae dissimilis.
Nutzung
Essbar: Junge Blätter gekocht. Vorsicht ist geboten, da die Blätter wahrscheinlich giftige Saponine enthalten (siehe obenstehende Hinweise zur Giftigkeit). Samen gekocht. Sie können getrocknet, zu Mehl gemahlen und als Brei verwendet werden. Die Stärke wird extrahiert und verzehrt. Die Samen sind mit einem Durchmesser von etwa 25–30 mm recht groß und lassen sich leicht ernten. Leider sind sie auch reich an Saponinen, die vor dem Verzehr entfernt werden müssen. Siehe auch die obenstehenden Hinweise zur Giftigkeit. Die folgenden Hinweise beziehen sich auf A. californica, sind aber wahrscheinlich auch hier relevant: Die Samen müssen von Giftstoffen befreit werden, bevor sie genießbar sind. Die Indigenen rösteten die Nüsse dazu langsam (wodurch die Saponine unschädlich gemacht wurden) und schnitten sie anschließend in dünne Scheiben. Diese gaben sie in einen Stoffbeutel und spülten sie 2–5 Tage lang in einem Bach ab. Durch diese Behandlung wurden auch die meisten Mineralien usw. ausgewaschen.
Sonstige Nutzung: Die in den Samen enthaltenen Saponine dienen als Seifenersatz. Man gewinnt sie leicht, indem man die Samen klein schneidet und in heißem Wasser aufgießt. Dieses Wasser kann dann zum Waschen von Körper, Kleidung usw. verwendet werden. Einziger Nachteil ist der anhaltende Geruch nach Rosskastanien. Holz – weich, aber schön gemasert. Verwendung: für Einrichtungsgegenstände, Haushaltswaren usw.
Anbau
Bevorzugt einen tiefgründigen, lehmigen und gut durchlässigen Boden, ist aber nicht sehr anspruchsvoll. Die Pflanze ist im Ruhezustand sehr winterhart, allerdings können die jungen Triebe im Frühjahr durch Spätfröste geschädigt werden. Sie bevorzugt ein kontinentales Klima und gedeiht am besten in Ost- und Südostengland. Die meisten Arten dieser Gattung lassen sich problemlos verpflanzen, selbst wenn sie recht groß sind.
Vermehrung
Samen – am besten direkt im Freien oder im Frühbeet aussäen, sobald sie reif sind. Die Samen keimen fast sofort und müssen vor starkem Wetter geschützt werden. Die Keimfähigkeit ist sehr begrenzt, und die Samen dürfen nicht austrocknen. Gelagerte Samen sollten vor der Aussaat 24 Stunden lang eingeweicht werden; selbst dann sind sie möglicherweise nicht mehr keimfähig. Am besten sät man die Samen mit der Narbe nach unten. Bei der Aussaat im Frühbeet die Sämlinge im zeitigen Frühjahr in Töpfe umpflanzen und im Sommer an ihren endgültigen Standort pflanzen.
Herkunft & Lebensraum
In den Bergen, insbesondere in Schluchten, überall in Japan. In Laubwäldern, vor allem an feuchten Hängen entlang von Bächen.
⚠️ Gefahren
Giftigkeit: leicht giftig
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